Montag, 4. April 2016

Islamismus: »Freiheit!« heißt das Zauberwort

von Ursula Prem

Aufmerksame Beobachter des Zeitgeschehens mussten schon seit Jahren ein mulmiges Gefühl kriegen über den Umgang mit dem Freiheitsbegriff. Mehr und mehr wurde Freiheit gleichgesetzt mit dem Liberalismus, dem »Neoliberalismus« gar, einem grundsätzlich verdächtigen Konstrukt, nur angetreten, um den freien = skrupellosen Kapitalisten (Täter) gegen den unfreien = heiligzusprechenden Rest der Welt (Opfer) auszuspielen. Nach mathematischen Regeln gekürzt hieße die Formel also: »Freiheit = Skrupellosigkeit«, weshalb Freiheit per sé von Übel wäre.

Dass dieser wuchernde Unsinn nur eine Vorgeschichte sein würde, auf diese Idee ist lange Zeit niemand gekommen. Wohin dieser Generalverdacht gegen das Freiheitsprinzip führen würde, mochte sich niemand vorstellen, auch ich nicht, vielleicht fehlte es einfach nur an der nötigen Fantasie. Steht Freiheit bei Menschen, die das Gegenteil erlitten haben, noch an erster Stelle (»Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« oder auch »Wir sind das Volk«), wird sie bei Leuten, die ihre Abwesenheit nie gekannt haben, zu einer Karikatur: Dass die Freiheit nur einige Jahrzehnte nach den Erfahrungen der Nazizeit zu einer der Hauptverdächtigen werden konnte, ist eine der unvorstellbarsten Herausforderungen, der sich die menschliche Zivilisation je zu stellen hatte.




Arschlöcher und Nichtarschlöcher

Bei der Betrachtung des Freiheitsbegriffs müssen wir zuerst die allgegenwärtigen Links-Rechts-Spiegelfechtereien ausblenden, die vollkommen sinnlos sind. Die heutigen Mobbingspielchen sind nichts als Prokrastination und ein Pfeifen im Walde: Wir verschieben die Beschäftigung mit der wahren Gefahr auf unbestimmte Zeit, um uns mit Nebensächlichkeiten abzulenken und damit unser gewohntes Leben des gehaltlosen Diskutierens noch ein wenig länger aufrechtzuerhalten. Verständlich, aber sinnlos. Die Welt teilt sich schon längst nicht mehr in Links und Rechts: Sie teilt sich vielmehr in Ignoranten und Nachdenkliche. Übergriffige und Respektvolle. Arschlöcher und Nichtarschlöcher. Vergesst also die allzu willfährigen Farben, die nur Eure Denkfaulheit unterstützen und fragt Euch vielmehr, ob Ihr bereit seid, die alten Schubladen zu öffnen, die üblichen Verdächtigen daraus zu entlassen und nach dem Tatsächlichen zu schauen.

Wer nicht Links oder Rechts sondern den Freiheitsbegriff zur Leitschnur erhebt, wird mühelos die islamische Ideologie als die mit weitem Abstand größte aktuelle Bedrohung erkennen. Der Islam bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die vollständige Ergebenheit in einen fremden Willen. Es ist der Wille eines angeblichen »Gottes«, der von einem kriegslüsternen, machthungrigen, frauenfeindlichen, pädophilen und in jeder sonstigen Weise unterirdischen »Propheten« vor etwa 1400 Jahren ersonnen wurde. Mohammed schuf Allah nach seinem Ebenbild: einen rachsüchtigen Kriegsgott, der nur nach vollständiger Unterwerfung des Gegners zu jeder Art von Vergebung bereit ist.


Bekämpft nicht die Muslime!

Wenn wir zulassen, dass die Ideologie Allahs sich in Europa breitmacht, dann werden wir unsere Freiheit verlieren. Doch unter uns sind leider viel zu viele, die ihre Freiheit erst vermissen werden, wenn sie einst Geschichte sein wird. Und das wird sehr bald sein. Unter uns sind auch zu viele Kinderlose, die sich eiskalt ausrechnen, dass sie selbst nicht mehr von den Folgen ihrer Blindheit betroffen sein werden, da sie weder an Enkel noch Urenkel denken müssen. Nach ihnen also die Sintflut: Gönnen wir ihnen ihren pseudohumanistischen Orgasmus, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Aber macht es Euch nicht zu einfach. Habt Mut, Euch Eures Verstandes zu bedienen: Bekämpft nicht die Muslime. Sie sind beklagenswerte Opfer ihrer langjährigen Denkfaulheit, ebenso wie Ihr, ich, wir alle. Hinterfragen wir also lieber unsere genauso denkfaulen Staatenlenker, deren überalimentiertes Dasein nebst Leibwächtern es ihnen ermöglicht, sich selbst von den Folgen ihres Handelns auszunehmen und das Offensichtliche bis zur Unkenntlichkeit zu abstrahieren. 

  

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Kommentare:

  1. Es erfüllt mich mit großem Stolz, zum Team von "Ein Buch lesen" zu gehören! Ursula Prem hat wieder einmal in vorbildlicher Weise gezeigt, wie kritischer Journalismus aussehen sollte. Jasager und Beschöniger gibt es schon genug im Journalismus. Echte Journalisten, die wie Ursula Prem ihre Aufgabe ernst nehmen, sind leider Mangelware!

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  2. Zu Ihrer Betrachtung möchte ich etwas ergänzen, das Ihnen sicher auch schon längst aufgefallen sein dürfte:

    Die ständige Verwechslung der Begriffe Toleranz und Permissivität!

    Was allgemein als sogenannte Toleranz ausgegeben wird, ist eben diese Permissivität.

    Folgendes will ich damit sagen: was für einen Privat-Spleen einer hat und wie er leben will (solange er damit anderen nicht schadet oder dieses Modell aufzwingt), mag ja völlig egal bleiben. (Das ist so ungefähr dann Toleranz zu nennen.)

    Etwas völlig anderes ist die Hinnahme permanenter, übergriffiger und offener Verstöße gegen die Essentials einer freiheitlichen, rechtsstaatlichen Gesellschaft. - Dies ist allerdings Permissivität, die Hinnahme solcher Verletzungen der Grundprinzipien.

    Die erwähnte (nicht nur) Sprachblödheit scheint mir eine gewollte Vernebelungsstrategie (der Journaille und der Politikaster) zu sein.

    Im Übrigen scheinen mir die lautstärksten Anhänger einer Religion jeweils diejenigen zu sein, die anderen ihre Art zu leben vorschreiben wollen, - und nicht etwa die Spirituellen oder die Philosophen.

    Beste Grüße
    A.B.

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