Dienstag, 8. Mai 2018

Serie Teil 1: Morbus Menière - Der Feind in meinem Innenohr

Was ist das für eine mysteriöse Erkrankung des Innenohres?

Morbus Menière, ist nach dem französischen Arzt Prosper Menière benannt, der diese Krankheit nicht erfunden hat, aber sie erstmals 1861 als selbstständiges Krankheitsbild beschrieb. Menière war übrigens ein Freund der Künste und mit den Schriftstellern Victor Hugo und Honoré de Balzac befreundet, aber das nur am Rande.

Bevor Jean-Martin Charcot, ein französischer Neurologe, 1874 diese wissenschaftliche Beschreibung als »Menière'sche Erkrankung« bekannt machte, wurde das Krankheitsbild als eine Form von Epilepsie bewertet. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, der Meinung sind, dass Julius Caesar, Vincent van Gogh oder Martin Luther Epileptiker waren, dann revidieren Sie bitte Ihre Meinung. Diese Männer litten, so wie ich auch, an Morbus Menière. Wobei ja »Epilepsie« »der Anfall« oder »der Übergriff« bedeutet, das Krankheitsbild auch als »Fallsucht« beschrieben wurde. Auch ich als Betroffene hatte das starke Bedürfnis, mich hinlegen zu wollen und zu müssen, wenn mich ein Menière Anfall wie ein feindlicher Angriff traf. Darum wundert es mich nicht, dass MM dieser Erkrankung zugeordnet wurde.


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Wenn Sie nach Morbus Menière im Internet suchen, wird Ihnen immer wieder dieser Satz begegnen: »Leider sind die genaueren Hintergründe dieser Erkrankung immer noch nicht bekannt, dementsprechend ist es schwierig, eine gezielte Behandlung dieser Erkrankung durchzuführen.«

Ausguss eines menschlichen Labyrinths
Quelle: Wikipedia, GNU-Lizenz
Warum ist es so schwierig, diese Krankheit zu diagnostizieren und, was noch schlimmer ist, sie nicht heilen zu können? Betrachten wir uns die folgenden Bilder und überlegen uns, wie sicher das Innenohr eingebettet ist, kann das eine Erklärung sein.
Es wird ein Überdruck in der Gehörschnecke vermutet, der diese Anfälle auslösen soll. Betrachten wir uns das Bild »Ausguss eines menschlichen Labyrinths« stellen wir eine Breite von ca. 1,6 cm fest.
Schnitt (Schematisch) durch
die Cochlea (Hörschnecke) des Innenohres


Schnitt (schematisch) durch
In der Gehörschnecke, im Verhältnis dürfte diese vielleicht 5mm groß sein, Abb. links, entdecken Sie die Reissner Membran. Man vermutet, dass ein zu hoher Druck auf die Reissner-Membran zum Einreißen dieser Membran führen kann und so einen Menière'schen Anfall auslöst.


Stellen Sie sich vor, ein Tropfen Flüssigkeit, vielleicht nicht größer, als eine nicht geweinte Träne, die einen Mann wie Julius Caesar in die Knie zwang, Martin Luther denken ließ, er sei vom Teufel besessen und Vincent van Gogh in den Selbstmord trieb.

Aus meiner subjektiven Sicht der Dinge möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, diese Erkrankung in meinen nächsten Beiträgen näher bringen und würde mich freuen, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe.

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