Freitag, 28. Juni 2013

Gustl Mollath: Psychiatrische Gutachten versus Menschenrechte – die Freitagskolumne von Ursula Prem

Über Gustl Mollath wurde in den vergangenen Wochen und Monaten viel geschrieben, auch hier in diesem Blog. Immer mehr Menschen machen sich mit dem unfassbar tragischen Fall vertraut und kommen zu der Erkenntnis, dass der Tiefpunkt noch lange nicht erreicht ist: Mit jeder neuen Enthüllung wird das Übermaß institutionalisierter Gemeinheit offenkundiger, dem Gustl Mollath so viele Jahre lang nahezu schutzlos ausgesetzt war.

Für Außenstehende bedarf es aller Kräfte ihrer Ratio, um sämtliche Puzzleteile des vielschichtigen Vorgangs zu einem halbwegs überschaubaren Bild zusammenzufügen. Wie gut, dass es Kabarettisten wie Erwin Pelzig gibt, welcher in der letzten Ausgabe von »Neues aus der Anstalt« nur gut sieben Minuten brauchte, um aufzuzeigen, wie einfach es ist, mitten in Deutschland einen Menschen auf unbestimmte Zeit in der Psychiatrie zu verräumen.


Direktlink zum Video        

Was aber bedeutet es für den Betreffenden konkret, dem Psychiatriesystem so viele Jahre lang ausgeliefert und damit vollkommen entrechtet zu sein, ohne Kenntnis eines Enddatums für dieses Martyrium? Wie fühlt es sich an, im emotionalen Niemandsland zu leben, nicht wissend, ob die Entlassung morgen, nächstes Jahr oder aber niemals erfolgt? Wie verkraftet ein derart Gequälter die allenthalben spürbaren Schikanen: gefälschte Entlassungsanordnungen, lügenstrotzende Zeitungsberichte oder die Konfrontation mit den täglichen Leiden von Mitgefangenen? Und, um die schauerlichste Dimension dieser Situation nicht auszublenden: Wie hält ein (inzwischen offenkundig!) Unschuldiger wie Gustl Mollath dies alles so lange durch? Längst belegen zwei fundierte Wiederaufnahmeanträge, was von dem diesem Drama zugrunde liegenden Urteil zu halten ist: Es ist nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben steht!

Sieben Jahre und vier Monate sind seit Gustl Mollaths Verräumung vergangen: Eine endlos lange Zeit in Ungewissheit, ohne Privatsphäre, ohne ungestörten Schlaf, stets konfrontiert mit der latenten Bedrohung durch Halbgötter in Weiß und deren willfährige Helfer.

Zahlreiche Briefe Gustl Mollaths aus früheren Jahren spiegeln einen unvorstellbaren Kampf um Gerechtigkeit wider. Gustl Mollath, so viel wird beim Lesen schnell klar, hat sich nie auch nur eine Sekunde aufgegeben, auch nicht angesichts all der tiefen Täler, die er, von der Öffentlichkeit noch völlig unbemerkt, in dieser Zeit durchschritten hat. Wie mag er sich wohl am 20. März 2011 gefühlt haben, als er folgenden Brief an einen Unterstützer zu Papier brachte, den ich hier in Auszügen wiedergeben möchte:


»Mein Ende ist beschlossen und scheint unausweichlich! 
[...] Das Gutachten von Professor Pfäfflin ist skandalös und vernichtend.Eine Rettung scheint unmöglich, noch dazu habe ich so gut wie keine Hinweise zu adäquaten Hilfen. Bei diesen Voraussetzungen steht das Ergebnis der nächsten Anhörung fest. Der Vorsitzende Richter Kahler wird, mit höchster Wahrscheinlichkeit, unsägliche Rache an mir üben. 
Bis zu meinem Lebensende werden mich diese unsäglichen Ärzte und deren Schergen weiter quälen können. [...] Gerne hätte ich einen größeren Beitrag geleistet, dieses System wenigstens breiter öffentlich zu machen. Zu einer „Anhörung“ brauche ich gar nicht zu gehen, das „Urteil“ steht fest und, in absehbarer Zeit, wird es wohl auch allen anderen bisherigen Helfern zu viel.«


Briefausschnitt von Gustl Mollath, 20. März 2011


Zu dem von Mollath angesprochenen Gutachten heißt es auf der Unterstützerwebsite gustl-for-help.de:

»Ein Gutachten von Prof. Pfäfflin (Ulm) bestätigt das Gutachten von Dr. Leipziger mit der Zuschreibung von Wahnhaftigkeit, obwohl auch hier im Detail keinerlei Aggressivität seitens Gustl Mollath bezeugt wird: Mollath sei „nicht innerlich angespannt, aggressiv oder voller Wut und Haß“. Er „beteilige sich mit großer Energie am Sport, zeige dort auch Teamgeist“. Arztbesuche seien „problemlos verlaufen“ man habe in der Lockerungskonferenz „keine von ihm ausgehende Allgemeingefährdung gesehen und keine Fluchtgefahr“. 
„Die Überprüfung, ob sich Herr M. aufgrund eines Komplotts im MRV [Maßregelvollzug] befindet, und ob ihm die dem Urteil zugrunde liegenden Taten zu Unrecht unterstellt wurden, ist nicht Sache des Gutachters. Ungeachtet dieser Feststellung müsste im Gutachten selbstverständlich darauf aufmerksam gemacht werden, wenn im Rahmen der Untersuchung Informationen auftauchten, die zum Zeitpunkt des Einweisungsurteils noch nicht bekannt waren und die Zweifel an der Täterschaft des Begutachteten begründen. Entsprechende neue Unterlagen bzw. Informationen hat Herr M. mir nicht vorgelegt.“« 
Zitate Prof. Pfäfflin aus seinem Gutachten, Quelle: Chronologie, Ziffer 100 

So leicht also kann die Sache sein, wenn einer auf der »richtigen« Seite steht: Die von Anfang an rechtswidrige faktische Beweislastumkehr, nach welcher Gustl Mollath seine Unschuld belegen sollte, wurde auf diese Weise von Professor Pfäfflin einfach fortgeschrieben. Kein Wort davon, dass nicht eine einzige der angeblichen Anlasstaten jemals bewiesen worden war. Warum sollte sich Herr Pfäfflin auch darum bekümmern? Er ist schließlich Psychiater und kein Jurist, weshalb man solch eigenständiges Denken in fremden Gefilden nicht von ihm verlangen kann, zumal er mit einem für Mollath positiven Gutachten seine Kollegen Leipziger und Kröber schwer beschädigt hätte. Fakt ist: Gustl Mollath wurde durch diese lakonische Vorgehensweise in weitere Monate der Hoffnungslosigkeit geworfen, wie nur sehr starke Naturen sie unbeschadet zu überleben in der Lage sind.

Dass Mollath zu diesem Zeitpunkt schon viele zermürbende Jahre hinter sich hatte, liegt auf der Hand, denn immer wieder wurden seine Bemühungen um Aufklärung gezielt torpediert. Zu den regelmäßig hierfür vorgesehenen Schikanen zählte auch die turnusmäßige Wegnahme wichtiger Akten, wie sein Schreiben vom 13. Januar 2011 an Chefarzt Dr. Klaus Leipziger belegt:

»Aktionen Ihres Personals, mir wichtige Akten zu entziehen 
Sehr geehrter Herr Dr. Leipziger,
unter Leitung Ihres Mitarbeiters, Herrn P., werde ich seit Tagen wieder schikaniert, unter Druck gesetzt, provoziert und gezwungen, Akten aus meinem Schrank herauszugeben.
 
Am 10.1.2011, 11.00 Uhr, kamen die Herren P. und R. mit den „Sicherheitsbeauftragten“ Herren S. und R. in meinen Haftraum Nr. 124. Herr P. führte die Aktion an und wollte sofort, dass ich Akten aus meinem Schrank entferne, um einige Bücher und „Der Spiegel“-Magazine usw. von meinem Bücherregal zu entfernen. Es wird behauptet, ich hätte zu viele Akten, so wären Zellen-Razzien zu aufwendig! 
Dass ich in fünf Jahren unsäglicher Haft nie Sicherheitsrelevantes hatte, spielt keine Rolle. Herr P. behauptet, Mitgefangene könnten mir in meinem Schrank etwas „unterschieben“. Dass ich meinen Schrank immer verschlossen halte, spielt keine Rolle.
Am 12.1.2010 war ich gezwungen, einen Karton mit 7,3 kg Akten abzugeben. Heute, am 13.1.2011, kommen die Herren P., R., K. und P. und wollen wieder Akten aus meinem Schrank, obwohl nichts Nennenswertes noch in meinem Haftraum ist, muss ich noch mal abgeben. –> Karton mit 3,0 kg Büchern = 8 Stück. Danach kommt Herr P. noch mal und bringt Ihre „Sicherheitsbeauftragten“ S. und R. wieder mit.
 
Mein Mitgefangener, Herr P., hat alles miterlebt: „Die wollen Dich fertigmachen und zum Ausrasten bringen, damit sie Dich in der Fixe-ISO-Zelle verräumen können.“ [...]«

Briefausschnitt von Gustl Mollath an Dr. Klaus Leipziger, 13. Januar 2011

Unterbrechen Sie Ihre Lektüre nun für einen Moment, liebe Leser: Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, selbst in dieser Situation zu sein. Fragen Sie sich anschließend, ob dies eines angeblichen Rechtsstaats würdig ist. Bitte protestieren Sie deshalb an allen denkbaren Stellen dagegen, dass dem Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages am 26. Juni 2013 die geplante Erörterung der Situation von Gustl Mollath aufgrund der Gegenstimmen der schwarz-gelben Koalition verunmöglicht wurde: Wenden Sie sich lautstark gegen die Unsitte, mithilfe psychiatrischer Gutachten die als absolut geltenden Menschenrechte aufzuweichen, wie es schon jetzt tagtäglich mitten in unserem Land geschieht!




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Kommentare:

  1. ...Und wir deutschen haben LEIDER nicht den Mut, hier und dort einmal ganz richtig mit allem drum und dran aufzumischen.
    Wenn ich hier präzise aufzählen würde, was man mit unserem Hirnkranken System machen sollte, würden die mich sofort abholen und nie wieder raus lassen. ICH SCHÄME MICH FÜR MEIN LAND ABGRUNDTIEFST!!
    Justitia weint bitterlich

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  2. Affäre Mollath – Aspekt der Psychiater/Gutachten

    Im Blog „ http://www.humana-conditio.de/?p=276 „ wird ausgeführt, dass Beate Lakotta (BL) von einem in den Fall Involvierten als zum „Kröber-Fanclub“ gehörend bezeichnet wurde.

    Wie an dieser Stelle hinreichend behandelt, handelt es sich bei BL um die Person, die am 13.12.2012 in Spiegel Online einen stark kritisierten Artikel mit dem Aufreißer: „Fall Gustl Mollath: Warum der Justizskandal doch keiner ist“ veröffentlicht hat. So hat sie in einem Blog zu diesem Artikel u. a. den Facharzt Dr. Simmerl, der in einem gerichtlich beauftragten Gutachten Herrn Mollath (GM) eben keinen Wahn attestiert hatte, falsch zitiert. Das hat Dr. Simmerl veranlasst zu den unrichtigen Behauptungen von BL Stellung zu nehmen unter http://www.gustl-for-help.de/analysen.html#Simmerl2 .

    Nun zum „Kröber-Fanclub.“ Könnte es sein, dass BL zum Beispiel aus geschäftlichem Interesse den genannten Artikel verfasst hat?

    Folgt man „ de.wikipedia.org/wiki/Beate_Lakotta „‎, so gewann BL 2000 „den von der Lilly Deutschland GmbH vergebenen Schizophrenia Reintegration Award …“ Eben jene Lilly GmbH unterstützt durchgängig seit 2008 die jährlich stattfindenden Bayreuther Forensiktagungen unter Leitung von Dr. Klaus Leipziger, dem jetzigen nicht gewünschten Quartiergeber von GM. Nach http://www.sgipt.org/forpsy/Mollath/ipgipt/SKIDII.htm befragte Prof. Dr. med. Friedemann Pfäfflin am 30.11.2010 GM für ein Gutachten der Strafvollstreckungskammer, nachdem er am Vortag bei der Forensiktagung des Dr. Leipziger Referent war (.http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/veranstaltungen/2010/Flyer_Forensiktagung_Homepage.pdf ) Zufälle gibts, die gibts gar nicht.

    Wie weit reicht eigentlich der Fanclub? Auf jeden Fall reicht er bis Bayreuth. Als unlängst der Nordbayerische Kurier unrichtiges von der Ex-Frau von GM berichtete, erscheint BL nach Monaten auch wieder bei SPON und schreibt dazu bei Chefreporter Otto Lapp ab. Zum Wahrheitsgehalt dieses Artikels wurde u. a. veröffentlicht: http://gehirnsturm.info/?p=5170

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    1. Vielleicht sollte die Öffentlichkeit die Psychiater, die sich gegen die Falschgutachten ihrer sogenannten Kollegen auflehnen, mehr würdigen. Da gibt es Herrn Dr. Weinberger. Obwohl man ihm den Zugang zu Herrn Mollath verweigern wollte, setzte er mit Hilfe von Herrn Richter Heindl einen Besuch bei Herrn Mollath und eine persönliche Untersuchung durch. Sein Gutachten, dass 5 Wochen nach dem Gutachten vcn Herrn Pfäfflin erstellt wurde, belegt, dass Herr Mollath nicht unter einer wahnhaften Störung leidet. Die Gerichte, Staatsanwälte und Medien ignorieren das Gutahten von Herrn Dr. Weinberger konsequent. Warum darüber nicht in den blogs berichtet wird, ist mir nicht begreiflich. Gerade für die, die noch an der Gesundheit von Herrn Mollath zweifeln, wäre es wichtig zu erfahren, dass er gesund ist. Es gibt noch einen anderen Psychiater, der es gewagt hat, das unwissenschafftliche Gutachten von Herrn Leipziger anzuprangern. Er ging sogar so weit und forderte Frau Merk zum Handeln auf und klagt jetzt auch noch gegen sie. Auch diese Kritik wird von den Verantwortlichen vertuscht und von den blogs nicht gewürdigt. Da sei hier Herrn Pelzig gedankt,der Herrn Prof. Diedkhöfer bei "Neues aus der Anstalt" würdigte. Es wäre schön, wenn man die Psychiater, die sich gegen den Psychiatriemissbrauch auflehnen, öffentlich unterstützen würde. Vielleicht trauen sich dann auch andere Psychiater aus der Deckung.

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    2. Warum sehen Sie das so pessimistisch? - Die Blogs sind untereinander bestens querverlinkt. So viel ich sehe, arbeitet z.B. Herr Sponsel schon an den Konsequenzen in dieser Richtung.

      Überhaupt sollte sich jeder dort einbringen, wo er es am besten kann. (Und natürlich dabei das Ganze im Auge behalten.)

      Z.Zt. ist die juristische Schiene der Hauptkampfplatz, aber ich sehe überall Synergie und Vernetzung und das Entstehen einer breiten Bürgerbewegung für Menschenrechte. Das sollte uns beflügeln und Mut machen.
      A.B.

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    3. Ja, genau, das ist die Richtung: eine breite Bürgerbewegung für Menschenrechte und die Reform unserer Justiz (inkl. Korruptionsverbot für Politiker) sowie unseres "demokratischen" Alltags (Volksinitiative, Volksbefragung, Volksabstimmung) und 'Lobby-control'. Und diese Bewegung könnte sich meiner Meinung nach "Bewegung Gustl Mollath" nennen, um die großen Verdienst von Mollath - durch seine unglaubliche mentale Stärke und Durchhaltekraft - um die Aufdeckung skandalöser Zustände in unserem Lande gebührend zu würdigen.

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  3. Zitat:»Das Gutachten von Professor Pfäfflin ist skandalös und vernichtend ... « Zitatende
    Das ist es in der Tat und es ist peinlich und grotesk. Dabei überlege ich natürlich auch wie es sein kann, dass sich Gustl Mollath, der mir als ein sehr vorsichtiger Mensch erscheint, auf diese Begutachtung überhaupt eingelassen hat. Nun habe ich mir Fotos von Pfäfflin im Netz angesehen. Er erscheint mir als ein gemütlicher, freundlicher Mensch.

    Dass Friedemann Pfäfflin zusammen u.a. mit Hans-Ludwig Kröber an diesem Abschlussbericht gebastelt haben, dürfte ihm nicht bekannt gewesen sein, wie auch?

    Sexuelle Übergriffe durch katholische Geistliche in Deutschland
    Eine Analyse forensischer Gutachten 2000 - 2010
    Abschlussbericht 2012

    http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/Dossiers_2012/2012_Sex-Uebergriffe-durch-katholische-Geistliche_Leygraf-Studie.pdf

    Den Lesern dieser Kolumne sei das noch einmal in Erinnerung gerufen.

    Sylvia B.

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    1. Danke für den Link. Kannte ich bislang noch nicht. Eine schöne Auftragsarbeit, die den Katholiken sicher gut gefallen hat. Klar - nur so kommen zahlreiche Folgegutachten zustande, die die Gutachterkassen klingeln lassen.

      Ich verweise ja nur ungerne auf die Springerpresse. Aber was wohl Pseudo-Koryphäen wie Kröber und Pfäfflin hierzu sagen würden?

      http://www.welt.de/politik/ausland/article117464843/Prostitutionsring-fuer-Priester-in-Rom-aufgeflogen.html

      Liegt das auch im "normalpsychologischen" Bereich? Kommt das auch in jeder Berufsgruppe vor? Alles nur Hysterie, angezettelt durch die Massenmedien?

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  4. Und nun ist der arme Pfäfflin Aufgrund von Beschimpfungen durch den Internetmob so schwer erkrankt das er kein neues Gutachten mehr schreiben kann!
    Na da werde ich ihm doch gleich mal ein paar aufmunternde Zeilen schreiben damit das so bleibt!

    Deali

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    1. Anonyme Beschimpfungen dürften Pfäfflin eigentlich nichts ausmachen. - Ihn plagt etwas anderes, das er sich nicht erklären kann. - Die Seelenexperten haben sich ja nicht entblödet, Gustl Mollath zu fragen, ob er "Stimmen" höre. Worauf sie eine wirklich großartige Antwort bekamen mit einer Anspielung auf die innere Stimme, die jeder Mensch kennt: DAS GEWISSEN.

      Mediziner ohne Menschlichkeit! Das ist es, was sie plagt.

      Keine Sorge, ich wünsche diesen Herren ein sehr langes Leben, in dem sie jede, jede, jede Nacht in den Abgrund ihrer Schuld blicken. Und jeder, dem sie begegnen, wird sich erinnern und von ihnen abwenden. - Das Schicksal Kains: Soll ich meines Bruders Hüter sein?
      A.B.

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  5. Bei ueber 100 Mrd Bundessteuer-Rettungsgeldern (>2x bayrischer Staatshaushalt) fuer HRE, de facto: fast das gesamte Who is Who der deutschen Banken und Versicherungen etc. und einem nicht-bilanzierten Schattenhaushalt der HRE von mehreren hundert Milliarden Euro - "das gigantische "System" der Verschiebung von Reichtuemern in die Oasen" (=Verluste in der Bilanz = finanziert aus Steuergeldern), das von Mollath angesprochen war, zeitgleich mit der Einfuehrung der Quellensteuer, darf man sich nicht zu sehr "wundern".

    Der mit 92 FT finanzierte HVB Revisionsbericht nur dazu spricht die Gefahren ueber diese Informationen fuer die Bank(en) ungewoehnlich deutlich aus.

    Hier hilft nur Aufklaerung, Aufklaerung, Aufklaerung ueber die mit allen Mitteln klein geredeten und verdrehten Zusammenhaenge. Und das da nicht nur der Justiz und Psychiatrie sondern auch der Presse "klar gemacht" wird, was opportun ist.., wenn es um sooooo viel Geld geht... (und soviele wichtige Menschen, die mit einem Bein im Gefaengnis stehen/standen - das muss schon erst ver"jaehren")

    Pikant: Die SPD/Steinbrueck war damals an der HRE-Rettung - der in der EU-Geschichte bis dahin Groessten - beteiligt. Ob er wußte, was er tat?

    Das erklaert die Beisshemmung der SPD und dieses jahrelange gigantische Kartell der Unwahrheit, Schweigens der Manipulation, das auch liberale Blaetter einschloss/einschliesst.

    Dieses maechtige Interessenkartell erklaert natuerlich auch die gebetsmuehlenartige Diskreditierung der Aufklaerer als „Verschwoerungstheoretiker“. Bei soviel Geld braucht es keine Verschwoerung, das laeuft von alleine (wie geschmiert?).

    Da das, was heute in und mit den Banken passiert und durch die Banken mit uns passiert, inzwischen und kuenftig das große Gros der Menschen "im Kern", weil vermittelt ueber alle Lebensbereiche, betrifft - vielleicht unser groesstes Problem - besteht Hoffnung, dass mehr Menschen die Zusammmenhaenge verstehen (wollen).

    Auf die Medien, die ihre Broetchen verdienen muessen, darf man sich dabei wohl nur selektiv verlassen.

    Ein Link unter vielen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hypo_Real_Estate

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  6. "Er ist schließlich Psychiater und kein Jurist, weshalb man solch eigenständiges Denken in fremden Gefilden nicht von ihm verlangen kann,[...]"
    Dass das Wildern in fremden Gefilden und das Querdenken schwer bestraft wird, bekam der von mir sehr verehrte Professor Linus Pauling zu spüren, als er sich als Chemiker auf das Gebiet der Medizin vorwagte. Und, diesem Frevel noch die Krone aufsetzend, der Bevölkerung direkt in verständlichen Worten den Nutzen von Vitamin C im Speziellen und von Vitaminen im Allgemeinen erklärte.
    Die Medizin rächte sich fürchterlich, machte seine Erkenntnisse lächerlich, führte seine Krebsstudien mit verändertem Design durch und gab vor seine Ergebnisse seien nicht reproduzierbar. Bis heute hat die von Prof. Pauling weiterentwickelte Vitamintherapie trotz ihrer nachvollziehbaren Logik und Preisgünstigkeit in der Therapie von Schnupfen bis Krebs nicht den Stellenwert, der ihr zukommt. Der Wikipedia-Eintrag über Professor Pauling ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, warum Wikipedia keine Enzyklopädie sondern ein von Finanzinteressen beeinflusstes Medium ist.

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    Antworten
    1. @Anonym:
      ???Bezug???
      Bitte nicht "was ich schon immer mal sagen wollte", dazu ist das Thema hier zu wichtig!

      Aber über Wikipedia wäre bei Gelegenheit später mal was zu sagen, wie dort eine obskure Maurerbrigade den Artikel "Gustl Mollath" sabotiert hat. Nur allerdings nicht jetzt und hier.
      Nichts für ungut.
      A.B.

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  7. Wenn der Menschenrechtsausschuss so plattgestimmt wurde, würde jemand wie Petra Kelly (nehm ich jetzt mal stark an), in der örtlichen Konditorei ein paar Sachen besorgen und unangekündigt(!) an der Bayreuther Psychoknast-Pforte ihren Bundetagsausweis herausholen...

    Ich hoffe, es liest jemand, der sich gemeint fühlt. Also los jetzt, bitte!
    A.B.

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  8. Für die Asyl-Antragsteller, die in München auf der
    Straße in lebensbedrohenden Hungerstreik getreten
    sind, hat sich der Oberbürgermeister (SPD) im
    Einklang mit Seehofer medien-wirksam ins Zeug
    gelegt :
    Die Menschenwürde, das Leben, die Gesundheit
    hat absoluten Menschenrecht-Vorrang.

    Während gleichzeitig die Menschenwürde, das Leben, die Freiheit, die Gesundheit, mithin die elementaren Menschenrechte von Mollath dem Absolutheit-Anspruch der sich in "Größen-Ideen" im Chorgeistr für unfehlbar haltenden bayerischen Justiz und deren sich für unfehlbare hellseherische Staats-Psychiater niederste Nachrangigkeit und Unbeachtlichkeit
    erfährt.
    Als könnte der ruhig in der Psychiatrie vor die Hunde gehen, ohne dass das die Political Judical Correctness gewissensmäßig stört oder berührt.

    Da sollte Mollath doch auch in lebensbedrohenden Hunger-Streik durch Nahrungs- und Flüssigkeits-Aufnahme-Verweigerung treten, damit sich der Münchener OB um ihn und seine Menschenrechte und Menschenwürde so besorgt wie um die der ausgebremsten Asyl-Antragsteller.

    Es sei denn im eigenen Land hat der deutsche Stammbürger den geringsten Menschen-Recht-Würde-Wert.

    Dessen Whistleblower-Hirn-Gesinnung auf noch viel perfidere Art mit Psychiatrie-Tricks ausspioniert wird wie das sich die NSA bezüglich der Ausschnüffelung von Facebook-Intimsphären-Daten erlaubt.

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  9. Wenn ich täglich all die Dokumente und Informationen durchgearbeitet habe, ist es schön, mal hier die Karikaturen anzusehen:

    http://stevegeshwister.blogspot.de/

    (Das ist der Künstler, der auch die genialen Karikaturen im Überblick auf der gustl-for-help Website gemacht hat.)
    http://www.gustl-for-help.de/summary.html

    Herzliche Grüße
    A.B.

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  10. Es fiel mir schwer, die tiefe Weisheit der Worte des Vorsitzenden Kröber zu erfassen, die er dem Volk in seinem jüngsten Interview kundtat. - Da hatte ich die Erleuchtung: Gerade erhob sich der Glutball der Sonne über dem Tiananmen-Platz und es erschien der Große Vorsitzende auf der Empore, angetan mit seiner Uniform. Er winkte mir huldvoll zu - und ich verstand.
    Oh, Großer Vorsitzender!
    Totalitarismus ist gut und nutzbringend, wenn man nur auf der richtigen Seite steht.

    (Willkür, intellektuelle Unredlichkeit, argumentative Taschenspielertricks und bewußte Tatsachenverdrehungen. Alles keiner Auseinandersetzung wert, einzig durch autoritäre Deutungshoheit gestützt und aufgeblasen. Die K-Gruppen-Anspielung musste schon sein, die Affinität zu autoritären Machtstrukturen scheint ja durchgängig. - Mit der Abschaffung des bürgerlichen Rechts hat es nun besser geklappt als seinerzeit. Einstweilen, wenn nichts dazwischen kommt.)

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  11. Eines sei aber noch angemerkt, denn ich halte Kröber wirklich nicht für blöd, sondern jetzt, wo er in der Ecke steht, eher für ziemlich gerissen.
    In dem Interview stimmt die timeline nicht. Absichtlich. Sehr schlau, das wird nämlich die Rückzugslinie, auf der er sich herausschwindeln wird. Kann man ja Brixners Urteil für verantwortlich machen.
    Es ist zwar nicht elegant, aber erstmal muss man natürlich seine "Irrtümer" absichtlich noch publik machen, um sie später dann einzugestehen. Darum dieses Interview. (Ganz schön gerissen, würd ich mal sagen.)
    Die Rückzugsposition ist dann, dass der vielbeschäftigte Gutachter hauptsächlich anhand des Urteils in den übrigen Akten nur ein paar Sachen nachgesehen hat. So Ablaufschilderungen halt. - Naja, die Chronologie, konfus der Brixner, da hat es wohl einen Fehler gegeben; tut mir echt leid.

    Genau darauf wird es hinauslaufen. - Oder glaubt jemand ernsthaft, dass der feine Herr K. nicht spätestens jetzt, genau zum Zeitpunkt dieses Interviews - und da seine Reputation auf dem Spiel steht, alles bestens analysiert hat und die einschlägigen Blogs verfolgt?

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  12. http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/06/20/der-fall-mollath-eine-hangepartie-ii/comment-page-4/#comment-14398

    Hier habt ihr ihn! Genau wie ich es sagte.
    A.B.

    PS: Für Alt-Maoisten sei's hier mal gesagt. Von all den chinesischen Strategemen ist das letzte: "Steht deine Sache aussichtslos, gib Fersengeld!" (Frei übersetzt.)

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