Freitag, 7. Juni 2013

Wider die Zwangspsychiatrie – die Freitagskolumne von Ursula Prem

Der Wunsch nach Ausgrenzung Andersartiger scheint eine Grundfunktion der menschlichen Seele zu sein, der nicht eben einfach beizukommen ist. Sich selbst als den Rechtschaffenen, Gesunden und Guten zugehörig zu empfinden, gibt ängstlichen Gemütern ein Gefühl der Sicherheit: Was soll einem auch passieren, der auf der »richtigen« Seite steht? Entsprechend groß ist die Angst, eines Tages aus dem schützenden Nest der gesellschaftlichen Übereinkunft hinauszufallen: »Mama, sind wir anders?«, fragt denn auch ein verstörtes Kind in einem bekannten Werbespot, worauf es umgehend und nachdrücklich zur Antwort erhält: »Natürlich nicht!« – Die Botschaft ist klar: Wer »anders« ist, hat ein schweres Problem.

Marmortafel im BKH Bayreuth, wo Gustl Mollath noch immer
unter fragwürdigen Umständen festgehalten wird

Der entscheidende Nachteil dieser von struktureller Gewalt durchdrungenen Lebenseinstellung ist es, dass sich aus ihr die zwingende Notwendigkeit ergibt, das Außenseitertum möglichst exakt zu definieren. Und das ist heute viel schwieriger als in früheren Zeiten: Automatisierte Ausgrenzung aufgrund von Religionszugehörigkeit, Hautfarbe oder Geschlecht steht glücklicherweise immer weniger hoch im Kurs. Das Bedürfnis aber ist geblieben: »Das Andere« zu definieren, um selbst zu den »Richtigen« zu gehören. Da Bastards, Homosexuelle, Heiden oder sonstige »Randständige« als Sündenböcke ausgedient haben, ergab sich die Notwendigkeit der Errichtung eines neuen Apartheidssystems. Für dieses Problem hat die moderne menschliche Gesellschaft eine auf dämonische Art genial zu nennende Lösungsstrategie gefunden: die Psychiatrie.


Pseudowissenschaft auf schwankendem Boden


Was so hochtrabend als Psychiatrie bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit eine Pseudowissenschaft auf schwankendem Boden, die zum Zwecke des Aufspürens von Andersartigkeit am denkbar schmerzhaftesten Punkt ansetzt: der menschlichen Persönlichkeit selbst. Unter dem mehr oder weniger sorgfältig gepflegten Deckmantel von Förderung, Therapie und Gutmenschentum blüht eine neue Form von Rassismus, die aus ständig wechselnden Maßstäben sich gegenseitig widersprechender »Experten« ihren Nektar saugt und so allgemeine Angst schürt: Wann, so fragt sich der Einzelne, wird sich das Raster so verändert haben, dass auch ich hindurchfalle? Diese besonders infame Spielart des alten Prinzips divide et impera ist deshalb so effizient, weil sie keinerlei homogene Ergebnisse hervorbringt: Wer heute zur Gruppe der »Brauchbaren« zählt, kann sich schnell, einem Gustl Mollath gleich, als aus der Gesellschaft Ausgestoßener wiederfinden. Es gilt also, stets auf der Hut zu sein und mit den Wölfen zu heulen.


Kaffeesatzleserei, erhoben in den Rang der Beweiskraft


Wahrhaft skandalös zu nennen ist es, dass psychiatrischen Gutachten vor Gericht der Rang der Beweiskraft zuerkannt wird. Liegt eine entsprechende Kaffeesatzleserei Expertise vor, sind Grundsätze wie in dubio pro reo oder auch nur das Aussageverweigerungsrecht ausgehebelt, gar nicht zu reden von den einfachsten Prinzipien einer fundierten Beweiswürdigung. Schuld oder Unschuld des jeweiligen Probanden wird mit wissenschaftlichen Taschenspielertricks so lange relativiert, bis nichts mehr davon übrig bleibt und der Willkür Tür und Tor geöffnet sind. So geschehen im Fall des Gustl Mollath, dem mithilfe unbewiesener angeblicher Straftaten eine krankhafte Gefährlichkeit angedichtet wurde, vorsorgliche Attestierung einer möglichen »Wahnausweitung« inklusive. Ebenfalls durch die Psychiatrie ausgehebelt werden das grundgesetzliche Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie das in Art. 104 garantierte Grundrecht festgehaltener Personen, weder körperlich noch seelisch misshandelt zu werden. Machen wir uns nichts vor: Jede medizinische Zwangsbehandlung stellt eine massive Körperverletzung dar, von den seelischen Folgen derartiger traumatisierender Übergriffe ganz zu schweigen.


Das Drama beginnt mit einer Entmenschlichung


Damit die Aussonderung des Andersartigen auf psychiatrischem Wege gelingen kann, bedarf es eines Rituals der Entmenschlichung. Die Psychiatrie kennt zu diesem Zweck das Prinzip der Begutachtung. Hierzu dient eine völlig willkürlich errichtete Fallhöhe zwischen Gutachter und »Proband«, die den eventuell Auszusortierenden von Anfang an auf seinen Platz verweist: Ab diesem Moment spielt er keine aktive Rolle mehr, sondern muss sich als reines Objekt der wissenschaftlichen Neugierde seines Gegenübers verstehen, von dessen Wohlwollen und charakterlicher Eignung er von diesem Zeitpunkt an abhängig ist. Schon diese künstlich erzeugte Abwertung des einen Menschen gegenüber dem anderen dürfte dauerhafte Spuren im Selbstbewusstsein des solcherart aufgespießten menschlichen Schmetterlings hinterlassen, die auch durch massiven Einsatz zweifelhafter Psychopharmaka nicht mehr zu reparieren sind.

Welchem Wahnsystem mag ein Mensch folgen, der auf solche Weise nicht nur gewaltsam in die Seele eines anderen eindringt, sondern sich auch noch anmaßt, diesen gegebenenfalls »heilen« zu können, notfalls gegen dessen Willen? Welchem Menschenbild folgt ein derartiger Arzt, der sich von seinem Gegenüber vielleicht nur durch seinen weißen Kittel unterscheidet? Was mag in einem Mediziner vorgehen, der einem sich verzweifelt Wehrenden die »Beruhigungsspritze« setzt, den eigenen unfehlbaren Willen damit gegen die »mangelnde Einsichtsfähigkeit des Kranken« durchsetzend?


Die Hölle der »Nebenwirkungen« durch Ableben beendet


Ob und wie viel dies alles mit echter Heilung zu tun hat, darauf mag sich jeder selbst seinen Reim machen. Gustl Mollath, der nunmehr seit über sieben Jahren gezwungenermaßen tiefe Einblicke in das Psychiatriesystem nehmen musste, schreibt mir dazu Folgendes:

»Fast alle Mitgefangenen bekommen Medikamente, manche fünf verschiedene. [...] Ich musste immer wieder miterleben, wie Mitgefangene die Hölle der „Nebenwirkungen“ durchlebten und manche so ein „Leben“ durch Ableben beendeten. Wer kann denn unterscheiden, ob ein angebliches oder tatsächliches „Wahnhaftes Verhalten“ oder „Erregungszustände“ krankheitsbedingt oder eine medikamentöse Nebenwirkung sind?«    

Noch jemand hier, der behauptet, dass Derartiges »notwendig« sei? Dieser möge bitte ausführen, welche Not genau damit gewendet werden soll.


Der Fleck auf unserem Rechtssystem


Nach meiner letzten Freitagskolumne, die das kaum verhohlene Lob des Vorsitzenden Richters am BGH Armin Nack für Gert Postel zum Thema hatte, wurde ich vielfach gefragt, welchem Lager ich denn nun zuzurechnen sei: den Psychiatriegläubigen oder den Anti-Psychiatern. Hierzu kann ich nur sagen: Ich habe keinerlei Sehnsucht nach diesen Schubladen. Wer bin ich denn, einem Hilfesuchenden, der einen freiwilligen (!) Versuch mit der Psychiatrie wagen möchte, diese Möglichkeit verwehren zu wollen? Sie gibt ihm immerhin die Chance, schwere Drogen ohne jede Beschaffungskriminalität und gegebenenfalls sogar auf Kosten der Krankenkasse konsumieren zu können und sich so vielleicht die dringend benötigte innere Auszeit zu verschaffen. Gerät er dann noch an einen Psychiater, der sein Abschlusszeugnis nicht ausgerechnet im Austausch gegen seinen menschlichen Anstand erworben hat, mag der Schaden nicht allzu groß sein.

Was jedoch die Zwangspsychiatrie einschließlich des damit einhergehenden Gutachterunwesens angeht, so stellt sie für mich Gleiches dar wie jede andere entmenschlichte Struktur auch: ein in sich geschlossenes Apartheidssystem, das jetzt dringend überwunden werden muss, da es nichts ist als ein brandgefährlicher blinder Fleck auf unserem Rechtsstaat.


Sie sind der Auffassung, dass psychiatrische Stellungnahmen über jeden Zweifel erhabene Glanzleistungen der menschlichen Zivilisation sind? Dann sollten Sie hier und hier die bisher letzten Ausführungen des BKH Bayreuth zu Gustl Mollath lesen, die für sich selbst sprechen.

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Kommentare:

  1. Susanne Stetter7. Juni 2013 um 09:26

    Zu Nack lobt den (Post-)Boten, dort, die Kommentare: Ich schrieb, "Fremdschämen" bedeute sich den "Schavan-Effekt" einhandeln.

    Schavans Liebling, ja, der mit den Londoner Taxifahrern und der Digitalen (De-)Mens [in corpore sano] auf Station Bleuler herrscht mit der Formel "SIE SIND KRANK UND MÜSSEN BEHANDELT WERDEN!" Blättert man ein wenig in dessen Schriften, dann findet sich beispielsweise diese Formel auch in (nerven sachen).

    Schavan-Effekt:
    Wer selbst nur wiederkäut, wie kann der erkennen, ob Forschung mit genügend guter Wahrscheinlichkeit auch zu Erkenntnisgewinn führt und nicht zurück ins bereits überwundene Irrwissen? Denn, es könnte peinlich werden, kommt von poena (Strafe).

    Das Altpeter-Sozialministerium in Baden-Württemberg hat eigens eine lobende Pressemitteilung zu dem Bayern-alpha-Fuzi herausgegeben, selbstverständlich sorgt sich Altpeter um die Jugend!

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  2. Hallo

    weder Psychiatrie noch Forensik haben auch nur das Geringste mit Wissenschaft(lichkeit) zu tun.

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    1. Als Fachärztin für Psychiatrie graust es mich immer, wenn ich lesen muss, dass die Psychiatrie keine Wissenschaft sei. Das kann nur jemand sagen, der sich noch nie mit Psychiatrie beschäftigt hat und dies dumm nachplappert. Derjenige, der so etwas behauptet, soll sich mal lieber überlegen, was er dem Menschen antut, der z.B. an einer schweren Depression leidet und an Selbstmord denkt. Depressionen sind eine Stoffwechselstörung des Gehirns, die sehr gut behandelt werden können. Was glauben Sie, was in so einem Menschen vorgeht, wenn man ihm sagt, er sei nicht krank, denn psychiatrische Erkrankungen gebe es nicht? Er bilde es sich nur ein und solle sich gefälligst zusammen reißen. Wenn er unbedingt wolle, dann könne er sich auch gerne umbringen. Man lehne es ab, Zwang anzuwenden, wenn er sich vor den Zug schmeißen wolle. Meinen Sie dieser Mensch sucht Hilfe im "Irrenahaus", in der "Anstalt"? Schon diese Wortwahl ist zutiefst diskriminierend. Wer will sich schon als Irrer bezeichnen lassen? Keiner. Dann leidet man lieber und läuft in den Tod. Wer keine Ahnung hat von z.B. Depressionen, der weiß auch nicht, dass beim Betroffenen Sucidgedanken auftauchen können. Zu Anfang sind diese noch verdrängbar. Man sagt so schön, ich muss doch an meine Kinder denken, deshalb werde ich mich nicht umbringen. Falsch gedacht. Die Suicidgedanken können immer stärker und stärker werden. Irgendwann steht die Methode fest und irdendwann später ist das Gefühl der Angst weg und die Idee sich zu töten wird zur Lösung, die unbedingt erreicht werden muss. Haben Sie schon mal eine Menschen erlebt, der akut suicidal ist? Dieser Mensch läßt nicht mehr mit sich reden, er wird böse, wenn man ihn davon abhalten will. Wenn man ihm dann nicht evtl. gegen seinen Willen hilft, dann ist das unterlassene Hilfeleistung. Und diese Menschen werden dann in der Klinik nicht "blod" gespritzt.

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    2. Fortsetzung
      Das Schlimme ist, dass man mit der falschen Behauptung, dass die Psychiatrie keine Wissenschaft sei und es keine psychiatrischen Erkrankungen gebe, die Bevölkerung davon abhält, sich mit dem Gebiet und den Erkrankungen zu beschäftigen. Und weil die Bevölkerung in Bezug auf psychiatrische Erkrankungen dumm ist, kann es den bestellten Falschgutachtern gelingen, Diagnosen zu behaupten, die nicht stimmen. Und keiner kann das Gegenteil behaupten. Es bleibt nur das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Deshalb sitzt Herr Mollath in der Psychiatrie. Da gibt es Gutachter, die behaupten, er leide unter einer wahnhaften Erkrankung. Was weiß der Laie schon, was dies ist? Nichts. Den Begriff Wahn kennt er zwar, aber er weiß nicht, dass dies eine Ausschlussdiagnose ist. D.h. diese Diagnose kann erst gestellt werden, wenn mit Sicherheit eine schizophrene Psychose, eine Wahnerkrankung aufgrund von Drogen oder Alkohl ausgeschlossen wurde. Und dieser Wahn auch nicht aufgrund einer organischen Hirnerkrankung besteht. Hat Herr Leipziger diese Erkrankungen ausschließen können und blieb dann nur noch die wahnhafte Störung übrig? Nein!!!!! Die wahnhafte Störung ist eine extrem seltene Erkrankung. Nur 1% der stationären Patienten soll darunter leiden. Dies ist so, weil die Patienten mit dieser Erkrankung nur durch ihren Wahn auffallen. Der Wahn bezieht sich auch immer auf den Patienten selbst. Es gibt keine wahnhafte Erkrankung mit einer Schwarzgeldverschieberverschwörung. Der wahnhaft Erkrankte ist ansonsten völlig unauffällig. Daher kommt er so selten zur Behandlung. Er neigt nicht dazu fremd- oder eigengefährdend zu werden. Das will heißen, dass bis auf den Wahn der restliche psychopathologische Befund unauffällig ist. Die Diagnose wahnhafte Erkrankung schließt per se schon eine forensische Unterbringung aus.
      Und weil die Bevölkerung dumm ist, fällt es den Falschgutachtern so leicht unter Mißachtung der gutachterlichen Richtlinien dafür zu sorgen, dass unliebsame Menschen in die Psychiatrie verschleppt werden. Ist es nicht auffällig, dass auch im Fall der vier hessischen Finanzbeamten die Diagnose wahnhafte Störung gestellt wurde? Der Gutachter wurde vom Berufsgericht wegen Verletzung der Berufspflichten verurteilt. Da fragt man sich, was die Ärztekammer in Bayern macht. Ihr Menschenrechtsbeauftrater hat sich doch so sehr über den Fall Mollath aufgeregt. Und, hat die Ärztekammer in Bayern ein Ermittlungsverfahren wegen einer Berufspflichtverletzung eingeleitet? Nein!! Auch da fragt man sich, warum denn nicht? Um es zum Schluss deutlich zu sagen: ich lehne jeden Mißbrauch der Psychiatrie und den damit verbundenen Zwang ab. Jedem Psychiater, der sich für Falschgutachten hergibt, gehört seine Approbation entzogen. Aber solange die Politik die Psychiatrie mißbraucht, stehen die Falschgutachter unter ihrem Schutz.

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    3. Zitat: »Hat Herr Leipziger diese Erkrankungen ausschließen können und blieb dann nur noch die wahnhafte Störung übrig? Nein!!!!!« Zitatende
      http://www.forensik-berlin.de/content/Fallseminar_2013.pdf

      Ich vermute, dass diese Einladung im Laufe des Tages noch verändert wird. Darum hier der original Text:
      »17. Forensisch-Psychiatrisches Fallseminar vom 2.- 4. September 2013
      (Fallseminar für Psychiater/Psychologen mit Vorerfahrungen in der Begutachtung)
      Hotel am Griebnitzsee, 14482 Potsdam-Babelsberg,
      Rudolf-Breitscheid-Str.190-192, Tel 0331-70910, Fax 0331-709111
      Themen
      Der Sachverständige im Strafverfahren –
      Auswahl, Kompetenz, Anforderungen
      Richter am Bundesgerichtshof Wolfgang Pfister

      Unser Gustl: Realität, Wahn, Justiz und Medien
      Prof. Dr.med. Hans-Ludwig Kröber und Dr.med. Klaus Leipziger

      Bad Girls: Zur narrativen Struktur in der Entwicklung
      einiger Fehlbeschuldigungen
      Prof. Dr.med. Hans-Ludwig Kröber

      Seminarteil vormittags 9.00-12.30 h
      Vormittags werden die Themen in Referat und Diskussion erarbeitet, Fallbesprechungen nachmittags 13.30-17.00 Nachmittags werden von den Teilnehmern Fälle aus der Schuldfähigkeits- und Prognosebegutachtung vorgestellt und gemeinsam diskutiert

      Veranstalter und wissenschaftlicher Leiter ist Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber.
      Das dreitägige Seminar kann nur insgesamt belegt werden. Es ist entspricht den Qualifikationsrichtlinien der DGPPN für „Forensische Psychiatrie“. Es ist als forensisch-psychiatrischer Baustein auch verwertbar für die Ausbildung in Rechtspsychologie incl. Leistungskontrolle. Die Landesärztekammer Brandenburg hat die Veranstaltung stets für das Fortbildungszertifikat anerkannt (24 Punkte, Kategorie C, Nr. #)
      Das AVENDI HOTEL AM GRIEBNITZSEE ist ein modernes Hotel in schöner Lage direkt am Griebnitzsee mit Anleger der Weißen Flotte. Die S-Bahn hält gegenüber, mit ihr ist man in 5 Minuten in Potsdam und in 25 min mitten in Berlin (S 7/S3 Alexanderplatz-Zoo-Charlottenburg-Wannsee-Potsdam). Unterkunft im Hotel ca. 97,00 Euro EZ, 132,00 Euro DZ pro Übernachtung/Frühstück. Hotel bitte unter Verweis auf die Veranstaltung selbst direkt buchen beim Avendi Hotel am Griebnitzsee (Adresse und Tel-Nr. siehe oben). Der Seminarpreis incl. USt, Kaffeepausen, Getränke, Mittagessen und Unterrichtsmaterialien, ohne Unterbringung, beträgt 490 Euro und wird bis 21.08.2013 fällig. Die Anmeldung kann bis 30. Juli 2013 kostenfrei widerrufen werden.
      Anmeldungen bitte nur schriftlich (per E-Mail) unter Angabe von Titel, Vor- und Nachnamen, Beruf, Arbeitsstelle, Telefon beiProf. Dr. Kröber, Institut für Forensische Psychiatrie, Charité -Universitätsmedizin Berlin, Oranienburger Str. 285, 13437Berlin, Fax 030-8445 1440 und über Hans-Ludwig.Kroeber@charite.de«

      Unser Gustl: Realität, Wahn, Justiz und Medien
      Prof. Dr.med. Hans-Ludwig Kröber und Dr.med. Klaus Leipziger

      Zitat:»Da fragt man sich, was die Ärztekammer in Bayern macht.« Zitatende
      Und was machen die Berliner? Lassen die Experten noch anerkannte Fortbildungen durchführen!

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    4. Fortsetzung:
      Bei soviel Anonymität hier unterstelle ich einmal, dass Sie, Frau @anonyme Fachärztin für Psychiatrie, identisch sind mit der @anonymen Fachärztin für Psychiatrie hier: http://www.ein-buch-lesen.de/2013/05/vorsitzender-richter-am-bgh-armin-nack.html
      und mit Ihrem Beitrag auf Ihren Post aufbauen.

      Schade, dass Sie auf meinen Post nicht geantwortet haben und hier nur bruchstückhaft daraus zitieren. Wobei ich wirklich überlege, ob es überhaupt Sinn gibt, jetzt zu antworten. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es mehr Sinn gibt, 10 Cent in eine Parkuhr zu schmeißen, um mich dann mit der zu unterhalten. Ihre Einlassungen wirken auf mich oberflächlich »husch husch schnell was posten und dann weg, weil keine Zeit«.

      Zitat: » Depressionen sind eine Stoffwechselstörung des Gehirns, die sehr gut behandelt werden können.« Zitatende
      Nicht zwangsläufig! Wie ich anderer Stelle ausführte, leide ich an Morbus Meniére. Die Diagnose stand aber erst nach 20 Jahren! In dieser Zeit war ich ein Simulant. Es dürfte auch einem medizinischen Laien klar sein, dass es mich sehr traurig machte, wenn ich mir über Stunden hinweg die Seele aus dem Leib gekotzt habe und eine völlig hilflose Person war, die nicht wusste, wo oben und wo unten ist. Hätte ich mich zu diesem Zeitpunkt einem Psychiater oder sogar einer Fachklinik anvertraut oder wäre aus welchen Gründen auch immer anvertraut worden, wäre ich mit absoluter Sicherheit mit Antidepressiva behandelt worden und hätte mir dann mit freudigem Gemüt die Seele aus dem Leib gekotzt.

      Zitat: »Was glauben Sie, was in so einem Menschen vorgeht, wenn man ihm sagt, er sei nicht krank, denn psychiatrische Erkrankungen gebe es nicht? Er bilde es sich nur ein und solle sich gefälligst zusammen reißen.« Zitatende
      Das habe ich zur Genüge in diesen 20 Jahren zu hören bekommen und habe das auch entsprechend in meiner Publikation: menière desaster – der Feind in meinem Innenohr zu würdigen gewusst. In diesen 20 Jahren haben sich viele Ärzte nicht mit Ruhm bekleckert, das dürfen Sie mir glauben! Und wie ich in meinem vorherigen Post ausführte, kommt es tatsächlich auch heute noch vor, dass Menièrebetroffene in die Psychiatrie überstellt werden.

      Zitat: »Meinen Sie dieser Mensch sucht Hilfe im "Irrenahaus", in der "Anstalt"? Schon diese Wortwahl ist zutiefst diskriminierend. Wer will sich schon als Irrer bezeichnen lassen? Keiner. Dann leidet man lieber und läuft in den Tod.« Zitatende

      Und auch hier wieder oberflächlich und husch husch, Frau Doktor! Der Begriff »Irre« und »Irrenhaus« sind Fachbegriffe, das müssten Sie doch wissen! Anstalten wurden früher offiziell so genannt. Diese Fachbegriffe sind von Psychiatern und Politik so und nicht anders eingeführt und auch sehr lange so geführt worden. Aus welchen Gründen auch immer, wurden diese Bezeichnungen jetzt geändert. Sie können sich nicht über Fachbegriffe mokieren, die Ihre eigen Zunft über viele Jahre so verwendet hat.

      Zitat: »Haben Sie schon mal eine Menschen erlebt, der akut suicidal ist? Dieser Mensch läßt nicht mehr mit sich reden, er wird böse, wenn man ihn davon abhalten will.« Zitatende
      Auch wieder nicht zwangsläufig, wie mein eigenes Beispiel aufführt. Bei mir musste nur nach 20 Jahren ein engagierter Landarzt Menière als Diagnose feststellen. Es tut wirklich gut, glauben Sie mir, wenn die Ursache des Leids endlich feststeht. Nicht auszudenken, wenn ich in all den Jahren noch in eine Medikamentenabhängigkeit gebracht worden wäre. Und, wie ich aus sehr sicherer Quelle weiß, wer keine Depressionen hat und trotzdem Antidepressiva einnimmt, wird Depressiv! Richtig?

      Zitat: »Und weil die Bevölkerung in Bezug auf psychiatrische Erkrankungen dumm ist, kann es den bestellten Falschgutachtern gelingen, Diagnosen zu behaupten, die nicht stimmen.« Zitatende

      Böse Falle, in die Sie ja auch tappen! Siehe oben. Was hätten Sie mir denn für eine Diagnose gestellt, in diesen 20 Jahren?

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    5. Anmerkung:
      http://www.youtube.com/watch?v=i-8d2GaORK4

      Nehmen Sie sich die Zeit, dieser jungen Frau zuzuhören.

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    6. Ich finde die beiden obigen Position Autorin und anonyme Fachaerztin fuer Psychiatrie hoeren sich nicht genuegend zu.. schade..

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    7. Liest eh Keiner.
      Trotzdem zur unbekannten Psychologin:
      Behandeln ist, wie klempnern, keine Wissenschaft.
      Das dies auch helfen kann, stellt niemand in Abrede.
      Aber so wie der Klempner bei komplexen Zusammenhängen versagt, so gehts auch dem Behandler, der nur Pillen und die Anleitung aus dem Lehrbuch kennt. Pillen, Lehrbücher und Behandlung haben vor allem auch wirtschaftliche Gründe.
      Wissenschaftlichkeit:
      Ablauf: Hypothese - wissenschaftliche Untersuchung - Prüfung der Hypothese - neue Hypothese - neue wissenschaftliche Untersuchung... vorläufige Erkenntnis!
      wichtige Grundlage: Einhalten von wissenschaftlicher Methodik, ständige Selbst- und Fremdüberprüfung.
      Der Anspruch an Wissenschaftlichkeit, deren Methoden und der Unfehlbarkeit sind offensichtlich sehr fachspezifisch. Ich habe eine Vermutung: insbesondere wenig harte Wissenschaften wie Psychologie oder mit Ämtern und Funktionen verseuchte Wissenschaften wie Jura und Politik maßen sich eine wissenschaftlich und systemisch unmögliche Unfehlbarkeit an. Es gibt sicher gute Wissenschaftler und Handwerker auf diesen Gebieten, aber deutlich mehr Posten und Einnahmequellen. Die Wissenschaftlichkeit und Beweisführung der üblichen Protagonisten würde vermutlich nicht fürs 1. Semester Mathematik reichen. Vielleicht noch für VWL und BWL, die ja auch mit obskuren Ungeschicklichkeiten in den letzten Jahren aufwarten konnten.
      Fazit: Während Politik- und Wirtschaftswissenschaften unser aller Kollaps wohlwollend begleiten, stellen die Juristen und Psychologen alle verzweifelnden oder kritischen Individuen ruhig. Für Einige ist das sogar gesundheitsförderlich. An die komplexen Ursachen gelangt man so aber nicht.

      Liebe Grüsse
      Lutz Lippke

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  3. Hallo @Susanne Stetter,

    Zitat: »… Ich schrieb, "Fremdschämen" bedeute sich den "Schavan-Effekt" einhandeln.«

    Nun, wenn ich an Fremdschämen denke, fällt mir dazu nicht »abschreiben« ein, wenn ich diesen »Schavan-Effekt« berücksichtige. Wie ich erkennen kann, scheinen wir uns missverstanden zu haben.

    Im unteren Bereich der heutigen Kolumne meiner geschätzten Autorenkollegin Ursula Prem befindet sich ein Absatz. Dieser ist in »kursiv« gehalten. Wenn wir diesen Absatz lesen, stellen wir fest, dass zweimal das Wort »hier« fett dargestellt und verlinkt ist. Wohin entführen uns diese beiden Links? Klicken wir, dann sehen wir! Wir finden jeweils sogenannte Schriftstücke. Weißes Papier, das mit Schriftzeichen versehen wurde.
    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-BKH-2013-03-04.pdf
    und
    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-BKH-2013-04-16.pdf

    Unterstelle ich jetzt, dass ich von der Psychiatrischen Fakultät wäre, dann würde ich mich für diese »Schriftstücke« fremdschämen. Rein hypothetisch könnte ich mir sogar vorstellen, dass dieses »fremdschämen« zu einer Reaktion meinerseits führen könnte, dergestalt, dass ich die Verfasser öffentlich fragen würde, ob diese ihre Fußnoten je beisammen hatten.

    Dass sich niemand von der entsprechenden Fakultät traut, so zu reagieren, wie ich es mir, rein hypothetisch, vorstellen könnte, mag tatsächlich an diesem »Schavan-Effekt« liegen. Diesen würde ich allerdings folgendermaßen interpretieren:
    A sagt über B: »A hat einen Popel an der Backe!« Darauf kontert C: »Selber!«

    Ich werde mir erlauben, morgen einen Mutmachertext einzustellen.

    Sylvia B.

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  4. Liebe Frau Prem,


    ich danke Ihnen sehr für die längst überfällige Kolumne. Jedes Wort entspricht meinen eigenen Erfahrungen.

    Zur Aufrechterhaltung eines jedenfalls gewissen geistigen Niveaus, sollten bestimmte "Kommentare," denen es nur darum geht, irgend etwas zu schreiben, um sich selbst öffentlich zu lesen und daraus einen Lustgewinn zu ziehen, vielleicht nicht freigegeben werden. Das hat gar nichts mit "Zensur" im negativen Sinn zu tun, eher mit der Beseitigung geistigen Abfalls. Der vorstehende Kommentar von St. beispielsweise bezieht sich ersichtlich auf eine andere Kolumne.

    GP


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  5. Die Stellungsnahmen des psychiatrischen Gutachters sind erschreckend! Wie ein im wahrsten Sinne gefangenes Tier beobachtet man den Eingesperrten und beschreibt und verwundert sich über alle Besonderheiten und Eigenarten, die möglicherweise ausschließlich deshalb existieren, weil einige Menschen (Psychiatrische Gutachter) meine, sich über andere in der Form zu erheben, indem sie die Macht haben andere hinter Schloss und Riegel zu bringen und dies auch nutzen!
    So wundert man sich über das, was man überhaupt erst verursacht und nimmt es zum Anlass,die Verursachung weiter zu betreiben, weil das entsteht, was zur Verursachung führt!
    Wollte man jeden Menschen draussen, der andere einmal anschreit, besondere Lebensweisen oder Verhaltensweisen zeigt bzw. andere Menschen anspricht und Sie in seinem Sinne suggestiv oder objektiv zu beeinflussen und zum eigenen Interesse zu bekehren in psychiatrische Zwangshaft nehmen, wir hätten freilich draussen keine Menschen mehr, die wir als "normal" erachten.
    Es bleibt angesichts der nachhaltigen und uneingeschränkten für "Nichtqualifizierte" erkennbaren Normalität und Harmlosigkeit des Gustl Mollath nur festzustellen, wie perfide das derzeitige geradezu faschistische System staatlich indizierter "Krankbegutachtung" von Menschen ist, wenn es opportun scheint, während im Sozialrecht massenweise pauschal und bagatellisierend wirklich Kranke Menschen "Gesundbegutachtet" werden, um Ansprüche abzuwehren - ich weiß nun, wer "normal" ist und wer nicht, eine Moment hatte ich Zweifel!

    Im Sinne der Verfassung gehört der Leiter dieser Klinik unverzüglich entlassen, und in humanistisch geprägte Ausforschung und Therapie selbst eingewiesen! Sollte sich seine Schuldunfähigkeit ergeben, sei es...sollte sich aber ergeben, das er wußte, was er Mollath antat gehört er wegen Verbrechen gegen die Menschenrechte vor den EugerM!
    und Brixner lange schon, denn der wußte, was er tat.

    Das Schlimme ist, das die beiden Genannten zusammen mit Merk und Frau Mollath alle ihre auf diesem Wege der Entsorgung des Gustl ergaunerten Millionen ungestört in Saus und Braus werden friedlich und freiheitlich abfeiern können...und niemand weis wirklich, wer noch auf der "CD" des Gustl Mollath hätte stehen können...vielleicht würden da Namen auftauchen, die uns noch mehr erschrecken...

    Der ganze Vorgang ist unfassbar skandalös und man fragt sich, in welch einem Land man lebt!! All die ganzen "normalen Menschen" da draussen machen jeden Tag weiter, während der arme Mensch Mollath unverändert seit SIEBEN JAHREN sein Leben verschenken muss - ich kann die Wut darüber kaum beherrschen - auch darüber, das nicht unverzüglich alle rechtschaffenden Menschen des Landes vor diese Klinik ziehen und die Befreiung des Mollath fordern!

    Solange unterscheidet uns vollkommen nichts vom wegsehenden Mitläufer im dritten Reich und jeder von uns macht sich durch Nichtstun direkt mitschuldig wie die eigentlichen Verbrecher!

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  6. AKTIONSVORSCHLAG (schnell gemacht):
    Bundesweit überall, wo es solche verlogenen Gedenksteine bei Psychiatrien gibt, sich daneben hinstellen mit Plakat "Freiheit für Gustl Mollath" und Foto davon gleich ins Netz.

    Entlarvte Heuchelei der Weisskittel-Schließer ist deren empfindlichste Stelle! - Eine Aufarbeitung der Verstöße gegen ärztliches Ethos und Standesregeln muss folgen bis zum Entzug der Approbation.

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    1. und PS:
      keine Grafittis - Ehre allen Opfern, auch durch unser Tun.

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  7. Hier bin ich nun über die "Gustl-for-help" Seite gelandet. Zunächst einmal: es regt mich maßlos auf, was man mit dem armen Mann gemacht hat! Und ich wünsche ihm, dass er sobald wie möglich frei kommt und angemessen entschädigt wird!

    Zum Thema: Wenn man mich in die Forensische einweisen würde, würde ich vermutlich komplett durchdrehen... , bis sich irgendwann das Hirn wieder meldet und sagt: das bringt nichts.

    Man kann wohl davon ausgehen, dass H. Mollath seit sieben Jahren in einer absoluten Ausnahmesituation lebt, zeitweise ohne Hoffnung auf schöne Tage, verzweifelt - nun, aufgrund steigender Unterstützung wieder mit mehr Hoffnung. Zeitweise wurde er wohl sogar gefoltert (nächtliches Aufwecken).

    Wenn man sich in solche Fälle hinein versetzt, ist naheliegend, dass so manche Einweisung zu einer Art selbsterfüllenden Prophezeihung wird, indem die Einweisung zu emotionalen Ausnahmezuständen führt, die von den "Experten" wiederum als Beleg für die Notwendigkeit der Unterbringung herangezogen wird. In sofern ist es bewundernswert, dass H. Mollath das bis heute erträgt, weiter kämpft und hofft.

    Wie soll nun unterschieden werden, ob jemand tatsächlich gefährlich ist oder nicht? Im Strafrecht gilt der Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten". Sind solche Gutachten / Begutachtungen über den Geisteszusatnd eines Menschen zweifelsfrei, über jeden Zweifel erhaben? Ganz sicher nicht. Die Psychiatrie ist also ein Bereich, in dem solche Grundsätze nicht gelten - denn sonst wäre es ziemlich leer in Bayreuth und anderswo. Im Zweifel wird lieber mal einer weggesperrt.

    Eine vernüftige Lösung habe ich nicht parat, aber es ist offensichlich, dass in diesem System erheblicher Reformbedarf herrscht!

    Ein anderer Punkt ist m.E. mangelnde Kontrolle / Aufsicht der Anstalten. Ohne kann die dortige Leitung im Prinzip machen, was sie will. Es gelangt kaum an die Öffentlichkeit, Fehlverhalten wird nicht sanktioniert, Beurteilungen (wie die hier zu findenden Links) nicht unabhängig geprüft. Die Internierten haben keine Stimme. Dass eine Forensik eine notwendige Überprüfung von innen heraus für sich selbst leisten kann, halte ich wenn überhaupt für eine Ausnahme. Man kann davon ausgehen, dass niemand dem Chef ans Bein pinkeln wird.

    Das ganze ist sehr traurig.

    FC

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  8. Diese psychiatrischen Stellungnahmen des BKH Bayreuth (hier Links unter dem Artikel oben) erinnern mich ungemein an das Buch "Die Pysiker". Da fragt man sich wirklich wer eigentlich verrückt ist. Da wird das Haar in der Suppe gesucht um Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der fälschlichen Unterbringung zu "erhaschen". Auf die Idee, dass ein überdurchschnittlich intelligenter Mensch nach einer Hetzjagd der Justiz und der Behörden jegliches Vertrauen eben in diese verlieren muss, sollte in meinen Augen sogar der unerfahrenste Psychologe kommen. Diese Stellungnahmen des BKH Bayreuth zeigen mit welcher Unverschämtheit diese Anstalt das Spiel der angeblichen Wahnvorstellungen von Herrn Mollath auf die Spitze treibt. Eben genau damit bestätigt sie die Befürchtungen von Herrn Mollath, dass auch die Anstalt Teil des Systems ist, welches ihn weiterhin Ausgeschaltet sehen will. Nach der Lektüre dieser Stellungnahmen (vor allem der vom April 2013)kann ich Herrn Mollath nur rechtgeben. Mit fundierter Untersuchung oder Einschätzung hat das nichts zu tun. Ich würde sogar noch weiter gehen und sehe diese Auflistung von Telefongesprächen von Herrn Mollath als absoluten Beweis der Inkompetenz der Mitarbeiter dieser Anstalt. Auch gebe ich Herrn Mollath zu 100 % recht. Diese Menschen dürften niemals solche Verantwortungvolle Aufgaben inne haben. Hoffentlich bewegt sich jetzt endlich mal etwas nach der Ausstrahlung der Sendung und das ganze findet noch ein gerechtes Ende für Herrn Mollath (und auch seine Exfrau!).

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  9. Was mag in einem Mediziner vorgehen, der einem sich verzweifelt Wehrenden die »Beruhigungsspritze« setzt, den eigenen unfehlbaren Willen damit gegen die »mangelnde Einsichtsfähigkeit des Kranken« durchsetzend?
    Dazu fällt mir nur mein Lieblingszitat ein:
    "Es ziemt dem Untertanen, seinem Psychiater und Richter schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt; aber es ziemt ihm nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen." (frei nach Gustav von Rochow)
    Kurz: „Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.“
    zuweilen fälschlich Friedrich Wilhelm von Brandenburg zugeschrieben
    (http://de.wikiquote.org/wiki/Gustav_von_Rochow)

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  10. Herr Mollath ist für uns alle ein Held. Das er diese Hölle bis jetzt überlebt hat, ist mit höchster Auszeichnung zu werten. Das ist ein Mann der für Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit alles riskiert hat.
    Und ich freue mich das nun immer mehr ans Licht kommt!
    Ich musste erschauern, wie viele einflussreiche Leute
    sich mit Lügen und Täuschung, diesen Mann kaputt machen
    wollten,aber sie haben es nicht geschafft.
    Gustl Mollath verdient Annerkennung und er soll dafür
    auch das Bundesverdienstkreuz erhalten.
    Es gibt sie noch die Helden der Neuzeit!!
    Die Psychatrie dagegen braucht eine umfassende und grundlegende Reform, die auch wissenschaftlich und gesundheitsmedizinisch begleitet wird. Es dürfen Menschen nicht mehr auf solch willkürliche Weise weggesperrt werden!!

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  11. Ich vermisse einen Blick nach Italien - ein EU-Gründungsstaat - wo die Psychiatrischen Anstalten schon seit 20 Jahren abgeschafft sind. Es geht also anscheinend. Gerade von Bayern aus ist es ja nicht weit - aber geistig-moralisch liegen offenbar Welten zwischen beiden Staaten.

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    1. Susanne Stetter8. Juni 2013 um 22:14

      tscherto veramente

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    2. In Italien wurden die Forensischen Kliniken (Gustl Molath sitzt in einer Deutschen Forensik) noch nicht abgeschafft.

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  12. Ich finde es ausgesprochen befremdend (und schade), dass sich hier nahezu jeder nur unter dem Vorbehalt der Anonymität traut seine - sehr zutreffenden - Ansichten zu formulieren. Ich wünsche Euch allen, die Ihr solche Maskerade zu brauchen glaubt, ein ganz klein bisschen mehr Mut und die Bereitschaft, zu Eurer Haltung auch zu stehen. Ich bin grundsätzlich der Ansicht, dass nur anonym mitgeteilte Gedanken Feigheit demonstrieren, die Ihr, die Ihr für eine Gute Sache sprecht, überhaupt nicht nötig habt.
    Beste Grüße
    Gert Postel

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    1. Sehr geehrter Herr Postel,

      ich danke Ihnen für Ihren abermaligen Beitrag in diesem Blog.

      Ich bedaure meine Feigheit, mich hier hinter einem Synonym zu verstecken.

      Ich bin in die Mühlen der Psychiatrie geraten, weil ich mich nicht versteckt hatte, als Hakenkreuze auf Schülertischen - sogar wiederholt - auftraten. Gleich am Ende des betreffenden Schuljahres wurde ich auf eine Odyssee geschickt, an dessen Ende ich ein "Berufsverbot" erhielt.

      Die "Weiten" des Internets sind unergründlich, die Vernetzungen nicht offenbar und die Zugriffsmöglichkeiten des "tiefen Staats" auf diese Daten ungeahnt. Unter diesen Voraussetzungen billige ich jedem Anonymus diesen schwachen Schutz zu.

      Ich hoffe, immer dann die nötige Kraft zum eigenen Wort, besser zur Tat zu haben, wenn es darauf ankommt. Kommt es hier darauf an?

      Ihr Befremden verstehe ich, dennoch bitte ich Sie heute als Person der Öffentlichkeit um etwas mehr Ihres Verständnisses für schwächere Menschen wie mich - die eher der Ermutigung, vielleicht auch Ermunterung denn des Fingerzeigs auf ihre Schwächen bedürfen.

      Gemeinsam sind wir stärker ...

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    2. Hi Gert Postel!
      Da ich aktuell genug Schwierigkeiten habe werde ich hier nicht unter Klarnamen schreiben. Das ist keine Feigheit sondern Selbstschutz. Kann auf u.a. Morddrohungen gegenüber mir (eine meiner momentanen Schwierigkeiten) verzichten. Auch auf die üblen Fähigkeiten von Ärzten, welche diese Schwierigkeiten als Psychose nach Fünf-Minuten-Untersuchungen auslegen. Motto: Es kann ja nicht wahr sein, was nicht sein darf.
      Deshalb gebe ich den Klarnamen nur an Anwalt und Polizei weiter.
      Dennoch bewundere ich ihren Mut, Offenheit und vor allen ihren Lebenslauf. Menschen wie sie haben (wenn auch unter anderen :-D Namen) die Welt zum Positiven verändert.
      Em.Ef.Ge. von "Kein Klarname"

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    3. Herr Postel, verstehen Sie das nicht falsch. Ich für meinen Teil schreibe anonym ins Netz, weil ich das Selbstdarstellerische am Veronym nicht mag. Ich sehe nur Buchstaben, keine sprechenden Menschen. Menschen sage ich meinen Namen, wenn sie ihn wissen wollen. Aber doch nicht Maschinen, die mich darum automatisiert bitten.

      Eine Aussage wird nicht wahrer oder falscher, wenn (k)ein bürgerlcher Name darunter steht? "Das ist eine Personenstandsmoral, die soll uns beim Schreiben in Ruhe lassen." Zitiere ich mal ohne den Autor zu nennen. Weil Aussage, nicht Name relevant ist. Oder?

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  13. Es ist wohl normal, daß meine Kommentare trotz Links, ohne Beleidigungen und mit Inhalt nicht veröffentlicht werden...

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    1. Hallo @Kein Klarname, die Veröffentlichung der Kommentare kann manchmal ein wenig zeitversetzt erfolgen, da ich sonntags nicht durchgehend am Computer sitze.

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    2. Ich meine einen unter "Anonym" veröffentlichten Kommentar vom Samstag mit vielen gesetzten Links. Beim Blog von "GabrieleWolff" sieht es ähnlich aus... die Strippenzieher (nicht die Nutznießer und Handlanger) der Schwarzgeldgeschäfte sind wohl nicht so von Interesse wie das Opfer Gustl Molath. Dabei haben die "Wealth-Manager" der HVB aufgrund derer steilen Karrieren wohl mehr (Metapher:) die Finger auf dem Knopf als Beate Merk. Ohne deren "Geschäftsideen" hätte Frau Maske (Ex-Molath) wohl auch keine Gelder in die Schweiz geschleust.
      Die Köpfe werden wohl wie beim NSU-Prozess von ganz oben geschützt. An die traut sich niemand. Gustl Molath wäre froh, wenn er frei kommt und dafür andere seinen Platz einnehmen.
      Da u.a. meine Webseite gehackt wurde und auch sonst alles andere in meinem Leben nicht normal verläuft (ein Rechtsanwalt sprach auf mich bezogen schon von Verschwörung) "könnte" es sein, daß man mich selbst im Internet mehr als nur verfolgt. Damit meine ich nicht "prism".

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  14. Auf der einen Seite, so schien es, ist die Welt der Gesunden im Geiste. Auf der anderen Seite, so galt es zu glauben,ist die Welt der Kranken im Geiste. Und wahre Wissenschaftler entscheiden selbstlos und allwissend, wer in welche Welt gehört.

    Was für ein Irrglaube!

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    1. Lieber Herr Langbein,

      das stimmt, aber das ist nun wirklich gar nichts Neues, sondern ein alter Hut. Deshalb wird ja gekämpft an allen Fronten, deshalb gibt´s ja die Antipsychiatrie und so viele Freunde, die täglich auf dieses Skandalon hinweisen.

      Beste Grüße
      Gert Postel

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    2. Lieber Herr Postel, für mich sind die Beiträge hier ausgesprochen erhellend!Beste Grüße Walter-Jörg Langbein

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  15. Sehr gut, dass klar gesagt wird, dass es sich bei der Psychiatrie um eine Pseudowissenschaft handelt, was schlicht den unumstößlichen und unbestreitbaren Tatsachen entspricht.

    Sehr gut auch, dass die Perversion zum Ausdruck kommt, die mit psychiatrischer Begutachtung generell einhergeht. Die psychiatrische "Behandlung" würde ich noch konsequenter verurteilen: Zum Teil Folter, zum Teil schwere und gefährliche Körperverletzung bis hin zum Mord auf Raten.

    Diese Dinge müssen in öffentlicher Diskussion klar gemacht und verbreitet werden. Dafür sind schon viele gestorben, sie sollen nicht umsonst gestorben sein.

    Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

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  16. Liebe Frau Prem,

    der "Spiegel" in seiner heutigen Ausgabe hat erneut ein Thema von Ihnen aufgegriffen. In den "Personalien" auf Seite 144 findet sich eine Notiz, wonach der Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Armin Nack während des Vortrags an der Universität Passau wissen lässt, dass er meine forensische Begutachtungspraxis in einem bei ihm zu Verhandlung angestandenen Rechtsfall jener der "beiden gelernten Psychiater" vorgezogen habe. Schallender kann man sich eine gegen die forensischen Psychiater gerichtete Ohrfeige gar nicht vorstellen. Und so freue ich mich sehr über die späte Anerkennung meiner forensisch-sachverständigen Arbeit durch den Vorsitzenden eines Strafsenats des höchsten deutschen. Im weiteren Verlauf des 7minütigen Videoausschnitts macht der Senatsvorsitzende sich in ätzender und überaus zutreffender Weise über die "Methoden" der Sachverständigen geradezu lustig. Ich habe den Eindruck, er verachtet Psychiater. Das ist alles ganz prima und hoffnungsvoll.

    Beste Grüße

    Gert Postel

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    1. Lieber Herr Postel,

      das ist eine sehr gute Nachricht! Vielleicht wächst gegen Expertengläubigkeit und Schubladendenken ja doch noch eines Tages ein Kraut. Da werde ich mir jetzt gleich mal einen SPIEGEL kaufen gehen! :-)

      Herzliche Grüße

      Ursula Prem

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    2. Bin ich ein "Pointenkiller", wenn ich ausplaudere, dass es just dieser 1. Senat dieses Herrn Nack war, der Brixners Urteil ohne es auch nur flüchtig zu prüfen durchgewunken hat, weshalb Gustl Mollath jetzt "rechtskräftig" im Psychoknast sitzt???

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    3. @Anonym: Nein, sind Sie nicht. Denn das ist allseits bekannt.

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    4. Vorschlag an Herrn Postel: Um diese bitterböse Realsatire zu toppen, schreiben Sie doch ein Gutachten über den Humor biederer Machtmenschen und schicken es dem SPIEGEL.

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  17. @Herr Postel

    Tät ich vom BGH-Nack positiv gewürdigt werden - müsst ich mich eingehend selbstkritisch fragen, was ich falsch gemacht hätte ... Sie sich nicht ... oder etwa doch?

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    1. Ich, der ich mit Namen unterzeichne, nehme grundsätzlich nicht mehr Stellung zu anonym gehaltenen Zuschriften.

      GP

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    2. Ja, Gert Postel, ich teile Ihre Ansicht, dass man mit seinem Namen zu dem stehen wollte, was man zu sagen hat.

      Andererseits teile ich zumindest eine Ansicht mit der Person, die Ihnen die Frage vorgelegt hat, wie Sie sich in Anbetracht eines Lobes des BGH-Richters Nack fühlten: Mich würde ein solches Lob auch skeptisch machen.

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    3. Betr. Anonymität meine Meinung:

      Sie beide, Postel und Sobottka, haben einen Namen. Jedenfalls im Netz. Ich hab dort keinen. Deshalb meine Anonymität. Die mir hier auch von Frau Prem, die auch einen Namen hat im Netz, gestattet wird. So daß ich sowohl Frau Prem dafür danke, daß ich hier anonym posten darf, als auch Sie (zwei beide) nicht mal um Fairstaendis dafür, daß ichs tu, bitte;-)

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  18. Sehr verehrte Frau Prem,
    ich lese Ihre interessanten Beiträge gerne. Besonders der letzte hat es mir angetan. Ein seriöser Volltreffer. Nur eines wollte ich Ihnen nun doch endlich mal sagen:
    Wer so gute und seriöse Kommentare schreibt, der tut sich keinen Gefallen mit einem solchen Foto. Ich meine das mit dem weißen Hut. Das konterkariert die Qualität Ihrer Beiträge, besonders des letzten.
    Mit besten Empfehlungen
    P.L.

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    1. @P.L.: Danke für Ihre Anmerkung. Sollten meine Beiträge eine höhere Qualität haben als der Hut, so ist mir das lieber, als wenn es umgekehrt wäre. :-))

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    2. @UP: Naja, bei einer so ernsten und so traurigen Geschichte wie der des armen Gustl Mollath erscheint mir der Kontrast einer schönen, lächelnden Frau mit Ferienhut eben irgendwie dem Ernst des Sujets nicht ganz angemessen und deswegen...Aber als kluge Dame haben Sie längst verstanden, wie Ihr Foto in Ihrer dankenswert schnellen und lustigen Antwort zeigt :)

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    3. Verstehen kann ich Ihre Anmerkung allerdings nicht so ganz, denn das besagte Foto steht ja in obigem Beitrag gar nicht drin. Aber gut, kurz vor Mitternacht muss man auch nicht mehr alles verstehen ...

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    4. Hallo Frau Prem,

      auch der weiße Hut steht Ihnen ausgezeichnet - sorry, ich bin ein Mann ...

      Schönes Wochenende wünscht Ihnen

      Dian

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    5. Hallo Dian,

      so langsam glaub ich echt, ich bin hier in einem Modeblog. :-)))

      Schönes Wochenende auch

      Ursula Prem

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    6. ... zumindest kommt er(bzw. es - wegen Opa!) immer mehr in Mode - meint und grüßt nochmals

      Dian

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  19. @UP: "...denn das besagte Foto steht ja in obigem Beitrag gar nicht drin..." eben deswegen! :)))
    Ich wünsche angenehme Nachtruhe. Es wird eh Zeit, denn morgen wird es im Untersuchungsausschuß wohl richtig spannend.

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  20. @UP_10. Juni 2013 23:43:
    so begann mein letzter Beitrag (10. Juni 2013 23:53):
    "...denn das besagte Foto steht ja in obigem Beitrag gar nicht drin..." eben deswegen! :)))..."

    Wenn man Ihren Beitrag liest, dann kommt man 3 mal an Ihrem links stehenden Hutfoto vorbei. Man kann es also kaum verpassen, während man z.B. gerade liest: "Die Hölle der »Nebenwirkungen« durch Ableben beendet"...

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    1. Ach DAS meinen Sie! Das ist die Liste der meistgelesenen Beiträge der vergangenen 30 Tage und hat mit dem Beitrag selbst nichts zu tun.

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    2. Wer im Zusammenhang des Ausgangsthemas über die Kopfbedeckung der Autorin sich Gedanken macht, hat etwas Grundlegendes noch nicht verstanden.
      Oder es ist plumpe, dümmliche "Anmache." Und, natürlich, anonym.

      GP

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    3. @Gert Postel: Si tacuisses...

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    4. @Anonym: Da bin ich nun ganz anderer Ansicht! Ich teile Herrn Postels Ansicht in Sachen Kopfbedeckung U. Prems voll und ganz! Walter-Jörg Langbein PS)Zudem glaube ich nicht, dass sich Herr Postel als Philosoph geschätzt zu werden wünscht!

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    5. @Gert Postel u.
      @WalterJoergLangbein
      Ihnen beiden scheint entgangen zu sein, daß ich Frau Prem lediglich einen der Wirksamkeit Ihrer Artikel helfenden Hinweis geben und nicht etwa eine emotionale Plattitüdenparade eröffnen wollte, welche ich hiermit als beendet betrachte, denn Frau Prem hat der Hinweis eines altgedienten Journalisten bereits erreicht.
      Vorschlag zur Güte deswegen: Meine Herren, lassen Sie uns zurückkehren zum Thema, welches ist und auch sein sollte hier: Gustl Mollath. Ich jedenfalls werde keinen weiteren Beitrag mehr hier zu diesen seltsamen Mißverständnissen bringen.

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  21. Sehr geehrter altgedienter anonymer Journalist! Ihr Hinweis auf den Hut von Frau Prem war es, der vom eigentlichen Thema ablenkte. Herrn Postels kurze Antwort leitete zum eigentlichen Thema zurück.Löblich ist es, dass Sie, werter Anonymus, nun keine weiteren Platitüden folgen lassen wollen. Mit freundlichen Grüßen - Walter-Jörg Langbein (NICHT anonym)

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  22. Sina

    Es gibt ein altes (aber womöglich gerade deshalb ) sehr interessantes Buch:
    *Wer ist aus Holz?*

    Nach Foudraine sind die sogenannten Geistesgestörten 'Lautsprecher, aus denen die Leiden unserer Zeit vielleicht am deutlichsten wiederhallen'.
    http://www.amazon.de/Wer-ist-aus-Holz-Foudraine/dp/9026301421#customerReviews
    http://www.amazon.de/Wer-Holz-Neue-Wege-Psychiatrie/dp/3492020070/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1408306324&sr=1-1&keywords=Wer+ist+aus+Holz%3F+Jan+Foudraine

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  23. Schade, dass ich diesen Blog erst heute kennengelernt habe.

    Ich hätte nur zu gern die fachlichen Aussagen der PsychiaterInnen unter diesem Strang
    http://www.ein-buch-lesen.de/2013/05/vorsitzender-richter-am-bgh-armin-nack.html
    etwas vertieft und seziert.
    Offensichtlich kennen die noch nicht einmal die neurologische Fachliteratur und von kontrollierten Studien, Validität oder auch nur von "Evidenz" haben die nie etwas gehört.

    Dann wüsst(en) nämlich die Person(en) die als Susanne Stetter und Anonym gepostet haben, dass es ein Behandlungsfehler ist, Depressionen mit Antidepressiva zu behandeln, weil diese nämlich die stressbedingten neurologischen Schäden, deren Symptom Depressionen sind - und keine eigenständige Erkrankung - verschlimmern.

    Bei Depressionen gilt: Raus aus der Stressmühle, Reduzieren / Absetzen von Aufputschmitteln (wie zum Beispiel Kaffee), leichter Sport zur Reduktion der Stresshormonspiegel, damit sich das Gehirn (der Hippocampus) regenerieren kann. Dann verschwinden allmählich auch die Depressionen.

    Behandelt man Depressionen mit Drogen auf Rezept, wie dies im Falle der Fußballer Robert Enke und Andreas Biermann geschah, dann führt das zur weiteren Verschlimmerung der neurologischen Schäden und damit zur Drogenabhängigkeit und letztlich zum Suizid bzw. zur "Unterbringung" wegen nun tatsächlich "therapeutisch" herbeigeführter Selbstgefährdung.

    Auch Geräusche- und Stimmenhören - was spätestens dann gefährlich wird, wenn die reale Welt gegenüber den Stimmen in den Hintergrund gerückt ist und die Stimmen das Handeln bestimmen - ist in den allermeisten Fällen durch Drogen - in erster Linie durch Psychopharmaka, Cannabis und eher selten durch Alkohol - verursacht.

    Es tritt oft in einer Situation starker Aufgeregtheit bei fehlendem Stressabbau auf, beginnt meist harmlos mit Geräuschehören. Gefährlich wird es erst durch die falsche Behandlung der Psychiatrie, welche eben genau nicht diesen Stress als Ursache sieht.

    Geradezu gefährlich ist dieses Wahnmodell der psychiatrischen Unterbringung.

    Denn dieses zwingt die Menschen, um nicht das Risiko einer "Unterbringung" einzugehen, auf fachliche Hilfe zu verzichten, so dass es dadurch überhaupt erst zu einer Verschlimmerung bis zur Gefährdung kommt, abgesehen von der psychiatrischen Rumstümperei als Ursache von Geräuschehören.

    Ja es gibt Gefährdung. Es gab Auschwitz, es gibt Anders Brevik, es gibt den Islamischen Staat, es gab Pol Pot, es gibt Kriege.

    Und es gibt die Psychiatrie, deren Verbrechen den Gefährdungen durch Bürger, die Stimmen hören, Depressionen haben oder sich in anderen psychsichen Ausnahmesituationen befinden, gegenüber gestellt werden müssen.

    Und da dürfte für der Berechtigung der Psychiatrie in ihrer gegenwärtigen Form als Gewaltpsychiatrie, die verleumdet, betrügt, einsperrt und körperverletzt und regelrecht foltert statt zu helfen, nichts Belastbares mehr übrig bleiben.

    Wenn Psychiater Geld brauchen, dann sollen die zum Sozialamt gehen aber nicht ihre destruktiven Persönlichkeitsstrukturen am lebenden "Objekt" austoben.

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