Sonntag, 14. April 2019

482. »Erich von Däniken zum 84.«

Teil 482 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Erich von Däniken 

wird am heutigen 14. April 2019 

84. 

Herzlichen Glückwunsch 

und alles erdenklich Gute!


Foto 1: Dänikens »Erstling«
Günther Anders (*1902; †1992) monierte anno 1956 (1) »die tägliche Überfütterung mit Phantomen, die als ›Welt‡ auftreten«. Das führe, so der in Breslau geborene deutsche Dichter, Philosoph und Schriftsteller Anders, zu einer sinnlichen Verarmung, die »uns daran hindert, jemals Hunger nach Deutung, nach eigener Deutung, zu verspüren; und weil wir, je mehr wir mit arrangierter Welt vollgestopft werden, diesen Hunger umso gründlicher verlernen.«

1968 erschien Erich von Dänikens erster Weltbestseller, »Erinnerungen an die Zukunft«, dem noch viele weitere Erfolgstitel folgten. Warum, so fragen sich manche noch heute, wurden weltweit  zig Millionen von Erich von Dänikens Sachbüchern der Thrillerklasse gekauft? Es kam weltweit, so die »New York Times«, zur »Dänikenitis«. Warum?

Ein Grund für Erich von Dänikens Megaerfolge mag die irdische Raumfahrt gewesen sein. Anno 1968 bereitete man die erste bemannte Mondlandung vor. Der Mensch bereitete sich auf seinen ersten Schritt ins All vor. Sollte es da nicht hochentwickelten außerirdischen Kulturen bereits vor Jahrtausenden möglich gewesen sein, ins All vorzustoßen und schließlich die Erde zu erreichen?

Was meiner Meinung nach aber viel wichtiger für Erich von Dänikens Erfolg war und ist: Er regt dazu an, sich eben nicht mehr mit der »arrangierten Welt« vollstopfen zu lassen. Er weckte in Millionen von Menschen den »Hunger nach Deutung«, er weckte wieder den Hunger, den wir nach Günther Anders verlernt hatten. Er forderte seine Leserinnen und Leser dazu auf, althergebrachtes Wissen zu hinterfragen. Erich von Däniken bot 1968 erstmals in Buchform seine Thesen von den »Astronautengöttern« an, die für eine Vielzahl von Fragen eine Antwort anbot.

Foto 2: Dänikens Zweiter.
Prof. Eugen Sänger stellte schon 1958 in seinem Werk »Raumfahrt« (2)  Überlegungen über Wesen von anderen Sternen an, die unsere Erde in der Vergangenheit besucht haben könnten. Er schreibt (3): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber ... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.«

Entstand der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert? Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (4):

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte  vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.

Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (5):»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Raumfahrtpionier Prof. Sänger:

Foto 3: Erich von Däniken unterwegs.

»Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Prof. Sänger kam zur Überzeugung, dass die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« im Menschen den Wunsch verstärkt hat, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Mit anderen Worten: In grauer Vorzeit kamen »Astronautengötter« zur Erde. Die Erinnerungen an diese kosmischen Besucher weckten in uns Menschen den Wunsch, selbst Raumfahrt zu treiben und in die Tiefen des Alls vorzudringen. Erich von Däniken nennt diesen Sachverhalt – und so lautet der Titel seines zweiten Weltbestsellers »Erinnerungen an die Zukunft«. Die Erde wurde vor Jahrtausenden von »Astronautengöttern« besucht, also von Außerirdischen, die von den damaligen Menschen fälschlich für Götter gehalten wurden. 

Irgendwann werden Menschen ins All vordringen, fremde Welten erforschen und womöglich ihrerseits ob ihrer vermeintlichen Allmacht für »Astronautengötter« gehalten werden. Werden unsere Nachkommen fremde Welten besuchen, so wie unsere Vorfahren von Wesen aus den Tiefen des Alls besucht wurden?

Foto 4: Erich von Däniken liest vor...

Erich von Däniken »feiert« heute seinen 84. Geburtstag. Er feiert? Vermutlich wird der Schweizer arbeiten, forschen oder einen Vortrag halten. Der Ruhestand ist nichts für EvD. Er ist und bleibt aktiv. Seine Arbeit ist sein Lebenselixier. Das hält ihn jung. Mit Elan leistet er mit 84, was die Kräfte sehr vieler 42jähriger übersteigen würde. In EvD lodert das Feuer der Begeisterung eines Wissenden, der von seinem Standpunkt absolut überzeugt ist. Mich hat er restlos überzeugt. So mancher »Skeptiker« bestätigt EvD ungewollt, indem er Behauptungen widerlegt, die EvD nie aufgestellt hat.


Foto 5: Sängers Buch
Erich von Däniken regt zum Nachdenken an. Er begeistert und er fasziniert. Und das seit mehr als einem halben Jahrhundert. Und wer ihn unvoreingenommen liest, wer ihm unvoreingenommen zuhört, der muss zugeben: Sein Bild von Vergangenheit und Zukunft unseres Planeten überzeugt! Mit jedem Buch vervollständigt er sein Weltbild, ein gigantisches Mosaik aus unzähligen Indizien.

Erich von Däniken »feiert« heute seinen 84. Geburtstag. Möge EvD gesund bleiben und seinen Elan nicht verlieren! Möge EvD und noch viele Jahre forschen und finden! Möge EvD noch so manches Buch schreiben! Und möge er noch zu Lebzeiten die Anerkennung finden, die er verdient! 

Erich von Däniken wird 
am heutigen 14. April 2019 
84. 
Herzlichen Glückwunsch der Spezies Mensch zu diesem großartigen Vertreter der Menschheit, auf den wir stolz sein sollten! Alles erdenklich Gute, EvD! Und danke für so vieles!




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Fußnoten

(1) Zitiert von Daniel Hermsdorf in
»Andere Wahrheiten auf dem Waldweg/
Oberinspektor Derrick ermittelte vor
30 Jahren zum ersten Mal«,
https://filmdenken.de/essay/derrick.htm
(Stand 31.März 2019)
(2) Sänger, Eugen: »Raumfahrt –
technische Überwindung des Krieges«,
Hamburg 1958
(3) ebenda, S. 124 und S. 125
(4) ebenda, S. 124
(5) ebenda, S. 125




Zu den Fotos
Foto 1: Dänikens »Erstling«. Foto Verlag
Foto 2: Dänikens Zweiter. Foto Verlag
Foto 3: Erich von Däniken unterwegs.  Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Erich von Däniken liest vor... Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Sängers Buch. Foto Verlag
Foto 6: Brisant wie immer... Foto Verlag
Foto 7: Aktuell wie immer... Foto Verlag

483 »Inseln im All«,
Teil 483 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 21. April 2019





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