Freitag, 22. November 2013

Opas Weltrevolution − die Freitagskolumne von Ursula Prem

Ursula Prem
Lenin ist tot. Stalin ebenso. Und Fidel Castro ist es auch schon ganz schlecht. Das größte soziologische Experiment der Menschheitsgeschichte ist mit dem Fall der Mauer in sich zusammengebrochen. Ist der Kommunismus also am Ende? Man könnte es so sagen, wäre da nicht ein letztes Refugium, das der reinen Leere Lehre bis heute pflegt und die Fackel der Weltrevolution gegen alle Vernunft Widerstände kompromisslos durch die Zeiten trägt. Die Rede ist vom unbeugsamen Opa-Blog, in welchem sich Betreiber Dr. Klaus-Peter Kurch mit voller Kraft der Pflege der richtigen Ideologie widmet, wobei es auf Recht oder Unrecht dabei nicht wirklich ankommt. Aber so ist das nun einmal mit Ideologien: Sie entheben der Mühe der Herstellung von Einzelfallgerechtigkeit und bieten ihren Anhängern ein wenigstens rudimentär funktionierendes persönliches Koordinatensystem in einer immer komplexer werdenden Welt.

Ein derart einfaches Freund-Feind-Schema macht das Leben leicht: Nicht an seinen Taten ist der Mensch demnach zu messen, sondern schlicht an seiner »ideologischen Standfestigkeit«. Zwangsläufig bilden sich im Schatten eines derart absurden Konstrukts jede Menge blinder Flecken, in denen das Menschsein in seiner dunkelsten Ausprägung schamlos ausgelebt wird. Echte Ideologen ficht dies nicht an: Da es »um die Sache« geht, wird der einzelne Mensch mit leichter Hand zum Erfüllungsgehilfen der großen Idee degradiert, denn wo gehobelt wird, da fallen schließlich auch Späne. Einzelschicksale sind nach dieser Lesart nur dann interessant, wenn sich ihre Träger in den Dienst der »guten Sache« stellen. Zeigen sie dazu wenig Neigung, enthüllt sich die tatsächliche Natur der vorgeblichen Unterstützung schnell und ungeniert.


Ideologie versus Einzelfallgerechtigkeit


Dies muss nun auch Gustl Mollath erfahren, dessen geradliniges Bestehen auf Einzelfallgerechtigkeit »Opa Kurch« sauer aufstößt. Die versuchte Instrumentalisierung Mollaths als Trojanisches Pferd der Weltrevolution ist gescheitert, nun gilt es, den Schaden zu begrenzen: Mit derselben Energie, die Kurch zuvor auf die Unterstützung Mollaths verwendet hatte, macht er sich nun daran, diesem maximal zu schaden. Da er diesen scheinbaren Wechsel der revolutionären Stoßrichtung seinen Lesern jedoch nur schwer vermitteln könnte, tut er dies über einen Umweg: Er bedient sich dazu der Person von Mollaths Rechtsanwalt Gerhard Strate, dessen Demontage er sich nun auf die zerschlissenen roten Fahnen geschrieben hat. Dass echte Argumente hierfür weit und breit nicht in Sicht sind, ficht »Opa Kurch« nicht an: Für seine Zwecke tut es auch ein unausgegorener Mix aus unbelegten Behauptungen, schwammigen Mutmaßungen und reinen Lügen, den er in seinem Beitrag »Unreifes Geschreibsel« nun bereits zum wiederholten Male aufkocht, ohne mit seinem Namen hierfür verantwortlich zeichnen zu wollen: Schließlich hat er den Text nur von der Wand einer unschuldigen Nothütte im schönen Frankenwald abgeschrieben und vorsorglich einen distanzierenden Titel darüber gesetzt, nicht wahr?

Nun kann man »Opa Kurch« diese Vorgehensweise kaum übel nehmen, unterliegt schließlich auch er den Gesetzmäßigkeiten der eigenen Sozialisation: Für den Posten als amtlicher Leiter der Zentralstelle Führungskräfte des Ministeriums für Maschinenbau der Deutschen Demokratischen Republik mag er sich nicht eben durch politische Unzuverlässigkeit qualifiziert haben. Was tut das alte Zirkuspferd, wenn es irgendwo Musik hört? – Eben: Als Salonkommunist 2.0 mit unbegrenzter Flat(ulenz)rate ist Kurch sich schließlich einiges schuldig!


Opas Einsatz für den Schutz des Eigentums


In jedem Fall schon immer löblich war »Opa Kurchs« Bereitschaft, sich auch im engeren Umfeld für eine gute Sache einzusetzen, wie beispielsweise den Schutz des Eigentums (des Eigentums der Stasi, versteht sich, damit hier niemand auf merkwürdige Gedanken kommt!). Hierzu bekennt er sich auch in seinem Nostalgieblog »Tage und Jahre«, wo er in einem Beitrag vom 30. November 2011 in der Rückschau Folgendes über seine Erlebnisse vom 15. Januar 1990 berichtete:

»Abends überrascht von den Fernsehnachrichten der Ausschreitungen am Gebäude der Stasi in der Normannenstr. Fernsehdiskussion dazu, aus der mir noch einmal klar, wie gefährlich eng verknüpft Gewalt gegen Sachen mit der Gewalt gegen Personen ist. Danach sehr scharfe Auseinandersetzung mit C. zu diesen Vorgängen. Sie sagte, sie habe ursprünglich auch dorthin gehen wollen. Ich sagte (habe dabei im Auge, dass sie nicht zur LL-Demo* gegangen war), sie müsse sich überlegen, wofür sie auf die Straße gehe.«

*Liebknecht-Luxemburg-Demonstration

Weiterlesen: "Im Herzen der Finsternis", ein Bericht von SPIEGEL-Online über den Sturm auf die Stasi-Zentrale. Danke an Gabriele Wolff für den Link. 


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Kommentare:

  1. Dem zurecht Kritisierten haben Sie lediglich voraus dass Sie offen auftreten und dem Leser diese komische Maskerade des Herrn Kurch ersparen. Meinungsstark und inhaltslos, die gleiche Kombination. Da ist wohl Irgendetwas mit Ihrem Verstand durchgegangen.

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    1. @Anonym, 22.11.2013 13:23
      Oi-joi-joi! Stark, aber noch nicht mal 'ne Meinung...
      A.B.

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    2. @ Anonym22. November 2013 13:23

      Das Posting von Frau Prem sei „inhaltslos“?
      Ich kann ihm einen deutlichen Inhalt entnehmen: sie plädiert gegen eine ideologisch motivierte Unterstützung eines Menschen, der für Gerechtigkeit kämpft. Denn sobald das erste Etappenziel erreicht ist, und der Unterstützte den ideologischen Erwartungen nicht entspricht, dann ist es Essig mit der Unterstützung, um das Phänomen zurückhaltend zu beschreiben.

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    3. Sie tut das aber in Form einer genauso ideologischen argumentfreien Beschimpfung. Und setzt auf Denunziation, was Herr Kurch in unangenehm leisetreterischer Weise freilich selber auch ständig tut. Daher finde ich beide „Anläufe“ überflüssig wie einen Kropf. Zur allgemeinpolitischen Meinung von Frau Prem will ich mich nicht äußern damit ich höflich bleiben kann.
      gelegentlich

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    4. Hallo gelegentlich,

      worin sehen Sie eine "Denunziation"?

      Nun mag ich auch keine Streitigkeiten: aber wenn es sie nun mal gibt, und man zudem in Rechnung stellt, wer sie angezettelt hat, muß man die Optionen betrachten:

      "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus."

      "Nicht einmal ignorieren."

      "Der Klügere gibt nach."

      Ein Patentrezept gibt es wohl nicht; ich neige dazu, zu erwidern, wenn jemand, dessen Arbeit ich schätze, polemisch angegriffen wird. Ein Impuls, den ich einfach nicht unterdrücken kann. ;-)

      Sobald ich einsehe, daß es ein sinnloses Unterfangen ist, kommen die Optionen 2 und 3 zum Tragen.

      Zu den Vorgängen vom 15.1.1990 habe ich diesen informativen Artikel, in dem Beteiligte zu Wort kommen, gefunden:

      http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/5915/im_herzen_der_finsternis.html

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    5. Liebe Frau Wolff,

      danke für Ihre Kommentare und den interessanten Link, den ich soeben noch als Lesetipp unter meinen Beitrag gesetzt habe.

      Die aktuellen Streitigkeiten hätten meiner Ansicht nach schnell ein Ende, wenn Herr Kurch tatsächlich aufklärerisch tätig und sich beispielsweise dem von ihm so oft (und mit Recht) monierten Bankenskandal widmen würde. Damit meine ich nicht die von ihm so häufig geäußerten Mutmaßungen, sondern solide Recherchen nach Ross, Reitern und Tatbeständen. Doch es liegt wohl auch im Wesen des umverteilenden Kommunismus´, alles von anderen zu erwarten.

      Liebe Grüße

      Ursula Prem

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    6. Hallo Gabriele Wolff,
      mir erschien die Art wie gegen Herrn Kurch die DDR-Keule ausgepackt wird als Denunziation. Ok, das Echo wird auch definiert durch den eigentlichen Ruf in den Wald hinein. Obwohl ich vermutlich die gleiche Partei unlängst gewählt habe wie Herr Kurch ist mir sein „Stil“ absolut zuwider. Speziell die Art nicht ernst zu nehmen was Einer sagt (aka: subjektives Interesse), dafür was er ihm als objektives Interesse unterstellt. Wodurch ein Jeder zum dummen kleinen Kind gemacht wird, das nie so gut wie der schlaue Onkel weiß was gut für es ist. Wer sich wehrt wird denunziert: als Deppchen, das in diesem Fall „das Ganze“ nicht denken kann/will und sein Nichtwissenwollen verteidigt. Gegen gute Onkels und Tanten habe ich eine Allergie.
      Was er im Fall Mollath penetrant versucht. Das „Unreife Geschreibsel“ stammt nach meiner Ansicht wohl eher von ihm selbst, ist jedenfalls in meinen Augen sein „Stil“. Dieses dauernde wissend-geheinmnisvolle Raunen, die arrogante Art richtige Kritik abzubügeln:
      „Daß eine Gruppenzugehörigkeit kein Beweis ist, ist banal.
      Daß man Gruppenzugehörigkeiten zur Kenntnis nehmen muß, sollte selbstverständlich sein.“ (vom 9.8.2013, „Vernetzt in Nürnberg“, Wankel und Beckstein sind Synodale)
      - solche Dinge machen nur wütend.
      Dennoch ist es für alle im Fall Mollath Engagierten m.E. falsch im gleichen Stil dagegen zu trompeten. Ich kann nur hoffen dass dieser Miniskandal ihn diesbezüglich die Füße eine Weile still halten läßt. Bisher gibt es ja einen wichtigen Anfangserfolg. Aber die Täter laufen alle noch frei herum, sozusagen.

      Herzlichst,
      gelegentlich

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    7. Lieber gelegentlich,

      ich kann und muß Ihnen zustimmen. Ich persönlich greife lieber zum Florett, selbst wenn ich weiß, daß es die falsche Waffe ist. Niemand kann aus seiner Haut heraus - umso mehr beglückt es mich, wenn jemand, der mit einem ganz anderen Temperament gesegnet ist, den schweren Säbel schwingt. Und das auch noch mit sprachlicher Eleganz & Verve.

      Zum Aspekt der "Denunziation" habe ich gegen eine ähnliche Kritik auf meinem eigenen Blog vorhin folgendes geschrieben:

      "Da es bei dem kritisierten Artikel allein um ideologisch motivierte Vereinnahmungen und Ausgrenzungen geht, die mit dem Fall Mollath nichts zu tun haben, halte ich es für durchaus sinnvoll, den lebensgeschichtlichen roten Faden dieser Ideologie aufzuzeigen. Er ist ja auch kein Geheimnis: der Tagebuch-Blog ist in der blogroll vom opablog aufgeführt, und die Eintragung vom 15.1.1990 wurde im Jahr 2011 im Internet veröffentlicht, was bedeutet, daß der Blogbetreiber zu seiner Geschichte steht. Was ich im Prinzip übrigens richtig finde.

      Was daran “verbiestert” sein soll, erschließt sich mir nicht. Und daß es natürlich “um die Sache” geht, ist doch klar.
      Ich führe diesen Passus noch einmal vor Augen:

      "Dann stieß ein Hamburger Anwalt dazu. Der wusste alles besser und hatte gute Beziehungen zur Presse, besonders zur ZEIT. Die hatte noch eher komische Artikel gebracht: Ein Patient als Held und so … obwohl sie es besser wissen sollten …
      Durch die Klage beim Bundesverfassungsgericht Februar 2012 (Anwalt Kleine-Cosack) kam im Mai 2013 im beginnenden bayrischen Wahlkampf Bewegung auf: Die Justizministerin hatte schon immer … irgendwas gemeint und meinte auch jetzt. Die Wiederaufnahme musste wohl kommen, obwohl Bayreuth wie alle Jahre auch im Wagner-Jahr seine alten braunen Rituale abgespielt hatte: Uneinsichtig, weitermachen. Wie immer.
      Freilassung. Jubel. Trubel. Heiterkeit, das Volk wählt wieder seinen Horst. Die Woche drauf auch die bewährte Gretel. Alles geht weiter? Nein.
      Der Anwalt räumt auf. Zu viele Köche verderben die Hollywood-Einkünfte. Und da geht es um Kohlen-Berge. Das Aufräumen erfuhr auch gleich dpa.
      Breites Rauschen im Blätterwald: Der arme Gustl kommt nicht an die versprochene Kohle der Unterstützer. Den Sixt fragte keiner.
      Betrug im gemeinnützigen Verein, in den eigenen Reihen? Die Krimi-Autorinnen ermittelten und verdächtigten. Strafanzeige.
      Die Anwältin wird entbunden. Von ihrem Auftrag. Damit hat sie nun Schweigepflicht. Der Anwalt übernimmt alleine das Feld."

      http://opablog.net/2013/11/21/unreifes-geschreibsel/

      Ist an dieser Passage auch nur ein Funken von Wahrheit? Geht es hier nicht ausschließlich um die Produktion eines ideologischen Kleisterbildes, dessen Quellen auch benannt werden sollten?

      (Die Herausgeber-Fiktion, die distanzierende noch dazu – “Unreifes Geschreibsel” – hat eine lange literarische Tradition…) ;-)"

      Ich will natürlich auch, daß die Täter zur Veranwortung gezogen werden. Sie sehen ja, wie schwer es in Bayern ist, auch nur einen Anfangsverdacht gegen Beschuldigte aus einem gewissen Spektrum zu erregen. Und da wird einer der wenigen Anwälte, die sich die Mühe eines Klageerzwingungsverfahrens machen, die nicht davor zurückscheuen, auch das BVerfG einzuschalten, derart haltlos angeschossen?

      Das kann es nicht sein.

      Herzliche Grüße,

      Gabriele Wolff

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    8. Liebe Gabriele Wolff,
      wir scheinen uns zumindest in der Vermutung einig zu sein dass der besprochene Beitrag von Herrn Kurch selber ist, eine Herausgeber-Fiktion. Und wohl leider keine echte Selbstironie, die heitere Distanz auch zum eigenen Denken aufzeigt. Eher ein Fluchtweg.
      In Kuba habe ich mal in einer Innenstadt eine offenbar alte Parole gesehen: „Sozialismus oder Tod!“ Darunter stand: „Ach Kumpel: is doch das Gleiche!“ Ein Begleiter, der für Castro war, lachte darüber. Das ist Selbstironie.

      „Ich will natürlich auch, daß die Täter zur Veranwortung gezogen werden. Sie sehen ja, wie schwer es in Bayern ist, auch nur einen Anfangsverdacht gegen Beschuldigte aus einem gewissen Spektrum zu erregen. Und da wird einer der wenigen Anwälte, die sich die Mühe eines Klageerzwingungsverfahrens machen, die nicht davor zurückscheuen, auch das BVerfG einzuschalten, derart haltlos angeschossen?“
      Ich vermute dass Herr Kurch niemals politisch gearbeitet in einer Situation, in der er Andere für seine Ziele einnehmen mußte. Sonst wäre im Klar, dass man in einem Land, in dem sein GGG die Medien fast komplett „inspiriert“, sich mit Anderen verbünden muss, auf der Basis bei einem einzigen Ziel Übereinstimmung zu haben. Auch mit solchen, die in anderen Dingen anders denken (ich finde z.B. Strate's Maschmeyer-Job ziemlich unheroisch). Der gemeinsame Erfolg ist es, der dann die Dinge nach vorne bewegt, vielleicht auch in meine Richtung. Nur so geht das.
      Und wir wollen nicht vergessen: nicht nur die Täter sind noch unbehelligt, 2 seiner Peinigerinnen, nämlich Haderthauer und Merk, haben Mehrheiten bekommen. Es gibt also schwergewichtige Gründe für stabile Bündnisse. Und die setzt man nicht auf das Spiel, indem man Mitstreiter anpinkelt, weil sie das eigene Nichtwissenwollen (aus => meiner! Perspektive) nicht aufgeben wollen. Nach der Resonanz in diesem Fall hält er vermutlich die Füße etwas still, und seine zustimmenden alten Kumpels wußten ja eh immer schon, wie es so läuft in diesem System. Einfach zu viele Maulwürfe...

      Herzlichen Gruß,

      gelegentlich

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  2. Was hat Stasi denn mit Weltrevolution zu tun? Die Stasi hatte die Aufgabe, den dortigen deutschen Staat zu schützen, und ist dieser Aufgabe nachgegangen, wie BRD-Staatsschutz-Organisationen es auch tun: Dass der Verfassungsschutz nicht die Verfassung schützt (sonst müsste er u.a. gegen Richter wie Brixner ermitteln!), sondern bedingungslos den Staat schützt (also auch dann, wenn dieser selbst gegen Gesetze verstößt!), müsste doch mittlerweile bekannt sein?

    Nein, im Apparat der Stasi saßen nicht Ideologen oder Idealisten, sondern einfach Leute, die für Geld, Karriere und gesellschaftlich abgesicherte Position (Rente /Pension) nicht gerade zimperlich waren. Sicherlich sind nicht wenige von ihnen heute für staatliche Organisationen der BRD tätig, Dank Joachim Gauck hatte man ja die ideale Datenbasis für entsprechende Rekrutierungen.

    Wo sollen wir den Dr. Kurch nun verorten? Bei den Stasi-Leuten, oder bei den Ideologen, oder bei den linken Idealisten?

    Idefix

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  3. Schade, noch gar keine wutschäumenden Kommentare. - Gut, mach ich mal den Anfang. Hanseatisch-lakonisch ist das Nothütten-Geschreibsel, das Sie aufgespießt haben, mit 2 Silben hinreichend charakterisiert: dumm Tüch!
    A.B.

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    1. @Ursula Prem
      = ACHTUNG =

      So, und nun geht's mit noch übleren Methoden zur Sache!

      Da schreibt jetzt plötzlich jemand anderer unter meinem Kürzel als A.B. im Wolff-Blog gegen Sie:
      http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/11/06/der-fall-mollath-die-irrwege-der-psychiatrie-2/comment-page-1/#comment-29242

      Ich habe das gerade per Zufall entdeckt.
      Das sind nun wirklich die original Stasi-Zersetzungsmethoden aus dem Lehrbuch.
      A.B.

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    2. Wenn ich dann noch dies hier lese, ist das wohl reiner Zufall:

      http://opablog.net/2013/11/21/unreifes-geschreibsel/#comment-8960

      (Die Zeitangabe: 10 Minuten danach. Nachtigall, ick hör dir trappsen...)
      A.B.

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    3. Hallo @ A.B.: Der gleichlautende Kommentar wie im Blog von Gabriele Wolff ist gestern auch bei mir eingegangen, ebenfalls unter dem Kürzel "A.B.". Da mir klar war, dass er nicht vom "Original" stammen konnte, habe ich ihn nicht online gestellt.

      VIele Grüße

      UP

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    4. Liebe Frau Prem,
      vielen Dank! Mit so einer glatten 100%-Bestätigung hätte ich nicht gerechnet...
      Eine lehrreiche Episode.

      Aber über solche kaputten Typen mag ich jetzt nicht weiter nachdenken. Hier im Norden ist strahlender Sonnenschein - und den werde ich in vollen Zügen genießen.
      Herzliche Grüße
      A.B.

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    5. @ A.B.: Danke für Ihre Anmerkung. Im Zuge von Recherchen habe ich an anderen Stellen im Netz schon vor ein paar Tagen weitere Kommentare gefunden, deren angebliche Verfasser und tatsächliche Schreiber mit Sicherheit nicht übereinstimmen. Die Waffen der Operativen Psychologie werden eben doch irgendwann stumpf, vor allem dann, wenn sie derart durchschaubar gehandhabt werden. :-)

      Viele Grüße

      U.P.

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  4. Liebe Frau Prem, na nun seien Sie doch nicht so strikte mit Herrn Kurch.
    Ich glaube kaum, daß seine DDR-Vergangenheit irgendwas mit seiner Lebenshaltung zu tun hat. Dafür kenne ich zu viele Altlinke hier im Westen, die genau das Gleiche Weltbild, Reich schlecht, Arm gut vor sich her tragen.

    Die Hälfte der älteren Grünen dürften in etwa diese Einstellung haben.

    Ich sehe Opa Kurch auch nicht als verbiesterten Kommunisten, eher als jemand, der sich nicht von dem lösen kann, was er mal mit 18 geglaubt hat.
    Geht vielen so.

    Und daß er Strate oder Herrn Mollath indirekt angreift, nun ja, die sind doch beide Manns genug, sich selbst zu wehren.

    Beim Opa kommt auch immer mal wieder ein menschliches Posting durch, ein Lächeln, ein Augenzwinkern, ich halte ihn eigentlich für einen netten Menschen.

    Wenn er schon zum Stein greift (was ich ausdrücklch nicht billige), wollen Sie dann den Stein nehmen und zurückwerfen?

    ;-)

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    1. @Anonym, 22. November 20133 14:04: Danke für Ihren Kommentar. Es ist absolut richtig: Eine derartige Einstellung hat nicht unbedingt eine DDR-Vergangenheit zur Vorbedingung. Dennoch wiegt eine solche in diesem Zusammenhang schwerer: Während westliche Idealisten und deren Epigonen die kommunistische Suppe niemals unverdünnt auslöffeln mussten, sollten ehemalige DDR-Bürger eigentlich wissen, wovon sie sprechen.

      Ich selbst bin immer hin- und hergerissen bei der Frage, ob es sich lohnt, auf Derartiges einzugehen, weshalb ich mir das Spielchen nun wochenlang eher von Ferne mit angesehen habe. Wenn es dann genug ist, und das ist es eigentlich längst, halte ich es doch eher mit Goethe:

      Im neuen Jahre Glück und Heil!
      Auf Weh und Wunden gute Salbe!
      Auf groben Klotz ein grober Keil!
      Auf einen Schelmen anderthalbe!

      :-)

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  5. Sorry, meinen Kommentar 22. Nov. 2013, 14 Uhr 05 hab ich aus Versehen nicht unterschrieben.
    Ich bin Stringa

    Auf grund technischen Unvermögens ist es mir nicht gelungen, mich mit dem Namen hier anzumelden ;-)

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    1. Hallo @ Stringa: Sorry meinerseits für die verspätete Moderation Ihres Beitrages. Irgendwo ist er wohl verschütt gegangen. Ein Hinweis an alle: Wer das kleine Menü neben "Antwort als" unter dem Posting-Feld anklickt, findet dort mehrere Auswahlmöglichkeiten, um sich anzumelden. Wer "Name/URL" wählt, hat die Möglichkeit, einen Namen und (optional) auch einen Link zu hinterlassen.

      Herzliche Grüße

      UP

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  6. "Die Stunde der Hyänen" (G. Wolff und U. Prem) - *LOL*

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  7. Liebe Ursula Prem! Für mich war Kurch niemals eine strahlende Figur, aber wer strahlt schon wirklich? Tatsache ist, dass Sie sich selbst an Maßstäben messen lassen sollten, die Sie an andere anlegen. Das werden Sie doch sicherlich bejahen?

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    1. Wenn Sie strahlende Figuren suchen, sollten Sie einer Glaubensgemeinschaft beitreten: Möge jeder seinen eigenen Maßstäben folgen.

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  8. Gerard Strate dürfte realitätssinnig zur Kenntnis genommen haben, dass sein Mandant auch im Wiederaufnahmeverfahren einer CSU Justiz gegenüber sitzen wird. Die haben genug Sorge, die Kuh vom Eis zu bekommen. Ein Gustl Mollath, der sich von linken Ideologen instrumentalisieren liesse, wäre da nicht mehr nur Problem, sondern zugleich Ärgernis - mit entsprechender Aussicht. Sie Frau Prem, sind ja nun einmal linker Umtriebe unverdächtig, weshalb es eigentlich unnötig ist, soweit "aufzudrehen". Dass "Das größte soziologische Experiment der Menschheitsgeschichte" mit dem Fall der Mauer zusammengebrochen ist, ist nicht zuletzt das Ergebnis westlicher finanzpolitischer Sabotage. Während die Sovietunion die Kosten für den Rüstungswahn dem eigenen Volk quasi aus den Rippen schneiden musste, haben die USA munter die Notenpresse rotieren lassen und als das nicht mehr ausreichte, die Staatsverschuldung in astronomische Höhen geschraubt. Heute müsste - würde er noch leben - ein Alfred Herrhausen wohlmöglich in Peking für die Brüder antichambrieren und um Schulden-Erlass ersuchen.

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  9. @"Das größte soziologische Experiment der Menschheitsgeschichte"....

    Die Katholische Kirche beansprucht den Kommunismus mit Hilfe des polnischen Papstes besiegt zu haben. Es gibt da viele Theorien, wer den Verdienst einheimsen will.
    Rudolf Steiner, der Gründer der Waldorfschulen, starb 1925, also unverdächtig "nachher" Ursachen für den Zusammenbruch zu benennen. Er sprach davon, der Kommunismus werde nach 70 Jahren seine innere Lebenskraft (Ideologie) verlieren. Natürlich braucht es dann noch einige Zeit, bis ein solch brüchiges Gebäude zusammenbricht. Er gab einen weiteren Hinweis, es müsste eine wirtschaftliche Form gefunden werden, die zwischen Kapitalismus und Kommunismus.... . Insofern berührt das den Schwarzgeldskandal und die, welche Herrn Mollath "weg" haben wollten. Hätte ja sein können, er hätte frei herumlaufend seine "kruden" Ideen noch weiter ausformuliert, von wegen "Diehl"... .

    Wer die staatsanwaltlichen Angriffe auf Herrn Strate mit verfolgte, weiß, die Freiheit von Herrn Mollath wurde durchaus auch riskant erfochten. Herr Strate betonte ja, ohne die öffentliche Unterstützung wäre die Freiheit nicht erfolgt. Seien wir auch sicher, bei allen politischen und sonstigen Gruppierungen sind auch Störenfriede gezielt eingeschleust, also nicht nur V-Männer als Unterstützer bei NSU, sondern sicherlich auch im weitesten Feld der Unterstützer von Herrn Mollath. - 1995 rief mich ein pens. bayerischer Ministerialrat aus München an, tat scheinheilig, als sei er auf unserer Seite. Er bot telephonischen Kontakt, Beratung usw. an. Als ich ihn einmal gezielt Dinge erzählte, da ließ er vor lauter Zorn, Wut die Maske fallen, schrie ins Telephon. Ich bin mir sicher, der Mann war angesetzt, um die weitere Entwicklung zu erforschen. Insofern ist es verständlich, wenn Herr Mollath ganz, ganz vorsichtig ist. Wer ihn unlängst auf "quer" im Internet sah, konnte sich freuen, wie er sich im Gespräch bewegt, besonders über die Nachricht, was der Psychiater ihm in Bayreuth über Politiker erzählte. Wir dürfen sicher sein, Richterverbände, die Vereinigung der Psychiater werden alles daran setzen, die so offenbaren Fehler einzelner Kollegen nicht zu beurteilen. Hierzu der interessante Beitrag:

    http://www.focus.de/panorama/welt/tid-34626/analyse-des-falles-mollath-gerichte-duerfen-sich-nicht-vor-verantwortung-druecken_aid_1156202.html

    Mögliche Querelen unter den Unterstützern können nicht ablenken. Die "Server" mit den Dokumenten wurden nicht beschlagnahmt, eine neue Ära des Rechtsstaates wurde begründet, das (dumm gehaltene) Volk wird mündig (?), das fürchten die "Oberen", egal ob in Demokratien, oder Diktaturen....

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  10. Wir begehen immer wieder die selben beiden Fehler. Erstens beziehen wir alles auf Einzelpersonen. Wir hängen uns an einen Mollath oder einen Strate im Glauben, mit den beiden werde alles besser. Tritt dies nicht ein, verwandelt sich unsere positive in eine negative Projektion. Dabei ist es legitim und verständlich, dass ein vom Schicksal Geschlagener zuerst einmal seine eigene Geschichte gerade rücken will und muss. Schon allein um das Trauma zu verarbeiten. Und dass der Strate kein Heiliger ist, hätte man sich auch denken können. Seine aktuellen Aussagen zur Affäre Wulff und seine Rolle in der Sache Maschmeyer zuvor sprechen Bände. Immerhin kümmert er sich um Mollath und das hoffentlich gut. Der zweite Fehler liegt darin, dass wir alle Haltungen und Überzeugungen sofort in eine Schublade stecken wollen: "links" oder "rechts". Mitunter färben wir auch unsere Aussicht auf die Welt nach dem Lager ein, in dem wir sind. Lehnen ab, was dazu nicht passt und begrüßen, was uns bestätigt.
    All das aber verstellt uns den Blick auf Dinge, die über alle Persönlichkeiten und Lager hinausgehen. Das Grundproblem, auf welches das Schicksal des Gustl Mollath ein Schlaglicht geworfen hat, liegt darin, dass die westlichen Demokratien seit Jahrzehnten nicht mehr weiterentwickelt wurden. Grund dafür sind die ach so lieben Besitzstände die an allen Teilen des Systems kleben.
    Dabei haben wir beispielsweise ein Justizverfassung, die weitgehend aus dem Kaiserreich zu uns überkommen ist und schon unter der Weimarer Republik zu keinen Glanzleistungen fähig war. Nach dem Krieg saugte sie mühelos alte Kader auf. Von Gewaltenteilung keine Spur. Verborgene Seilschaften könnten sich mühelos hinter der richterlichen Unabhängigkeit verstecken. Das Gutachterwesen unterliegt nicht der mindesten Qualitätskontrolle oder Verantwortung. Ein Richter und ein Gutachter reichen aus, um das Recht nach Belieben zu beugen. Darin liegt eine riesige Versuchung. Es spricht einiges dafür, dass bei Mollath jemand der nicht widerstehen konnte. Von den Staatsanwaltschaften ist im Ernstfall keine echte Hilfe zu erwarten. Schon gar nicht, wenn es um Beschuldigte aus Justiz, Prominenz oder Politik geht. Das sind Missstände, die uns alle angehen. Da gibt es kein "links" oder "rechts". Es kann jeden treffen. Man erinnere sich an die illegale Hausdurchsuchung einst bei Pofalla. Und der ist bei der CDU.

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  11. Was ist denn hier los?!?!?

    Waren wir nicht gerade dabei uns endlich wieder mit den wirklichen Gegnern im Mollath-Skandal auseinanderzusetzen, nachdem uns Kröber so eine schöne Steilvorlage geliefert hatte?

    Kurch ist menschlich eine Katastrophe, das hat er in seinem neuesten Text für alle denen es bislang noch nicht so ganz klar war ja unmissverständlich herausgearbeitet.

    Aber diese Antwort ist in einigen Passagen ebenfalls auf einem inakzeptablen Niveau. Soll jetzt etwa Antikommunismus die offizielle neue Losung für die Unterstützer Gustl Mollaths sein???

    Fidel Castro hat doch mit dem ganzen Skandal nichts zu tun, oder ist mir da etwas entgangen? Sollen wir nun etwa nach Kuba fahren und dort für die Rehabilitierung Gustl Mollaths und die Bestrafung der Täter kämpfen?

    Die Maskes, Brixners, Leipzigers, Kröbers, Merks, die Schwarzgeldverschieber, das ganze involvierte kriminelle Pack, das ist alles BRD-West. Und nicht DDR oder gar Kuba.

    Ich kann verstehen, wenn einem/einer bei dem was seit Wochen von Kurch kommt irgendwann mal der Kragen platzt, denn schließlich sind wir alle Menschen und Menschen reagieren nun mal nicht immer in der bestmöglichen Weise. Das Problem ist nur, dass mit dieser Art der Auseinandersetzung in erster Linie der Gegenseite gedient ist.

    Kurch soll weiter so agieren (und das wird er sicher auch), doch wir sollten uns auf die Sache konzentrieren. Das sind wir Gustl Mollath schuldig und allen anderen die auf Veränderungen hoffen.

    In diesem Sinne beste Grüße
    Thomas

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    1. @Thomas: Der Fall des Gustl Mollath ist hochkomplex. Dazu gehören viele Aspekte, so auch dieser. Meine Harmoniesucht wird niemals so weit gehen, dass ich schweigend bei dem zusehe, was Opa sich seit Wochen leistet. Ziel seiner Angriffe ist ja nicht nur Gerhard Strate, es ist auch Gabriele Wolff: Beide leisten Unermessliches für Gustl Mollaths Sache und haben so eine Kampagne weder verursacht noch verdient.

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    2. Liebe Ursula Prem,
      Sie schaffen leider mit an einem Klima, in dem, berechtigte oder unberechtigte Kritik an bestimmten Handlungen bestimmter Personen nicht mehr geübt werden kann, sondern nur noch eine Zuordnung zu Lagern. Ich habe Sie in früheren Veröffentlichungen so verstanden, dass Sie eine solche Polarisierung, die mit differenzierter Analyse nicht vereinbar ist, gerade nicht wollen. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es sich bei allen Beteiligten nur um Menschen handelt. Und die machen nun mal Fehler. Auch ein Strate, eine Wolff, ein "Opa", Sie oder ich. Und die müssen in der Sache auch kritisiert werden dürfen - und das was kritisiert wird, sollte dann näher untersucht werden. Andernfalls treibt man sich, was meiner Ansicht passiert, wechselseitig in Extrempositionen, wertet sich dann persönlich ab, wird selbst viel angreifbarer - und verliert das wirklich Wichtige aus den Augen.

      (Nicht dass Sie mich falsch verstehen: Die Unterstellungen im Opablog gegenüber Strate finde ich undurchdacht bis dumm. Andererseits sehe ich durchaus den einen oder anderen Punkt, wo sich der von mir hochgeschätzte Anwalt zu Formulierungen hinreißen hat lassen, die unnötig Schärfe reingebracht haben. Dafür gibt es andererseits aber auch externe Gründe, hier der bemerkenswerte Druck von journalistischer Seite, was aber natürlich noch nicht die dadurch verursachten Verletzungen – direkt Betroffener und Beobachter - aufhebt. Zudem fehlt bis heute eine nachvollziehbare Begründung für die Trennung von der zuvor hochgelobten Anwältin, die ich persönlich, also die Trennung, als notwendig und wichtig ansehe. Aber wie gesagt: Dass dieser Schritt praktisch nur am Rande erwähnt und bis heute kein konkreter Grund dafür angegeben wurde, triggert gerade Menschen, die solchen Umgang mit anderen Menschen nicht gut heißen und die von dieser Anwältin - m.E. fälschlicherweise - ein sehr positives Bild gewonnen hatten. Für mich ist es deshalb in keiner Weise verwunderlich, dass angesichts solcher Ausgangslage alle möglichen Erklärungsversuche hochkommen. Wer dann auf völlig Unsubstantiiertes in nicht sachbezogener Weise losgeht, verstärkt dessen Eindruck und hält dieses leider erst recht am Leben.)

      Und abschließend: Ich schätze Sie sehr, und bin zuversichtlich, dass auch Sie die Kurve hin zum aus meiner Sicht Wichtigeren wieder hinbekommen werden! (Ich bin Ihnen auch nicht „böse“, wenn Sie meinen Beitrag nicht veröffentlichen! Wer weiß denn, was besser ist!? ;-) )

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    3. @Anonym, 24. November 02:35 Uhr: Es ist meiner Ansicht nach ein Irrtum, zu glauben, es gäbe in einem derart komplexen Fall "Wichtiges" oder "Unwichtiges": Jede Erscheinung hat ihre vielfachen Auswirkungen.

      Ein Anwalt von Format, der durchs Netz surft und die Entwicklungen beobachtet, dürfte sich nach der Lektüre der Einlassungen eines Kurch und seines Trollheers mehrfach überlegen, ob er jemals einen solchen Fall übernehmen oder seine Zeit lieber auf dem Golfplatz verbringen möchte. Der mögliche Schaden für weitere Opfer des Systems ist schon alleine deshalb schwer zu beziffern.

      Ähnliches gilt für die unermesslich wertvolle Arbeit einer Gabriele Wolff: Wird sie in anderen Fällen Nachahmer finden, wenn diese schon vorab wissen, womit sie hinterher zu rechnen haben?

      Für mich ist es schon alleine deshalb nicht nachvollziehbar, warum nicht viel mehr Menschen klare Kante gegen derartige Umtriebe zeigen: Es zeigt sich vielmehr eine Tendenz, "Opas" Methoden zwar in aller Vorsicht und Schüchternheit zu kritisieren, ihn ansonsten aber gewähren zu lassen. Ein Spiel, das mit mir nicht zu machen ist.

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  12. Liebe Frau Prem,

    in der Sache gebe ich Ihnen hundertprozentig Recht. Kurch ist ein echtes Ärgernis, der mit dem wie er agiert auch echte Probleme schafft. Doch in der Auseinandersetzung mit Kurch fürchte ich geht es weniger um das "Was" sondern viel mehr um das "Wie".

    Kurch führt gegen Frau Wolff und gegen Sie einen wie ich finde abstoßenden aber nicht ungeschickt aufgezogenen asymetrischen Kleinkrieg. Da geht es nicht um Fakten, sondern meiner Einschätzung nach in erster Linie darum Sie auf genau diese Ebene (auf seine persönlich herabsetzende nämlich) herunterzuziehen und damit angreifbar zu machen.

    Jedesmal wenn ihm das gelingt geht die Runde fast automatisch an ihn, ganz egal wie Sie dann auf dieser "seiner Ebene" im Detail agieren. Bei ihren Reaktionen auf seine ständigen "Nadelstiche" sollen die exponierteren Unterstützer Gustl Mollaths schlecht aussehen, das ist denke ich das Ziel. Wie er selber dabei aussieht spielt dagegen keine große Rolle.

    In der Auseinandersetzung mit Kurch gibt es wenig zu gewinnen. Ich denke er wird sich auch durch massive Gegenreaktionen nicht von seinem Weg abbringen lassen, sondern höchstens taktische Zugeständnisse machen. Deshalb fände ich es besser, ihm nicht noch zusätzliche Öffentlichkeit zu verschaffen. Ich verstehe auch nicht warum Gustl-for-Help noch auf ihn verlinkt.

    Über Kurchs Motivation zu spekulieren finde ich müßig. Sie glauben es liegt an einer Ideologie die Sie als "kommunistisch" bezeichnen. Ich könnte mir unter anderem vorstellen, dass er für den Seitenwechsel Geld genommen hat und vielleicht noch ein unschlagbar günstiges Geistheilungsjahresabo dazu. Oder er ist ganz offiziell zum V-Mann des Verfassungsschutzes oder einer anderen staatlichen Stelle aufgestiegen. Oder es ist gekränkte Eitelkeit. Oder er freut sich einfach nur über jede Art von Aufmerksamkeit.

    Müßig, diese Spekulationen wie schon gesagt, solange man nur spekulieren, aber nichts beweisen kann.

    Und was den Nachweis beispielsweise für das Nehmen von Geld für auf den ersten Blick absonderliches Verhalten betrifft, fände ich es persönlich zielführender, es gelänge bei Brixner statt bei Kurch.

    Beste Grüße
    Thomas

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    1. @ Thomas: Danke für Ihre Anmerkungen. So problematisch sehe ich das Ganze nicht: Im Falle einer Rohrverstopfung kommt der Klempner, steigt in den Schacht und macht gründlich sauber, wobei er sich auch schon mal des Hochdruckschlauchs bedient. Dass er selbst dabei einige unschöne Spritzer abbekommt und vielleicht auch nicht sehr fein riecht, wenn er mit seiner Arbeit fertig ist, ändert absolut nichts an deren Notwendigkeit sondern bestätigt diese vielmehr.

      Viele Grüße

      UP

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    2. Was für eine schöne Antwort und was für ein reizendes Bild!

      Ich sehe ihn förmlich vor mir, den wackeren Herrn Kurch im Neoprenanzug in den Untiefen der Kanalisation wie er mit dem Finger einen neuen Text in den Schlamm hineinmalt um ihn dann der Welt als überreifes Geschreibsel aus einem fränkischen Abwasserrohr zu verkaufen. Vielen Dank dafür!

      Nur eins erschließt sich mir noch nicht, nämlich die Analogie des nach getaner Arbeit gründlich gereinigten Rohres zu, ja zu was?

      Fragende Grüße
      Thomas

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  13. Ich verstehe überhaupt nicht, wie ein Opa-Blog mit diesem unterirdischen Niveau noch auf der Mollath-Seite geführt wird. Die mitunter geradezu hasserfüllten Beleidigungen, Mutmaßungen und Unterstellungen - alles eigentlich Elemente und Taktiken dessen, was dieser Opa angeblich in den Systemen und Strukturen bekämpft - auf diesem Blog, die jeglichen substanziellen Beleges sowie Grundlagen sozialisierten menschlichen Umgangs miteinander entbehren, outen diesen Blogbetreiber - der ja mit seinen einseitig selektiven Veröffentlichungen verantwortlich für den Blogcharakter zeichnet - als unsachlichen gezeilten weiteren Schädiger aller Opfer von Mißbrauch - denen in ALLER Regel nur durch sachliche Aufklärung geholfen werden kann! Mollath wäre heute noch unfrei, hätten nicht ehrenhafte AUFKLÄRER mit sachlicher Überführung des Mißbrauchs statt bloßen Behauptungenen und Unterstellungen Aufklärungsarbeit geleistet. So ist und bleibt SACHLICHKEIT Grundlage und Vorraussetzung für Menschlichkeit, Unabhängigkeit, Präzision und Rechtstaatlichkeit. Demgegenüber stand im Fall Mollath im die Unsachlichkeit, die ihn entrechtete - so wie der Opa-Blog heute für Unsachkeit mit der Folge der Entrechtung so vieler steht. Das dies so öffentlich zugelassen wird ist ein Skandal und Enttäuschung aller, die von Anfang an eine anständige sachliche Medizin, Justiz und Gesellschaft schaffen wollten. Mit einem solchen Blog, der sich in seinen Mitteln und Wirkungen nicht von inhumanen Strukturen unterscheidet wird man solche Strukturen sicher nicht aufbrechen.

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    1. @ Krustenbraten

      Die Entscheidung, was "unterirdisch" ist, steht jedem zu, aber nicht mir als "neuer" Betreuer der Webseite "gustl-for-help.de". Ich habe eine Seite übernommen, die von der Gestaltung eines dem Unterstützerkreis zugehörenden aufgebaut wurde. Es wird immer wieder Artikel geben, die sehr kontrovers zu sehen sind. Gerne würde ich z.B. die Pay-Artikel von Herrn Lapp (Nordbayerischer Kurier) veröffentlichen. Allein, damit man seine Worte mit dem derzeitigen Stand und auch mit zukünftigen Erkenntnissen vergleichen kann. Nun, aus Urheberrechtlichen Gründen kann man dies nicht und so bleiben nur die Blogs, die sich mit diesen Artikeln auseinander gesetzt haben (die bereits von Herrn Hofmann eingepflegt wurden. im übrigen auch einige von "opablog").
      Als ich die Betreuung dieser Seite übernommen habe, wurden bereits die kontroversen Artikel für und gegen spezielle Unterstützer/Anwälte usw. dort aufgeführt. Es wäre eine Missachtung der Transparenz der weiteren Entwicklung, wenn man nun plötzlich die Entwicklung in dieser Kontroverse totschweigt.
      Ebenfalls ist es für mich persönlich spannend, wie sich diese Artikel mit den Vorwürfen an der Realität messen lassen können.
      Immerhin hatte ich es auf "opablog" kurzzeitig zum "Wahrheitsminister" geschafft. ;-)
      Da mir der Titel -durch die Realität- dann wieder entzogen wurde, habe ich auf ein Verlinken dieser Beförderung auf "gustl-for-help.de" verzichtet. ;-)

      Ernsthaft:
      Mir steht als Betreuer der Seite eine Bewertung der Artikel nur innerhalb meiner pers. Meinung zu. Und meine pers. Meinung werde ich -wenn- dann wie immer als "Gaston" kund tun.

      (aber Danke für den Kommentar. Dadurch habe ich festgestellt, das ein netter Artikel, den Herr Braun (auch Nordbayerischer Kurier) in seinem Zeitungseigenen Blog geschrieben hat in der Liste fehlt)

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