Mittwoch, 9. Februar 2011

Anka Kampka / Kerstin Orben: Was haben Nelson Mandela und Resilienz gemeinsam? Verantwortung übernehmen

Verantwortung übernehmen. Klingt das nicht einfach? Machen wir das nicht ohnehin jeden Tag? Verantwortung für unser eigenes Denken und Handeln zu übernehmen bedeutet auch, los zu lassen, Denkfallen zu vermeiden.

Nelson Mandela hat uns gezeigt, wie wichtig das ist: Verantwortung für seine Gedanken und Gefühle zu übernehmen führte ihn zur Freiheit. Er hat sich bewusst dafür entschieden, negative Gedanken zu kontrollieren. Das brachte ihm eine gewisse Distanz zu seiner aktuellen Situation und Hoffnung für die Zukunft. Er hat sich so gegen Hass entschieden und bewahrte sich seine optimistische Grundhaltung.

Darüber setzte er sich während seiner Präsidentschaft nicht nur dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, sondern auch für eine nationale Versöhnung. So sollten die einzelnen Gruppierungen ihre Fehler der Vergangenheit eingestehen, damit es Verständnis und Vergebung geben konnte.

Selbstverständlich können wir in Situationen geraten, die wir in keiner Weise selbst beeinflussen, steuern oder vermeiden können. Manchen Verlust, persönlich oder beruflich, noch irgendwelche Umweltkatastrophen suchen wir uns aus. Doch wir können entscheiden, wie sehr wir uns und unser Leben davon bestimmen lassen. Finden wir uns zu leicht mit schwierigen Situationen ab, besteht die Gefahr, dass wir diese wie auch weiterführende Entwicklungen nicht mehr hinterfragen.

Ist das der Fall, haben wir häufig Erklärungen zur Hand, wer oder warum Andere schuld sind an unserer Situation. Dabei besteht die Gefahr, dass wir mögliche eigene Anteile nicht wahr haben wollen. Gleichzeitig verlieren wir den Blick für Chancen der Veränderung. Nicht selten führt es dazu, dass wir uns in Hoffnungslosigkeit und Frustration ergeben. Dadurch verlieren wir unser Selbstvertrauen, machen wir uns abhängig von der Meinung und dem Tun Anderer. Im Schlimmsten Fall führt dies zur totalen Selbstaufgabe.

Eine hilfreiche Lösung ist es, die Situation mit Abstand zu betrachten. Das allein ist eine immense Herausforderung. Hierfür sind wir gefordert unsere Gedanken zu kontrollieren und bewusst auf unsere Zukunft auszurichten. Dabei können uns verschiedene Fragen unterstützen. Beispiele: Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Was könnte im besten Fall passieren? Was kann ich dann tun?

Schwierige Situationen begleiten uns immer mal wieder und lassen sich selten vermeiden. Allerdings haben wir die Chance zu entscheiden, wie wir damit umgehen wollen.



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