Montag, 28. Februar 2011

Samstagsrezension Helga König: Hand-Herz-Hirn, Prof. Dr. Rotraud A. Perner

In diesem kleinen sehr informative Büchlein befasst sich Prof. Dr. Rotraut A. Perner  mit „Salutogenese“. Ihren Text hat sie untergliedert in:

Was ist Salutogenese?
Was ist mentale Gesundheit?
Was gefährdet mentale Gesundheit?
Was fördert mentale Gesundheit?
Wege zum Optimismus.

Bei „Salutogenese“ handelt es sich um eine Wortneuschöpfung, die inhaltlich Folgendes zum Ausdruck bringt: die Entstehung, die Förderung, die Erhaltung von Gesundheit, (vgl.: S.5).

Die Autorin möchte in diesem Büchlein herausfinden, was Menschen gesund hält. Prof. Dr. Perner bezieht sich auf den amerikanisch-israelischen Mediensoziologen Aaron Antonovsky (1923-1994), wenn sie den Begriff „Coping-Strategien" ins Feld führt, der besagt, dass der Mensch über psychosoziale Bewältigungsmethoden verfügt, die darüber entscheiden, wie er sich in Stresssituationen verhält und welche Folgen daraus erwachsen.

Die gängige Methode Herausforderungen zu bewältigen besteht darin, sich zu „konzentrieren“, was in der Regel Verspannung-, Kopf- und Rückenschmerzen zum Ergebnis hat. Die Autorin erinnert durch ein längeres Zitat an einen weisen Text aus der Bibel und zieht daraus das Resümee.“ Die Qualität der Zeit zu erkennen, ist wesentlicher Bestandteil mentaler Gesundheit.“ (Zitat: S. 7).

Sie reflektiert in der Folge, wie sich Stress transformieren lässt, schreibt anschließend u.a über "Copingstrategien" und führt die Voraussetzungen an, die man benötigt, um sich ein Copingrepertoire anzueignen. Wohl am besten gelangt man zu einem umfangreichen Copingrepertoire, wenn man die Struktur erkannt hat, wie man Neues konstruiert. Unter Struktur versteht man den Ordnungsplan, wie etwas aufgebaut ist, (vgl. S.: 15).

Prof. Dr. Perner vergisst natürlich nicht den Begriff „Resilienz“ zu thematisieren. Darunter versteht man geistig-seelische Widerstandskraft, aufgrund derer sich Personen trotz gravierender Belastungen und widriger Lebensumstände, unter denen die meisten Menschen zerbrochen wären, seelisch psychisch gesund entwickeln, (vgl.: S.17).

Anatovsky fand in seinen Studien heraus, dass man aufgrund eines "Kohärenzgefühls" (dies ist eine bestimmte Form des Denkens als Ressource zur Gesundbewahrung) Stresssituationen problemlos bewältigen kann. Die Autorin fasst die Untersuchungsergebnisse auf einer Seite zusammen. Wichtig ist u.a., dass man seine Lebensenergie nicht in die erfolglose Suche nach einer „beruhigenden“ Erklärung steckt und sich generell nicht von“Kaktusmenschen“(was man darunter zu verstehen hat, können Sie auf Seite 21 nachlesen) runter machen lassen soll. Wichtig ist einen unverbrüchlichen Glauben in die eigene Zukunft zu haben und immer dann, wenn man sich in Tiefpunkten des „Wellentals des Lebens“ befindet, den Blick optimistisch auf die Zukunft zu richten.


Wer im Tief kraftlos verharrt, zeigt passives Verhalten. Die drei Schritte zur Gesunderhaltung lauten: Wahrnehmen- Alternativsuche-Selbstverantwortung, (vgl.: S.31). Was sie im Einzelnen damit meint, wird im Text gut erklärt. Anschließend geht Prof Dr. Perner der Frage nach, was man unter mentaler Gesundheit zu verstehen hat, reflektiert den Begriff „Geistesstärke“, vergisst auch nicht über „Workers High“ zu schreiben und thematisiert das Phänomen, dass es Menschen gibt, denen die Fühlfunktion verlorenen gegangen ist.

Die Autorin warnt davor Gefühle zurückzuhalten, denn das Zurückhalten von Gefühlen macht auf Dauer krank.  „Gesund macht, wenn immer man es schafft, seine „innere“ mit der „äußeren“ Wahrheit in Einklang zu bringen, (Zitat.: S. 60). Wie das funktioniert, erörtert die Autorin gut nachvollziehbar im Anschluss.

Prof. Dr. Perner hinterfragt auch, was die mentale Gesundheit gefährdet, erwähnt so genannte Energievampire und thematisiert mentale Reinigungsmethoden, die der Gesunderhaltung zweckdienlich sind.

Lächeln fördert die mentale Gesundheit, aber auch Mut zu Gefühlen und Herzoffenheit. „Lieben bedeutet Herzensverbundenheit, Energiefluss und Kommunikation von Herz zu Herz.“( Zitat: S.94).


Die Autorin unterstreicht, dass Lieben gesund ist und zwar “nicht nur weil dann die Zellen schwingen, nicht nur, weil man mehr Energie- „Sonne im Herzen“- hat (um dem oder der Geliebten entgegen zu „Fliegen“), nicht nur, weil man dann belastbarer ist, sondern vor Allem, weil man dann den Geist Gottes spürt.“( Zitat: S. 95)


Prof. Dr. Perner wartet auf den letzten Seiten mit Übungen zur Gedanken- und Gefühlskontrolle, auch solchen zur Herzensweiterung und spirituellen Rückverbindung auf. Im Grunde ist es nicht so schwer mental gesund zu bleiben, wenn man bereit ist, sein Herz zu öffnen und einfach zu lieben beginnt, sich und seine Mitmenschen respektiert, lächelt, sein Ego zähmt und daran glaubt, dass das Leben immer weiter geht und nach einem Tief immer auch ein Hoch folgt.
Empfehlenswert.






Sonntag, 27. Februar 2011

58 »Steht Cabreras Museum vor dem Aus?«

Teil 58 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 27.02.2011


Prof. Cabrera schließt sein
privates Museum auf
Foto: Walter-Jörg Langbein
So manches Mal habe ich Prof. Javier Cabrera Darquea (1924-2001) besucht. Und jedes Mal war es für mich fast ein magischer Moment, wenn er die Tür zu seinem geheimnisvollen Museum aufschloss. Wenn die Tür aufgedrückt wurde, erschloss sich mir eine fremdartige Welt. Ich betrat ein Museum, das in Teilen mehr einem Horrorkabinett glich. Es war wie in einem Indiane-Jones-Film: der Abenteurer betritt eine fantastisch anmutende Welt.

Auf viel zu engem Raum bewahrte Prof. Javier Cabrera Darquea Steine unterschiedlichster Größen auf. Regale quollen förmlich über von meist schwarzen Steinen in Faustgröße. Am Boden lagen solche in Medizinballgröße... und alle waren sie mit Gravuren versehen. Auf manchen Steinen war nur eine Ritzzeichnung zu sehen. Andere wiederum erzählten in Bilderfolgen faszinierende Geschichten. Es war immer wieder ein Erlebnis, von Prof. Cabrera durch eine faszinierende Welt geführt zu werden. Er tat dies immer voller Elan und mit Begeisterung.

Tausende Steine mit Zigtausenden von Gravuren müsse man, so beteuerte Prof. Cabrera Darquea immer wieder, wie ein Buch lesen. Ich frage mich besorgt: Werden die gravierten Steine bald verstummen... bevor man ihnen richtig zugehört hat? Laut Cabrera ruhen in einem unterirdischen Depot noch sehr viel mehr rätselhafte Objekte. Nur ein Bruchteil der Funde konnte, so Cabrera, in sein Museum geschafft werden. Gibt es dieses mysteriöse Depot wirklich? Wenn es nicht der Fantasie Cabreras entsprungen sein sollte.... wird es wahrscheinlich nie seine Schätze freigeben. Denn Prof. Cabrera nahm das Wissen, wo sich das ominöse Depot befinden soll, mit ins Grab.

Ein Mensch reitet Saurier
Foto: Walter-Jörg Langbein
Die Bibliothek der gravierten Steine erzähle, so der Museumsgründer, fantastisch anmutende Geschichten: Von uralten Epochen unseres Globus, als Menschen und Saurier gemeinsam unseren Planeten bevölkert haben sollen. Ja es soll den Menschen sogar gelungen sein, Saurier zu domestizieren und auf ihnen zu reiten. Eine uralte Kultur sei in graue Vorzeit untergegangen.

Prof. Cabrera Darquea trug seine Thesen über die fantastische Vergangenheit unserer Erde stets mit missionarischem Eifer vor. Sei Museum war sein Leben. Kritik an seinen oft kühn anmutenden Gedanken konnte den sonst sehr umgänglichen Mediziner gelegentlich aufbrausend werden lassen. Allerdings sah er sich immer wieder auch unfairer und unsachlicher Kritik ausgesetzt. Sein Museum wurde auch von Kritikern lächerlich gemacht, die nie auch nur einen Fuß in das mit Fundstücken überquellende Gebäude gesetzt haben. Viele Jahre wäre das möglich gewesen. Seit dem Tod Cabreras aber wurde das immer schwieriger!

Gleiches Motiv in Ton
Foto: Walter-Jörg Langbein
Auf anderen Steinen wurden medizinische Eingriffe dargestellt: keine einfachen Operationen, sondern Organtransplantationen wie Herzverpflanzungen. Gar manches Mal erklärte mir Prof. Cabrera Darquea, wie man die Vielzahl von Einzelbildern wie ein Buch lesen könne: von Sauriern, Menschen und moderner Medizin vor unermesslichen langen Zeiten. Erst als der Gelehrte Vertrauen zu mir gefasst hatte, durfte ich seine »Geheimkammer« betreten. Tausende Figürchen aus gebranntem Ton erzählten die gleichen Geschichten wie die gravierten Steine: von Menschen, die als Zeitgenossen der Saurier lebten... und von komplizierten Operationen in grauer Vorzeit. Kurzum: Prof. Javier Cabrera Darquea wollte die Besucher seines Museums ein Buch lesen lassen, das das Bild von unserer Vergangenheit auf den Kopf stellte.

Nach unserem heutigen Verständnis waren die Saurier nie und nimmer Zeitgenossen des Menschen. Diese Monsterwesen waren nach dem Konsens der Gelehrtenwelt viele Jahrmillionen ausgestorben, als der Mensch auftauchte. Und natürlich wurden erst vor wenigen Jahrzehnten Herzoperation ausgeführt, nicht in grauer Vorzeit. Und doch zeigte Prof. Cabrera Darquea just solche Motive in seinem Museum.

Herzoperation als Steingravur
Foto: Walter-Jörg Langbein
Die Reaktion der Gelehrtenwelt fiel weitestgehend unisono aus: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf... muss es sich bei den Museumsartefakten um Fälschungen handeln. Zu diesem Urteil kamen die Gelehrten in der Regel, ohne auch nur einen Stein oder Tonfigur auch nur in der Hand gehalten zu haben. Als dann Cabrera starb, verlor das Museum seinen wichtigsten Unterstützer. Und dann kam der 15. August 2007. Ein gewaltiges Erdbeben suchte Südamerika heim. Betroffen war hauptsächlich Peru. Aber auch Ecuador, Brasilien und Chile spürten die Ausläufer.

In Peru starben nach amtlicher Zählung »über 510 Menschen« Wie viele Tote insgesamt zu beklagen waren, ist nicht bekannt. Unter den Ärmsten der Ärmsten gab es so manches Opfer, das nie in die Statistik aufgenommen wurde. Allein im Städtchen Pisco wurden 80 Prozent der Häuser zerstört, 200 Tote wurden aus den Trümmern geborgen. Das Hypozentrum des Bebens – es erreichte eine Stärke zwischen 7,5 und 8 – lag vor Südamerika: wo sich die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte schiebt. So entstehen regelmäßig Erdbeben. Ein noch stärkeres Beben könnte sehr wohl eine gewaltige Flutwelle auslösen und ein ganzes Land, ja einen Kontinent verwüsten.

Herzoperation in Ton gebrannt
Foto: Walter-Jörg Langbein
Auch Ica wurde vom Erdbeben heimgesucht: Prof. Cabreras Museum wurde beschädigt. Gravierte Steine zerbrachen oder wurden zumindest beschädigt.

Wie überstanden die so leicht zerbrechlichen Tonfiguren die Katastrophe? Trotz intensiver Recherche konnte ich das nicht erfahren. Angeblich wurden die Tausenden von fantastischen Tonfiguren bereits vor dem Erdbeben in ein »Depot« gebracht. Angeblich blieben diese »unmöglichen« Objekte verschont. Sie sind aber nicht mehr im Museum zu bestaunen. Wo befinden sie sich? Ich habe erhebliche Bedenken... und befürchte, dass das mysteriöse Museum vor dem Aus steht.

Als Prof. Javier Cabrera Darquea noch lebte, führte er gern interessierte Menschen durch sein Museum. Er wollte so viele Mitmenschen mit seinem Enthusiasmus anstecken. Während der sympathische Mediziner vor Ort lebte, ist die neue Leiterin Eugenia Cabrera nach Lima gezogen. Die Tochter Cabreras steht theoretisch für Besichtigungen des Museums zur Verfügung. Sie muss aber jedes Mal erst aus Lima anreisen... ein höchst umständliches Unterfangen in Peru.

»Urmeli« in Stein graviert
Foto: Walter-Jörg Langbein
Theoretisch kann man einen Teil der Museumsstücke noch sehen (nur die gravierten Steine!), praktisch ist das aber recht schwierig geworden. De facto ist die Sammlung kaum noch für die Öffentlichkeit zugänglich. Ich befürchte, dass das einst berühmte Museum zusehends in Vergessenheit gerät. Und dann ist es nur noch ein Schritt, bis die gravierten Steine in der Versenkung verschwinden. Zur Erinnerung: Pater Crespis Sammlung wurde bereits zum Großteil abgetan. Ein Großteil der gravierten Metallplatten ist für immer verloren. Sie wurden zum Beispiel Teil – das ergab meine Recherche – beim Kirchenbau in Cuenca im Boden einbetoniert.

Ich bedauere diese allgemeine Tendenz sehr: Archäologische Objekte, die das herkömmliche Geschichtsbild zu erschüttern drohen... sollten nicht ungeprüft zu Fälschungen erklärt werden. Wirkliche Wissenschaft sollte den Mut haben, sich auch kritischen Fragen zu stellen. Könnte man doch die Fundstücke Cabreras wie ein Buch lesen. Das aber kann nicht geschehen, wenn alle umstrittenen Funde rasch zum wertlosen Plunder erklärt werden... Und das meist per Ferndiagnose.

Auf meinen Reisen zu den mysteriösesten Orten unseres Planeten habe ich immer wieder archäologische Objekte sehen dürfen, die es eigentlich nicht geben dürfte. Ich sehe es als meine Aufgabe an, diese Funde der verbotenen Archäologie so gut wie möglich zu dokumentieren.

Dank: Ich bedanke mich vielmals bei Eugenia Cabrera, die mir stets ausführlich auf meine Fragen zum Museum ihres Vaters antwortete.

Alle Fotos: Walter-Jörg Langbein

»Gold in geheimnisvollen Gräbern«,
Teil 59 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 06.03.2011

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Freitag, 25. Februar 2011

Freitagskolumne – Karl-Theodor zu Guttenberg

Ursula Prem
Heute möchte ich, aus aktuellem Anlass, gleich mit einer Fußnote beginnen. Kann ja nicht schaden, in diesen Tagen. Also, Isaac Newton wird das Zitat zugeschrieben: »Was wir wissen, ist ein Tropfen - was wir nicht wissen, ein Ozean«. Dieser durch einen der größten Geister abgegebenen Kapitulationserklärung menschlicher Weisheit wird wohl jeder zustimmen, der einmal versucht hat, sich die Unendlichkeit des Universums praktisch vorzustellen. Oder eine deutsche Steuererklärung anzufertigen.

Geben Sie Newton auch Recht? Und wenn ja: Kräbbelt Sie das ein wenig? Ärgert es Sie genauso wie mich, dass unser Gehirn, scheinbar ein Kosmos, doch sehr schnell an seine Grenzen stößt? Als Deutsche tragen wir das Faustische in uns. Das unbedingte Wissenwollen. Das Sich-Erhebenwollen über alle anderen Menschen auf der Welt. Ja, wir wollen wissen, wie viele Lichtjahre entfernt das nächste Schwarze Loch auf uns lauert. Oder ob die Kakerlake in unserem Hotelzimmer eine Reisepreisminderung rechtfertigt. Und da die Welt sehr unüberschaubar ist, wollen wir das wenige Wissen, das wirklich als gesichert gelten kann, mindestens konservieren. Am liebsten noch das gesamte Internet ausdrucken und einbunkern, denn wer weiß, ob es morgen noch da ist. Der Natur an sich ist nun mal nicht zu trauen. Also müssen wir jeden Fetzen Wissen, der uns hilft, ihr ein Schnippchen zu schlagen, doppelt und dreifach abspeichern. Wer weiß, wann man es nochmal braucht.

Als Hauptspeicherorte dienen nicht etwa nur Wikipedia, oder die Deutsche Nationalbibliothek. Nein: menschliche Gehirne müssen mit jedem unnützen Wissen vollgestopft werden, das die kranke Menschheit je ersonnen hat. Und wer das erfolgreiche Stopfen nachweist, erhält als Belohnung einen Titel. »Doktor« nennt er sich fürderhin und ist dazu auserkoren, seine Mitmenschen in eine trügerische Sicherheit zu wiegen: »Wenn ich schon null Ahnung habe, der Herr Doktor wird es wissen«, sagt man sich und legt sich beruhigt schlafen.

Da ist es ein böses Erwachen, wenn sich plötzlich herausstellt, dass ein Herr Doktor abgeschrieben hat. Dass sein Gehirn dem Normalsterblicher doch ähnlicher ist, als wir es uns erträumen ließen. Wer schützt uns noch vor den Unwägbarkeiten des Kosmos, wenn selbst ein Doktortitel bloße Makulatur ist? Sind wir nun schutzlos den Naturgewalten ausgeliefert?

Also ich denk mal: Diesbezüglich könnten sich alle wieder beruhigen. Wenn wir ehrlich sind, war uns doch allen längst klar, dass das Doktorengeschlunse* grundsätzlich ein Trick ist, der dazu führen soll, Menschen ohne Titel mundtot zu kriegen. Eine Art akademischer Adel, der sich seiner Untergebenen sicher weiß, hervorragend dazu geeignet, heute nicht mehr ganz so wirkungsvolle Adelstitel neu mit Bedeutung zu unterfüttern.

Meine Meinung dazu: Weg damit! Vergessen wir Doktortitel überhaupt! Messen wir Menschen lieber an ihren Taten, weniger an ihrem Fleiß im Wiederkäuen fremden Gedankenguts. Oder interessiert Sie ein Doktortitel, wenn ein gestandener Notarzt Ihnen nach einem Unfall das Leben rettet? – Eben.

Karl-Theodor zu Guttenberg sollte sich durch herausragende Taten auszeichnen und damit sämtliche grinsenden Trittins dieser Welt an ihren Platz verweisen. Frage: Irgend jemand hier, der noch nach zu Guttenbergs Doktortitel fragt, wenn dieser sich zu der einsamen Entscheidung durchringen würde, endlich in einer Nacht-und-Nebelaktion und auf eigene Faust unsere Soldaten aus Afghanistan heimzuholen …?


* #Geschlunse: Wortkreation von Sylvia B., Synonym für »unnützes Zeug«


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Mittwoch, 23. Februar 2011

Anka Kampka / Kerstin Orben: Was haben Nelson Mandela und Resilienz gemeinsam? Zukunftsplanung

„Das Land und seine Leute hatten Hoffnung, dass die Zukunft viel besser als die schwierige und schmerzhafte Vergangenheit sein würde... Viele vertrauten und respektierten Mandela und hofften, dass er diese Schlacht auch noch gewinnen würde. „Aus der Erfahrung eines außerordentlichen menschlichen Unglücks muss eine neue Gesellschaft entstehen, auf welche alle Menschen stolz sein können.“

Anka Kampka
Resiliente Menschen zeichnen sich durch umsichtige Planung aus. So auch Nelson Mandela. Seine Vision von einem freien Südafrika behielt er stets im Blick . Er stellte sich immer wieder vor, wie es sein wird, wenn Schwarze und Weiße gleichberechtigt sind, wie sich freie Wahlen auswirken, welche Vorbildrolle Südafrika für den Kontinent wahrnehmen wird. So gestaltete er all seine Herausforderungen im Leben danach den Lebenstraum von sich und seinem Volk zu erfüllen.

Zukunftsplanung - „Wofür soll das gut sein?“ wird sich der Ein oder Andere fragen. Jeder von uns hat schon die Erfahrung gemacht, dass trotz bester Planung alles ganz anders kam. Auch Nelson Mandela hat für sich nicht die Jahre der Entbehrung auf Robben Island geplant. Als mental starke Menschen reagieren wir auf unvorgesehene Ereignisse mit einem sogenannten Plan “B“. Das heißt, wir weichen auch mal Hindernissen aus; behalten jedoch unser Ziel dennoch im Auge.

Sich eine genaue Vorstellung davon zu machen, wie man arbeiten und leben möchte, ist eine wichtige Voraussetzung für innere Stärke. Nur wenn wir wissen, was wir erreichen wollen, können wir mögliche Schwierigkeiten abschätzen. Das versetzt uns zusätzlich in die Lage, frühzeitig zu erkennen, wenn sich die Dinge ungünstig entwickeln. Somit können wir vorbeugende Maßnahmen ergreifen oder rechtzeitig Alternativen für uns zu planen. Das macht Rückschläge kalkulierbar. Und manchmal erwächst daraus die Notwendigkeit, sich von alten Wegen zu verabschieden.


Denn Leben bedeutet, dass wir immer wieder Steine in den Weg gelegt bekommen.

Kerstin Orben
Wir können Sie als „Prüfsteine“ des Lebens anerkennen. Wir haben es stets in der Hand, ob wir einen großen Schritt über sie machen, sie beiseite räumen oder einfach nur um die Hindernisse herumlaufen. So sehen wir, ob wir an diesen wachsen.


Bleiben Sie neugierig darauf, die Gründe für ihre Rückschläge herauszufinden. Das gibt ihnen zusätzlich die Chance, mögliche Blockaden und Ängste zu entlarven.


Ihre Zukunft beginnt jetzt.

Infos:
mailto: post@conceptplus.de

home: http://www.conceptplus.de/



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Sonntag, 20. Februar 2011

57 »Ist Dr. Cabreras Sammlung in Gefahr?«

Teil 57 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

In der heutigen Folge meiner Serie »Monstermauern, Mumien und Mysterien« kehre ich zu einer geheimnisvollen archäologischen Sammlung zurück, die seit vielen Jahren heiß diskutiert wird. Ich war der erste Sachbuchautor, der die lange Zeit verheimlichten Artefakte in Wort und Bild dargestellt hat. Meine Befürchtung: Die Sammlung von Prof. Javier Cabrera Darquea verschwindet in der Versenkung, bevor sie ernsthaft wissenschaftlich untersucht werden kann ...

Prof. Cabrera Darquea und
Autor Langbein. Foto: Ingeborg Diekmann
Wer die großen Mysterien unseres Planeten erforschen will, muss einen langen Atem haben. Wer intensiv sucht, stößt immer wieder auf geheimnisvolle Spuren. Schon in den Siebziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts trafen bei mir Informationen ein: über ein Museum mit angeblich monströsen Objekten. Ein Dr. Javier Cabrera Darquea habe die sensationellen Funde zu einem umstrittenen Museum zusammengetragen. Je intensiver ich recherchierte, desto spannender wurde die mysteriöse Story. So besitze Dr. Javier Cabrera Darquea nicht eine, sondern zwei Sammlungen. Nur eine sei für die Besucher seines Museums zugänglich. Die zweite, geheime Sammlung bekämen nur die engsten Vertrauten des Professors zu sehen.

Im Herbst 1992 unternahm ich meinen ersten Versuch, Prof. Cabreras Sammlungen vor Ort in Augenschein zu nehmen. Mit drei Freunden sprach ich in Ica, Peru, vor. Zu unserer großen Enttäuschung war aber Prof. Cabrera just zu dieser Zeit.... in Europa unterwegs, um Vorträge über sein Museum zu halten. Prof. Cabreras Bruder bestätigte mir aber die Existenz der zweiten, geheimen Sammlung.

Zwei Jahre später erschien das Buch »Die Steine von Ica« von Cornelia Petratu und Bernard Roidinger (1). Ausführlich wird da die »offizielle« Sammlung Cabreras beschrieben: die geradezu gigantische Menge von gravierten Steinen. Ich las Seite für Seite... von der geheimen zweiten Sammlung keine Spur. Erst im Nachwort gehen Petrartu und Roidinger auf eben diese besonders mysteriöse zweite Sammlung ein. Zum Abschluss gestattete Prof. Cabrera den beiden Buchautoren, so berichten sie im Nachwort (2), einen Blick in die »geheimen Kammern«.

Die Operateure in Ton. Mein erstes
Foto aus der Geheimsammlung!
Foto: Walter-Jörg Langbein
Was da von Dr. Cabrera der Öffentlichkeit vorenthalten werde, »alle Grenzen rationaler Vorstellungskraft«. Es sei »erschütternd«, was dort von Prof. Cabrera aufbewahrt werde. Was aber war es? 1994 war es dann endlich so weit: Ich erhielt Zugang zur »Geheimsammlung« Prof. Cabreras. Als erster Buchautor überhaupt wurde es mir gestattet, über die mysteriöse zweite Sammlung zu schreiben... Fotos davon zu veröffentlichen: in meinem Buch »Bevor die Sintflut kam« (3).

Ich erinnere mich an meinen ersten Besuch in jenem korridorartigen Raum. Die Luft war staubtrocken. Einige nackte Glühbirnen spendeten nur spärliches Licht. Meine Taschenlampe ließ ihren Lichtkegel wandern. Rechts und links von mir türmten sich Regale vom Boden bis zur Decke. Sie wirkten wenig vertrauenserweckend, schienen die Last der Tonfiguren kaum tragen zu können. Wie lang dieser Korridor war ... ich weiß es nicht.

Hunderte, nein Tausende Tonfiguren verstaubten in den Regalen... plastische Darstellungen, die durchaus einen Horrorfilm bereichern könnten. Ich schrieb in meinem Buch »Bevor die Sintflut kam« (4): »Die Exponate in der geheimen archäologischen Sammlung, sie lassen mich schaudern. Inzwischen sind wissenschaftliche Untersuchungen geplant, die das Alter der Artefakte des Grauens ermitteln sollen. Und wenn ich ehrlich bin, dann muss ich zugeben: Ich hoffe von ganzem Herzen, dass diese entsetzlichen Tonfiguren gefälscht sind ... Ich wäre froh, wenn ich vermelden könnte, dass die Artefakte unecht sind. Albträume gibt es schon genug.«

Arzt oder skrupelloser Wissenschaftler?
Foto: W.-J.Langbein
Immer wieder wiederholen sich da ganz ähnliche Szenen. Da liegt eine Gestalt ausgestreckt auf einer Art Operationstisch. Manchmal steht eine weitere Gestalt dabei, manchmal sind es zwei seltsame Wesen. Die liegende Gestalt wird immer operiert. Ihr Leib wird aufgeschnitten. Die Operationsszenen stellen verschiedene Stadien medizinischer Eingriffe dar. Hier setzt ein »Chirurg« gerade das Messer an. Dort haben zwei Chirurgen bereits den Leib ihres »Patienten« geöffnet. Dort wird dem Liegenden ein Organ aus dem Körper genommen. Was geschieht da? Sind da »Ärzte« am Werk, die Kranken helfen? Mich erinnern die plastisch in Ton dargestellten Szenen mehr an Wissenschaftler, die nicht heilen, sondern sezieren. Mir scheint, dass den Liegenden nicht geholfen wird. Sie kommen mir mehr wie hilflose Opfer vor, die als »Material« für wissenschaftliche Experimente missbraucht werden!
Wie viele Figürchen mag es geben? Es sind wohl nicht nur Hunderte, sondern Tausende. Und wie mir Prof. Javier Cabrera Darquea bei verschiedenen Besuchen immer wieder versichert hat, gibt es in einem unterirdischen Tunnelsystem schätzungsweise 100 000 dieser Objekte. Prof. Javier Cabrera Darquea hat immer wieder seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass einmal ein großes Museum gebaut wird. Ein solides, wohl temperiertes Haus solle den unüberschaubaren Mengen an Figuren eine sichere Heimat bieten. Doch ein solches Museum ist bis heute nicht einmal geplant. Ich bin pessimistisch: Ich glaube nicht, dass je ein solches Museum entstehen wird.

Professor Dr. Javier Cabrera Darquea (geboren1924) verstarb im Jahre 2001. Damals verlor die gewaltige Sammlung Cabreras ihren wichtigsten Fürsprecher, der es als seine Lebensaufgabe ansah, seinen Museumsstücken ein großes Museum zu schaffen.

Schreckliche Museumsstücke... Foto: W.-J.Langbein
Am 15. August 2007 wurde Peru von einem gewaltigen Erdbeben heimgesucht. Besonders stark betroffen war auch die Region von Ica. Wie viele Menschen starben, das ist bis heute unbekannt. Die Toten unter den Ärmsten der Armen, die in primitiven Hütten hausten, oftmals illegal... niemand kennt ihre genaue Zahl.

Stark in Mitleidenschaft bezogen war auch das Museum Cabreras! In der öffentlich zugänglichen Sammlung stürzten gewaltige gravierte Steine von den Regalen und zerbarsten. Manche wurden vollkommen zerstört, andere wurden nur leicht beschädigt. Und was geschah mit den leicht zerbrechlichen Figürchen in der »Geheimkammer«? Wie viele dieser fragilen Ausstellungsstücke wurden vernichtet?

Aus Gesprächen mit »Experten« weiß ich, dass es so mancher Hüter der archäologischen Wahrheiten gerne sehen würden, wenn Cabreras Sammlung verschwinden würde und erst gar nicht wirklich gründlich untersucht werden müsste!

Fußnoten:
(1) Petratu, Cornelia und Roidinger, Bernard: »Die Steine von Ica/ Protokoll einer anderen Menschenheit«, Essen, München 1994

(2) ebenda, S. 263/ 264


(4) ebenda, S. 320


»Steht Cabreras Museum vor dem Aus?«,
Teil 58 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 27.02.2011

Samstag, 19. Februar 2011

Samstagsrezension: Helga König: Denken mit Kant

2009 habe ich dieses Buch das erste Mal  rezensiert. Aus gegebenem Anlass (Versuch der Vernichtung der Existenz eines   Buchautors) möchte ich es heute  abermals  thematisieren, allerdings nur einen Gedanken Kants hervorheben.

Als der Philosoph Immanuel Kant das vierzigste Lebensjahr erreichte, stellte er fest, dass man von da an einen Charakter erwirbt und dieser auf Maximen (Grundsätze) konstituiert ist. Maximen sind für ihn Grundregeln des Verhaltens und Denkens und Ausdrucksformen vernünftigen Handelns. Der Charakter ist nach Kant Ausdrucksform des Willens und um den guten Willen geht es Kant in vielen seiner Schriften.

Zu Kants Werken zählen "Kritik der reinen Vernunft", " Kritik der praktischen Vernunft", " Kritik der Urteilskraft " aber auch von sein philosophischer Entwurf " Zum ewigen Frieden ", in dem er eine friedliche Weltordnung im Auge hat und sich damit gedanklich abhebt von dem, was die politischen Entscheider seiner Zeit vorexerzierten.

Der Philosoph schrieb sich mit Schiller und es gab eine intellektuelle Verbindung zu Fichte, der dem großen Ostpreußen viel zu verdanken hatte, allerdings aufgrund kritischer Anmerkungen dessen Zorn hervorrief.

Kant war ein Ausnahme-Mensch, eine Person mit großem ethischen Wollen, dem wir vieles, im besonderen die Erkenntnis des kategorischen Imperativs zu verdanken haben. Der kategorische Imperativ lautet:

" Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne ".

Als der bedeutende Denker vor zweihundert Jahren am 12.2.1804 mit den Worten " es ist gut " verstarb, hat er der Nachwelt mit seinen Ideen den Schlüssel in die Hand gegeben zu einem wirklichen Paradies auf Erden!

"Denken mit Immanuel Kant" befasst sich gedanklich mit dem Sinn des Lebens.

Das Büchlein ist untergliedert in die Kapitel: "Deine Kraft", "Deine Grenze" , "Deine Aufgabe", "Deine Erfüllung , "Schönheit und Kunst" , "Frauen und Liebe " und " Weisheit des Lebens ".

Ein Vorwort von Wolfgang Kraus und ein mehrseitiger Text am Ende des Buches von Otto A. Böhmer mit der Überschrift: "Es ist niemals zu spät, vernünftig zu werden. Das Leben des Immanuel Kant " machen es einfacher die philosophischen Gedanken Kants einzuordnen und zu verstehen.

Vorstellen möchte ich heute nur den berühmtesten Satz Kants::

" Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne ".

Diesen Satz sollte jeder, auch diejenigen, die im Internet Tag  und Nacht mit Tarnkappe unterwegs sind und  geschützt durch diese, anderen das Leben erschweren, sich wirklich zu eigen machen. Die Fragen, die sich stellen,  sind: Möchte ich, dass andere mit mir so umgehen, wie ich mit Ihnen?  Was wäre, wenn alle so handeln, wie ich selbst? Was treibt mich dazu an, immer nur  nach Haaren in der Suppe zu suchen? Lenke ich durch dieses beflissene Tun von meiner inneren Leere ab ? Wieso spiele ich den Heckenschützen? Was gibt es mir langfristig, wenn ich aus Spaß am Vernichten einem Autor verbal den Todesstoß versetze, mich an meinen verletztenden Worten ergötze und es genieße, wie diese Worte einem Autor schlaflose Nächte bereiten? Bringt es Genugtuung oder Freude?  Möchte ich, dass man mit mir auch so schäbig umgeht?  Und wenn ich es nicht möchte, wieso tue ich es anderen an? Weil ich seelisch krank bin? Weil ich böse bin oder böse sein möchte?  Was ist reizvoll daran, böse zu sein?

Das sind die Fragen, die sich jeder stellen sollte, der andere mit seiner Destruktion im Netz behelligt. Wohlgemerkt, es geht nicht um konstruktive Kritik, sondern um den gezielten Versuch Autoren zu vernichten.

Ich beobachte seit langem, wie man im Netz auf unterschiedlichen Plattformen mit Autoren umgeht, wie junge Autoren in die Schreibblokade getrieben werden, Bücher, die verrissen werden, nicht des Inhaltes wegen zerfleddert werden, sondern, weil man sich durch den Verriss selbst erhöhen möchte in der Clique, in der man dererlei zum Lebensziel erhoben hat. Kleingeister spüren die Macht, die sie haben, wenn sie wie  der Plebs in römischen Arenen den Daumen hoch und runter bewegen können und weiden sich an dieser Macht.  Haben  diese Kleingeister  sich jemals klar gemacht, wie viel Herzblut in einem Buch steckt, wie viel Arbeit und Ringen mit sich selbst, wie viel Verzicht,  wie viel Angst, wie viel Sorge?

Kein Mensch kann sich einen guten Namen dadurch schaffen, indem er  die Arbeit des anderen schlecht redet.  Viele glauben dies, aber sie irren sich. Wer Bücher liebt und Bildung fördern möchte, versucht andere nicht vom Lesen abzuhalten, sondern sie zu motivieren.

Kant sagt: "Die größte Gefahr für den Menschen in ihrem Verkehr untereinander ist die: anderen Unrecht zu tun."( Zitat: S. 85).

Bevor man selbstgefällig den Stab über das Werk eines anderen bricht, sollte man lange  und intensiv darüber nachdenken. Was bewegt mich zu einem Verriss?  Will ich mich an meinem boshaften Worten weiden? Will ich mich selbst erhöhen? Worum geht es mir bei meinen Tun?  Ist es nicht sinnvoller, Bücher, die uns bedenklich erscheinen, zur Seite zu legen und stattdessen  für das Lesen eines Buches, das uns gefällt, zu werben? 

Nicht jeder schreibt wie Thomas Mann. Doch sind deswegen alle anderen zu verdammen?


Empfehlenswert.








Freitag, 18. Februar 2011

Freitagskolumne: Gedanken zur Umfrage »Zukunft durch Bildung«

Ursula Prem
Kürzlich ist eine neue Umfrage an den Start gebracht worden: »Die große Bildungsumfrage – Zukunft durch Bildung: Deutschland will’s wissen!« Initiiert wurde sie von Roland Berger Strategy Consultants, der BILD-Zeitung, der türkischen Tageszeitung Hürriyet sowie der Bertelsmann-Stiftung. Eine gute Initiative, wenn sie dazu führt, eine flächendeckende Diskussion in Gang zu setzen. In die Tiefe zu graben, zu den Wurzeln des Problems, dazu dürfte sie allerdings weniger geeignet sein, da die vorgegebenen Antworten doch ziemlich standardisiert daherkommen und außer zweier Textfelder ganz am Ende der Befragung keinen Raum für abweichende Gedanken lassen.

Nach einigen allgemeinen Fragen zur Person forscht die Umfrage zunächst nach der persönlichen Einstellung zum Thema Bildung. So fragt sie beispielsweise, warum man Bildung für wichtig halte und bietet fünf Antwortmöglichkeiten zur Auswahl an: a) Damit man beruflich erfolgreich ist, b) Damit es einem besser geht als den Eltern, c) Damit man sozial akzeptiert wird, d) Damit man möglichst gut verdient und e) Damit man persönlich zufrieden ist. Wem dies alles zu einseitig ist, hat noch die Möglichkeit, die Option e) Anderer Grund anzuklicken, ohne dies jedoch näher ausführen zu können.

Aufgefallen sind mir persönlich allerdings ein paar gefährlichere Fragen, deren Ergebnisse Politiker dazu nutzen könnten, wieder einmal die Steuern zu erhöhen oder Wahlfreiheiten weiter einzuschränken, und das dann auch noch unter Berufung auf das Umfrageergebnis. Wo ist da Platz für die Erkenntnis, dass gute Bildung nicht nur vom Geld abhängt, sondern eher von der unverdorbenen Neugier der Schüler und dem Geist der sie vermittelnden Lehrer?

Eine spätere Frage beschäftigt sich mit dem Problem, ab wann Kinder von der Grundschule auf verschiedene weiterführende Schulformen abzweigen sollten. Diese Frage impliziert, dass das System des jahrgangsbezogenen, festgezimmerten Klassenverbundsystems in Stein gemeißelt ist. Leider wird die Option eines kursbezogenen Unterrichts, in dem je nach Leistungsstand des Schülers Fächer schneller oder langsamer erledigt werden können, nicht einmal in Erwägung gezogen.

Kleines Einmaleins
mühelos lernen
Den Vogel ab schießt die Frage, wer darüber entscheiden sollte, ob ein Kind auf das Gymnasium oder auf eine andere Schule gehen soll. Zur Auswahl stehen a) Eltern, b) Lehrer, c) Eltern und Lehrer gemeinsam bzw. d) Der Notendurchschnitt. Leider wurde unter all diesen Optionen die wichtigste Person vergessen: das von der Entscheidung betroffene Kind. Natürlich können Kinder sich noch nicht wirklich vorstellen, was sie in den unterschiedlichen Schulformen erwartet. Es ihnen aber genau zu erklären, sie eventuell in die eine oder andere Schule hineinschnuppern und dann mit entscheiden zu lassen, scheint nach wie vor nicht vorgesehen zu sein.

Für mich leichter zu beantworten war da schon die Frage: »Auf welche Schule würden Sie Ihr Kind am liebsten schicken?« Meine Lieblingsantwort: Auf eine Schule, in der es als Person wahrgenommen wird, nicht nur als auf Linie zu trimmender Leistungsträger!, die war leider nicht vorgesehen. Zur Auswahl standen aber: a) Auf eine Halbtagsschule, b) Auf eine Ganztagsschule, in der ein freiwilliges Nachmittags-Programm angeboten wird oder c) Auf eine Ganztagsschule, in der sich für alle verbindlich den ganzen Tag über Unterricht, Ruhe- und Freizeitphasen abwechseln. Für mich persönlich ganz klar: Antwort a). Da ich dem in die Tiefe gehenden Reformwillen unseres Bildungssystems zutiefst misstraue, halte ich die Halbtagsschule für vollkommen ausreichend. Der Nachmittag dient dann dem regelmäßigen Frustabbau in den heimischen vier Wänden.

Mein Fazit: Diese Umfrage hat ihre Lücken, was angesichts der Schwierigkeit, Millionen verschiedener Auffassungen zu einem halbwegs tragfähigen Konsens zu bringen, auch kein Wunder ist. Mitzumachen lohnt sich trotzdem, um die Diskussion endlich mal richtig in Gang zu bringen. Zum anderen spiegelt das leichte Gefühl von Zwang, das manche Menschen vielleicht bei der Wahl zwischen den vorgegebenen Antworten verspüren werden, sehr gut wider, woran das Schulsystem eigentlich krankt: Nämlich daran, dass wir inzwischen der Multiple-Choice-Persönlichkeit den gesellschaftlichen Vorzug vor kreativen Querdenkern geben.

Ihre

Ursula Prem

Jetzt mitmachen:
Ihre Stimme zählt bei Deutschlands grosser Bürgerbefragung

P.S.: Hatten Sie bei der Bearbeitung der Umfrage auch an manchen Stellen ein gewisses Unbehagen? Oder sehen Sie im Gegenteil die Problematik umfassend widergespiegelt? Dann hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar! Ich freue mich auf eine anregende Diskussion ...

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Mittwoch, 16. Februar 2011

Anka Kampka / Kerstin Orben: Was haben Nelson Mandela und Resilienz gemeinsam? Netzwerkorientierung

Menschen wie Nelson Mandela bewundern wir für Ihre Einzigartigkeit. Häufig nehmen wir sie als Einzelkämpfer war und halten sie für eine Art Superman, die eigenständig und allein alles erreichen, was sie anstreben.

Bei genauer Betrachtung jedoch stellen wir fest, dass Erfolgsmenschen bei der Verfolgung ihrer Visionen sich immer wieder auf Mitstreiter und Vertraute stützen. So auch Nelson Mandela. Sie sprachen ihm Mut zu und standen ihm in schwierigen Zeiten bei. Dadurch wurde er gestärkt, die Jahre im Gefängnis als auch als Staatoberhaupt zu überstehen. Er war weniger Angreifbar.

Ohne die Unterstützung unserer engen Freunde und die Geborgenheit der Familie kann es sehr schnell kalt und einsam werden. Dabei kommt es nicht darauf an, einen möglichst großen Freundeskreis um uns zu scharen. Der Austausch mit Menschen, die uns nahe stehen, sich mit vertrauten Menschen zu beraten, stützt unsere innere Stärke.

Selbstverständlich sind Freunde dazu da, mit ihnen gemeinsam das Leben zu genießen. Allerdings sollten wir uns auch trauen, sie in kritischen Zeiten um Hilfe zu bitten und uns bei ihnen Trost und Beistand holen.




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Sonntag, 13. Februar 2011

56 »Eine Spurensuche«

Teil 56 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Fratzen aus einer anderen Welt - Foto: W.J.Langbein
Fremdartige Gesichter starren mich an. Ihre schräg stehenden Augen wirken exotisch. Diese Wesen passen so gar nicht nach Südamerika. Ich wende mich an meinen aufmerksamen Begleiter. »Sie müssen gewiss Bruder Superior fragen, ob dieses Kunstwerk aus der Sammlung von Pater Crespi stammt?« Ärgerlich antwortet mein Aufpasser in gebrochenem Englisch: »Natürlich nicht. Ich weiß, dass diese gravierte Folie aus dem Besitz von Pater Crespi stammt!« Ich hake nach: »Und woher hatte Pater Crespi diese Kunstwerke? Sicher dürfen Sie nicht ohne Rücksprache mit Bruder Superior antworten!« Eine Rücksprache mit dem Oberhaupt des Klosters sei nicht erforderlich.

Pater Crespi habe unzählige Geschenke von dankbaren Indios erhalten. Und die hätten sie aus einem unterirdischen Tunnelsystem geholt. Über derartige unterirdische Anlagen hat Erich von Däniken in »Aussaat und Kosmos« (1) berichtet. Er hat über unglaubliche Schätze geschrieben, die in einem gewaltigen Tunnelkomplex zu finden seien... von einem seltsamen Tisch mit Stühlen aus undefinierbarem Material, von einem kuriosen »zoologischen Garten der Verrücktheiten« (2): »Hinter den Stühlen stehen Tiere; Saurier, Elefanten, Löwen, Krokodile, Jaguare, Kamele, Bären, Affen, Bisons, Wölfe – kriechen Echsen, Schnecken, Krebse. Wie in Formen gegossen, reihen sie sich zwanglos und freundlich nebeneinander.«

Plunder oder kostbares Artefakt aus
Crespis Sammlung? Foto W.J.Langbein
Unweit dieses kuriosen Zoos, so Erich von Däniken (3) »steht die Bibliothek aus Metallplatten, teils millimeterdünne Metallfolien«. Einer Schätzung nach soll es »einige Tausend« von diesen Metallplatten geben. Stammen Crespis gravierte Bleche aus dieser mysteriösen »Bibliothek«? Mir scheint, dass mein Aufpasser ob seiner Mitteilungsbereitschaft selbst erschrocken ist. Von nun an schweigt er beharrlich.

Besaß Carlo Crespi Objekte aus einem geheimnisvollen Tunnelsystem, das von einer unbekannten Kultur in grauer Vorzeit angelegt wurde? Und was ist aus der Sammlung Crespis geworden? Meine Reisegefährten und ich wurden immer wieder vertröstet. Mal war Bruder Superior in einer Besprechung, dann zu Tisch und schließlich unterwegs zu einem wichtigen Treffen. Eine Audienz beim Klostervorsteher wird uns nicht gewährt... So bleibt nur die Erinnerung an Metallplatten aus Crespis mysteriöser Sammlung, die bei Reparaturen von Treppenstufen, Fußböden und Wänden eingesetzt wurden....

Metallplatte, heimlich im Crespikloster
fotographiert -  Foto W.J. Langbein
Mehr Glück hatten Reinhard Habeck und Klaus Dona. Sie erfuhren im Frühjahr 2000, dass sich einige der mysteriösen Metallplatten nach wie vor im Salesianer-Kloster befanden: zunächst auf dem Dachboden, dann wurden sie - wegen Umbauarbeiten – in »für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Depots« geschafft. Gekauft hat die »Banco Central« nur archäologisch wertvolle Objekte aus Ton und Stein... warm nicht auch die von Erich von Däniken beschriebenen Metallplatten? Das bedauert der Chefrestaurator José Maldonado sehr. Man habe die Metallbleche in Bausch und Bogen als ohne historische Bedeutung abgetan, dabei könnten sich doch, wie der anerkannte Experte leider zu spät feststellte (3) »unter den zweifelhaften Stücken durchaus ebenso authentische Exponate befinden. Außerdem hätte Maldonado die Restbestände gern in einer Sammlung zusammengefügt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.«

Wo mag sich dieses Artefakt
heute befinden? Foto: W.J.Langbein
Bis heute hat José Maldonado keine Crespi-Gesamtausstellung organisieren können. Klaus Dona und Reinhard Habeck indes gelang das scheinbar Unmögliche. Sie erhielten einige der Crespi-Metallplatten.... und durften sie 2001 auf der vielbeachteten Ausstellung »Unsolved Mysteries« zeigen. Waren es echte Objekte rätselhaften Ursprungs aus uralten Zeiten? Stammten sie aus dem mysteriösen unterirdischen Tunnelsystem, über das Erich von Däniken die Weltöffentlichkeit informiert hat? Niemand vermag dies zu sagen.

Schon 1992 war ich auf Spurensuche in Cuenca, Ecuador. Auch in Kreisen von Wissenschaftlern kursieren Berichte über das gigantische unterirdische Tunnelsystem. Von eindeutig künstlich geschaffenen Tunneln ist die Rede, von erstaunlichen Steinbearbeitungen und seltsamen Artefakten. Von Militärs ist die Rede, die sich Metallplatten aus der Unterwelt eingeeignet haben sollen. Gerüchte über Gerüchte kursieren. Die Grenze zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmt....

1972 wurde Erich von Däniken wegen seiner Angaben zum unterirdischen Tunnelsystem von Ecuador heftig, zum Teil in beleidigender Form, angegriffen. Inzwischen wurde er vom schottischen Forscher Stanley Hall bestätigt. Stan Hall lässt keinen Zweifel mehr aufkommen: Das Tunnelsystem mit seinen Schätzen gibt es wirklich, die Metallbibliothek gibt es wirklich. Stanley Hall machte sogar publik, wo sich der Eingang zur Unterwelt in Ecuador befindet: 77 Grad 47 Minuten 34 Sekunden West und 1 Grad 56 Minuten 00 Sekunden Süd.

Doch Vorsicht ist geboten! Neugier kann tödlich sein! Petronio Jaramillo war im unterirdischen Tunnelsystem. Er hat die Metallbibliothek gesehen und beschrieben (5). Sie umfasse »abertausende von Seiten«, jedes Metallblatt sei etwa 40 mal 20 Zentimeter groß. Jaramillo wurde im Mai 1998 vor seinem Haus in Esmeraldas ermordet.


Werden die Crespi-Platten je wissenschaftlich
untersucht werden? - Foto: W.J.Langbein
Weltweit gibt es unzählige Museen, in denen Artefakte aus der Vergangenheit der Menschheit gezeigt werden. Sie belegen die bewundernswerte Arbeit unzähliger Wissenschaftler, die mit Fleiß und gewaltigem Aufwand die Geschichte der Menschheit zu ergründen versuchten. Man kann diesen Gelehrten nur höchste Anerkennung zollen. Sie haben unzählige Fragen beantwortet... Aber ist es nicht verwunderlich, dass die offizielle Schulwissenschaft stets nur Objekte zur Schau stellt, die das traditionelle Weltbild bestätigen.

Objekte, die Zweifel an der anerkannten Geschichtsschreibung aufkommen lassen, finden keinen Platz in den Museen dieser Welt. Warum nicht? Weil keine solchen Objekte existieren, die wirklich echt sind? Mich beschleicht ein ungutes Gefühl! Archäologische Artefakte, die unser Weltbild in Frage stellen könnten, werden von der Wissenschaft sehr stiefmütterlich behandelt. Sie haben kaum eine echte Chance, in den Vitrinen von Museen ausgestellt zu werden. Beißt sich da die Schlange in den eigenen Schwanz? Nur »echte« Funde finden Anerkennung. Sie zementieren das Weltbild der Schulwissenschaft. Was Zweifel an diesem Weltbild aufkommen lassen könnte, wird vorschnell als nicht echt eingestuft. Weil nur echt sein kann, was echt sein darf... werden unbequeme Fragen erst gar nicht gestellt.... zumindest nicht offiziell!

»Die brisante Story um die Metallbibliothek beginnt erst.« schreibt Erich von Däniken in seinem Werk »Falsch informiert!« Schonungslos legt er offen, wie die Öffentlichkeit in Sachen Crespi hinter’s Licht geführt wurde. Werden wir die Wahrheit je erfahren?

Fußnoten
(1) Däniken, Erich von: »Aussaat und Kosmos«, Düsseldorf 1972, S. 12 ff.
(2) ebenda, Seite 17
(3) Dona, Klaus und Habeck, Reinhard: »Im Labyrinth des Unerklärlichen. Rätselhafte Funde der Menschheitsgeschichte«, Rottenburg 2004, S. 97
(4) Hall, Stan: »Tayos Gold: Neue Beweise für die Metallbibliothek und ihre Herkunft aus Atlantis«, Rottenburg 2008, die Originalausgabe erschien bereits 2005
(5) ebenda, Kapitel 20
(6) Däniken, Erich von: »Falsch informiert!«, Rottenburg 2007, S. 175

Literaturempfehlungen

Die in den Fußnoten angeführten Werke von Däniken, Dona und Habeck, sowie von Stan Hall bieten eine Fülle von weiterführendem Material zur spannenden Thematik »Crespi Sammlung«. Wer sich noch intensiver über die Hintergründe informieren möchte, möge diese Bücher studieren!

Ist Dr. Cabreras Sammlung in Gefahr?,
Teil 57 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 20.02.2011


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Samstag, 12. Februar 2011

Rezension: Heaven´s Face- Doris Dogan

Die Autorin dieses Buches, Doris Dogan, hat nach dem Abitur Sprachen studiert und weitere Studien in den Bereichen Kommunikation, Konfliktmanagement sowie Kinesiologie unternommen und arbeitet heute, nach 20 jähriger Berufstätigkeit in diversen Großkonzernen,  als selbstständige Beraterin im Bereich Change Management, als Wirtschaftsmediatorin und Soft Skill Managerin.

Diese beruflichen Eckdaten führe ich bewusst an, weil ich damit zeigen möchte, dass dieses Buch keineswegs von einem intellektlosen "Muttertier" verfasst worden ist, sondern von einer gut ausgebildeten Frau, die bei aller Intellektualität nicht aufgehört hat, ein empfindsamer Mensch zu sein und als solcher, seine Erfahrungen aufgrund von Fehlgeburten und auch einer schwierigen, gottlob dann geglückten Schwangerschaft, den Lesern mitteilt. Dass der Verlust ihrer totgeborenen Kinder für sie schmerzhaft war und sie bis heute emotional belastet, ist ein Thema ihres Buches.

Da ich selbst keine Kinder habe, war es für mich teilweise emotional nur schwer nachzuvollziehen, welche Ängste und Risiken Doris Dogan immer wieder freiwillig in Kauf genommen hat, um doch schließlich Mutter werden zu können. Wieso möchte eine Frau so hartnäckig ein eigenes Kind haben, wenn die körperlichen Voraussetzungen es eigentlich nicht zulassen? Warum ist Verzicht nicht möglich und weshalb adoptiert sie stattdessen nicht ein Waisenkind? Kann man diesem nicht ebenso seine Liebe schenken?  Ist der Mutterwunsch bei den meisten Frauen so tief verankert, dass sie selbst ein hohes eigenes Gesundheitsrisiko in Kauf nehmen, um sich diesen Wunsch zu erfüllen?

Wie reagiert das Umfeld, wenn Frauen Fehlgeburten haben? Ahnen unbedarfte Mitmenschen, in welches depressive Loch diese Frauen fallen, für deren Trauer man in unserer Welt nur bedingt Verständnis hat? Was bedeutet es für eine Frau, mit einer komplizierten Schwangerschaft belastet zu sein? Wie reagieren Männer auf all diese Probleme? Über dieses und anderes mehr schreibt Doris Dogan und lässt mich ein wenig ratlos zurück.

Das Buch ist gut geschrieben und sicher vielen Paaren, die sich in einer analogen Situation befinden, eine mentale Hilfe. Ich selbst bin  ein wenig verwirrt  im Hinblick auf das unbedingte Wollen, dennoch respektiere ich dieses Wollen und den Mut, den Dogan aufgebracht hat, sich ihren Kinderwunsch bei allen Schwierigkeiten letztlich doch zu erfüllen. Ich maße mir diesbezüglich kein Urteil an, weil ich einfach nicht weiß, wie  tief verankert bei manchen Frauen der Wunsch wirklich ist, ein Kind im eigenen Bauch auszutragen. Mich erstaunt dies zugegebenermaßen  und es tut mir leid, dass solche Frauen so unsäglich leiden müssen, aufgrund ihrer genetischen Voraussetzungen.

Empfehlenswert.







Freitag, 11. Februar 2011

Freitagskolumne: Ist Geiz geil, oder ist Geil geil - Ja wie denn jetzt?

Ursula Prem
Dass Geiz geil ist, hat uns eine große Handelskette über sämtliche Kanäle ja kollektiv eingehämmert. Inzwischen haben sich mehrere Lager zu diesem Thema gebildet:

Die einen, die das unbesehen glauben und auch danach handeln. Andere, die von dem Spruch angewidert sind und die damit verbundenen Handlungsweisen meiden. Beide haben dann meinen Respekt, wenn sie auch die damit für sie persönlich verbundenen Nachteile akzeptieren. Wer behauptet: »Geiz ist geil«, und auch nicht meckert, dass so sein eigener Arbeitslohn sinkt, weil eben auch Arbeitgeber geil, äh: geizig sind, der vertritt eine konsequente Haltung. Wer das Gegenteil behauptet, freiwillig höhere Preise bezahlt und sich im Gegenzug auch seine eigene Arbeit entsprechend entlohnen lässt, der ist ebenfalls ein geradliniger Mensch. Doch so funktioniert das nicht, denn es gibt eine weitere Haltung, die weitaus häufiger vorkommt:

Fraktion drei findet Geiz immer dann geil, wenn das bedeutet, billig einzukaufen, besteht aber selbst auf einer möglichst hohen Entlohnung für eigene Arbeit. Ein von chinesischen Billigarbeitern zusammengetackerter Fernseher für 99 Euronen ist allemal in Ordnung, solange man selbst nur ordentlich verdient.

Völlig auf verlorenem Posten, zahlenmäßig eine absolute Rarität und deshalb in dieser Betrachtung zu vernachlässigen ist die vierte Gruppe: Menschen, die eher auf die ordentliche Bezahlung anderer sehen, als auf ihre eigene. Eine Haltung, die sie zielsicher in die Pleite führen wird, ihnen aber zumindest den Mehrwert verschafft, sich als guter Mensch fühlen zu dürfen.

Aufgrund meiner Kenntnisse über die menschliche Natur gehe ich selbstverständlich davon aus, dass die meisten Menschen zur Meinung Nummer drei neigen, da diese die Maximalvorteile auf sich vereint. Ein Angehöriger dieser Gruppe hat kein Problem damit, nach seiner Teilnahme an der gewerkschaftlichen Demo für höhere Löhne schnell noch beim Elektronikgroßhändler vorbeizuschauen, die 99-Euro-Glotze einzusacken und sich im Vorbeigehen darüber zu beschweren, dass die Bildschirmdiagonale eigentlich zu wünschen übrig lässt. Häufen sich solche Beschwerden, dann wird der Großhändler, der selbstverständlich auch der dritten Gruppe angehört, eine Mail nach China schicken: Größer müssen die Flimmerkisten sein. Und möglichst noch billiger. Woraufhin der chinesische Hersteller versuchen wird, die Löhne seiner Arbeiter noch ein wenig mehr zu drücken, damit die erhöhten Materialausgaben ausgeglichen werden. Eine Sache, über die unser gewerkschaftlich organisierter Fernsehzuschauer sich natürlich keine Gedanken macht, da das nicht seine Aufgabe ist. Hat sein zuständiger Gewerkschaftsvertreter ihm nicht immer geraten, sich nur um die Dinge zu kümmern, die ihn persönlich betreffen?

Unsere Gesellschaft baut auf Sklavenarbeit auf
Die Billig-T-Shirts, drei Stück für 5,99 €, wer hat sie gemacht? Denken wir darüber nach, wenn wir sie aus dem Grabbeltisch kurz vor der Kasse noch schnell in den Einkaufswagen werfen? Wer selbst mal versucht hat, ein T-Shirt zu nähen, fragt sich das schon eher. Zwei Stunden hat er herumgepfuscht, doch tragen kann man es allenfalls im Bett, nachts, wenn es im Schlafzimmer dunkel ist. Industrielle Fertigung. Automatisierung. Ja, das ist die Erklärung!, trösten wir uns schnell, um nicht über die Menschen nachdenken zu müssen, die 16 Stunden am Tag solche Kleidungsstücke zusammennähen. 5,99 €, und wir sind ein halbes Jahr lang mit Oberteilen versorgt. Wie lange müssen die Menschen, die das Zeug produzieren, arbeiten, um sich solch ein T-Shirt leisten zu können?

Produzieren die etwa in Kinderarbeit?, fragen wir uns entsetzt. Kein Erwachsener würde doch für solche Löhne arbeiten. Und überhaupt: Kinderarbeit ist eine Schweinerei! Solche Länder sollte man brandmarken, die das zulassen!, sagt man sich vielleicht. Selbst hat man schließlich dafür gesorgt, dass der Junior Abitur macht und studiert, ehe er mit 34 seine erste Stelle antritt. Alles in bester Ordnung also. Warum schaffen andere Länder das nicht?

Kinderarbeit ist wichtig, damit unsere Kinder bis 34 studieren können
Das stellt man fest, wenn man weiter über die Sache nachdenkt. Nur wenn Kinder fremder Länder unsere Grundbedürfnisse zu Billigstpreisen decken, können wir uns den Luxus leisten, unsere eigenen Kinder so lange Sozialpädagogik studieren zu lassen. Müssten wir als Nation selbst unsere Grundbedürfnisse decken, oder aber ordentliche Preise für deren Erfüllung bezahlen, dann wäre das schlicht nicht möglich. Oder, einfacher gesagt: Wir zehren noch heute von Deutschlands vergangenem Ruf aus der Wirtschaftswunderzeit. Dem Ruf eines Deutschlands, in dem es keine 34-jährigen Studenten gab.

Dass Geiz nicht wirklich geil ist, haben wir langsam irgendwie begriffen. Der Spruch ist tatsächlich inzwischen so negativ besetzt, dass die Firma ihn geändert hat: Nicht Geiz ist jetzt mehr geil, sondern Geil ist geil.
Eine Erkenntnis, der nichts hinzuzufügen ist. Und die wahrscheinlich wirklich eines derart langen Studiums bedurfte …

Mittwoch, 9. Februar 2011

Anka Kampka / Kerstin Orben: Was haben Nelson Mandela und Resilienz gemeinsam? Verantwortung übernehmen

Verantwortung übernehmen. Klingt das nicht einfach? Machen wir das nicht ohnehin jeden Tag? Verantwortung für unser eigenes Denken und Handeln zu übernehmen bedeutet auch, los zu lassen, Denkfallen zu vermeiden.

Nelson Mandela hat uns gezeigt, wie wichtig das ist: Verantwortung für seine Gedanken und Gefühle zu übernehmen führte ihn zur Freiheit. Er hat sich bewusst dafür entschieden, negative Gedanken zu kontrollieren. Das brachte ihm eine gewisse Distanz zu seiner aktuellen Situation und Hoffnung für die Zukunft. Er hat sich so gegen Hass entschieden und bewahrte sich seine optimistische Grundhaltung.

Darüber setzte er sich während seiner Präsidentschaft nicht nur dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, sondern auch für eine nationale Versöhnung. So sollten die einzelnen Gruppierungen ihre Fehler der Vergangenheit eingestehen, damit es Verständnis und Vergebung geben konnte.

Selbstverständlich können wir in Situationen geraten, die wir in keiner Weise selbst beeinflussen, steuern oder vermeiden können. Manchen Verlust, persönlich oder beruflich, noch irgendwelche Umweltkatastrophen suchen wir uns aus. Doch wir können entscheiden, wie sehr wir uns und unser Leben davon bestimmen lassen. Finden wir uns zu leicht mit schwierigen Situationen ab, besteht die Gefahr, dass wir diese wie auch weiterführende Entwicklungen nicht mehr hinterfragen.

Ist das der Fall, haben wir häufig Erklärungen zur Hand, wer oder warum Andere schuld sind an unserer Situation. Dabei besteht die Gefahr, dass wir mögliche eigene Anteile nicht wahr haben wollen. Gleichzeitig verlieren wir den Blick für Chancen der Veränderung. Nicht selten führt es dazu, dass wir uns in Hoffnungslosigkeit und Frustration ergeben. Dadurch verlieren wir unser Selbstvertrauen, machen wir uns abhängig von der Meinung und dem Tun Anderer. Im Schlimmsten Fall führt dies zur totalen Selbstaufgabe.

Eine hilfreiche Lösung ist es, die Situation mit Abstand zu betrachten. Das allein ist eine immense Herausforderung. Hierfür sind wir gefordert unsere Gedanken zu kontrollieren und bewusst auf unsere Zukunft auszurichten. Dabei können uns verschiedene Fragen unterstützen. Beispiele: Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Was könnte im besten Fall passieren? Was kann ich dann tun?

Schwierige Situationen begleiten uns immer mal wieder und lassen sich selten vermeiden. Allerdings haben wir die Chance zu entscheiden, wie wir damit umgehen wollen.



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Sonntag, 6. Februar 2011

55 »Eine traurige Entdeckung«

»Eine traurige Entdeckung«,
Teil 55 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Objekte aus Pater Crespis
Sammlung - Foto: W.J.Langbein
»Wir haben keine Gegenstände aus Pater Crespis Sammlung mehr im Hause!« beteuert Bruder Pförtner am Haupteingang des Salesianer Klosters von Cuenca in Ecuador. »Auch keine Metallplatten?« frage ich nach. Der Klosterbruder verbirgt nicht, wie qualvoll es für ihn ist, diese Fragen zu beantworten. Ich habe Verständnis. Sie wurden ihm gewiss schon sehr häufig gestellt. Dennoch frage ich weiter: »Wo befindet sich denn die Sammlung von Pater Crespi?« Tief seufzt der klerikale Pförtner auf. »Sie wurde komplett an die »Banco Central verkauft!«

Und doch wird es mir gelingen, im Kloster einige der geheimnisvollen Metallobjekte zu fotografieren. Nirgendwo wurden diese Fotos je publiziert. Hier im Blog zeige ich die Aufnahmen zum ersten Mal! Es sind Dokumente, die eine traurige Entdeckung belegen.... Sie bezeugen Artefakte, die mit Füßen getreten... und heute vielleicht für immer verschwunden sind!

Esteban Salazar, er betreut bei der »Banco Central« die »Crespi-Collection« schaltet sich ein. »Unsere Bank hat aber nur die Ton- und Steinobjekte erworben! Viele der Metallobjekte müssten sich noch in Ihrem Kloster befinden!« Bruder Pförtner verspricht, sich zu erkundigen. Wir mögen in einigen Stunden wiederkommen. Zusammen mit Willi Dünnenberger und zwei weiteren Reisegefährten schlendere ich über die »Gaspar Sangurima«- und die »General Torres«-Straße.

Aus Crespis Sammlung
Foto W.J.Langbein
Wir genießen den »Park Maria Auxiliadora«. Er bietet Erholung in einer staubigen, schmutzigen und lauten Stadt. Hier hat man Pater Crespi ein Denkmal errichtet. Es erinnert an den Archäologen und Geistlichen. Immer wieder legen Einheimische Blumen zu Füßen des Denkmals nieder. Auf diese Weise gedenken sie des Priesters, der einer der ihren war. Auf diese Weise bekunden sie ihm, zehn Jahren nach seinem Tod, immer noch ihre Dankbarkeit.

Zur verabredeten Zeit melden wir uns wieder an der Klosterpforte. Oh’ Wunder: Wir werden eingelassen! »Es könnte doch noch Metallplatten aus Crespis Sammlung geben... irgendwo im Kloster!« erklärt mir der Bruder Pförtner. »Ob wir vielleicht einige der Artefakte sehen dürfen?« Der Klosterbruder wiegelt ab. »Wenn sich noch so ein Gegenstand bei uns befindet... Dass muss Bruder Superior entscheiden.« Der würde über unsere Anfrage entscheiden. Das aber könne noch dauern.

Der Salesianer-Pförtner kann es nicht fassen: Da sind einige Deutsche aus dem fernen Europa angereist, nur um Pater Crespis doch angeblich so wertlose Sammlung zu inspizieren. Ich frage: »Warum hat Pater Crespi wertlosen Metallplunder und archäologische Artefakte aus Ton und Stein von immensem Wert gesammelt? Konnte er nicht zwischen archäologischen Kostbarkeiten und wertlosem Plunder unterscheiden? Bruder Superior werde meine Fragen beantworten, wenn er denn Zeit erübrigen kann.

Vom Verfasser entdeckt: Verschollen ge-
glaubte Artefakte aus der Crespi-Sammlung
Foto: W.-J.Langbein
Stunden des Wartens folgten. Im Klosterhof fällt mir eine Marienstatue auf. Es ist »die hilfreiche Mutter Gottes«, die dem Kloster den Namen gab. Drei Stockwerke sehe ich. Zahlreiche Fenster sind auszumachen. Eine morsche Holztreppe führt zu jedem dieser Stockwerke. Und plötzlich mache ich eine traurige Entdeckung..... überall erkenne ich Metallplatten – oft nur wenige Millimeter dünn – mit seltsamen Motiven. Es sind Artefakte aus der Sammlung Pater Crespis. Sie wurden von den Klosterbrüdern benutzt, um Ausbesserungen vorzunehmen, an Treppenstufen, Wänden, an Fußböden.

Auf Schritt und Tritt folgt mir ein junger Klosterbruder. Ich deute auf eines der Bleche. »Ist das aus Pater Crespis Sammlung?« Er nickt. Als ich meinen Fotoapparat zücke, herrscht mich der plötzlich nicht mehr stille Salesianer an: »Keine Fotos!« In den folgenden Stunden gehe ich im Klosterhof hin und her, stets überwacht von meinem Aufpasser. Und doch gelingt es mir, einige Fotos zu machen... ohne durch das Objektiv zu schauen, freihändig sozusagen.

Immer wieder gehe ich im Klosterhof auf und ab, steige die teilweise morschen Treppen empor.... gehe an vergitterten Fenstern vorbei....
Der Innenhof des Klosters - Foto: W.J.Langbein
Befinden sich hinter diesen Fenstern jene Schätze Crespis, die angeblich längst an die »Banco Central« verkauf worden sind... wo aber nur die Keramiken und Steinarbeiten ankamen? Ein Klosterbruder verrät mir, dass seit Dänikens »Aussaat und Kosmos« wahre Heerscharen von Reisenden auf den Spuren des Schweizers die Metalltafeln sehen wollten. Man habe sie mit dem Hinweis »Alles wurde an die Bank verkauft!« abgewimmelt. Der kleine Trick habe funktioniert! Verschmitzt lächelt der Mönch....

Werden hinter diesen Türen.. oder einigen davon Crespis Metallobjekte versteckt? Immer wenn ich mich ihnen nähere, verhindert mein Aufpasser geschickt, dass ich an eines der Fenster herantrete. Ein Hinweisschild an einer der Türen verweist auf den verstorbenen Pater Crespi... und seine Arbeit für die Ärmsten der Armen in Cuenca.

Hinweis auf Pater Crespi
Foto W.J.Langbein
In der Hoffnung, zumindest einige der Metalltafeln Crespis zu sehen zu bekommen, habe ich das Salesianer Kloster von Cuenca besucht. Erst wurde bestritten, dass sich noch metallene Artefakte im Kloster befinden... dann zugegeben. Zu sehen bekam ich nur Enttäuschendes. Eine traurige Entdeckung musste ich machen... Im Volk wird Pater Crespi fast wie ein Heiliger verehrt. In »seinem Kloster« aber tritt man seine rätselhafte Hinterlassenschaften im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen.

Esteban Salazar hat noch Hoffnung. Er will versuchen, eine »Sammlung Crespi« zu rekonstruieren und öffentlich zugänglich zu machen. Wird ihm das gelingen? Ich habe da meine Zweifel! Meine heimlich aufgenommenen Fotos entstanden 1992. Fast zwanzig Jahre später sind Crespis Artefakte, die mit Füßen getreten wurden, womöglich für immer verloren gegangen.

Man kann ein Buch lesen... und auf eine weite Reise geschickt werden. 1972 verschlang ich Erich von Dänikens dritten Weltbestseller »Aussaat und Kosmos«. 20 Jahre später war ich in Ecuador unterwegs... auf den Spuren der mysteriösen Sammlung von Pater Crespi. Zehn Jahre nach dem Tod des beliebten Geistlichen drohen von Pater Crespi gesammelte Metallobjekte für immer zu verschwinden. Warum missachtet man im Salesianer Kloster das Erbe des beliebten Crespi so sehr?

Artefakte aus Crespis Sammlung
werden mit Füßen getreten
Foto W.J.Langbein
Sind sie tatsächlich nur wertloser Plunder? Oder sind es Teile eines wertvollen Schatzes, der bis heute nicht gefunden wurde? Erich von Däniken hat auf diesen Schatz in einem gigantischen Höhlensystem hingewiesen: Spinnerei oder Wahrheit? Ich habe recherchiert.. Ich habe mich auf Spurensuche begeben.... und bin fündig geworden!

In Ecuador wartet der vielleicht größte archäologische Schatz auf seine Entdeckung. Bislang hat sich niemand wirklich auf die Suche gemacht. Fürchtet man in der etablierten Welt der Wissenschaft unliebsame Erkenntnisse? In einer Woche geht es weiter: in diesem Blog!

Copyright alle Bilder: Walter-Jörg Langbein




»Eine Spurensuche«,
Teil 56 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
erscheint am 13.02.2011

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