Montag, 24. Januar 2011

Klaus-Dieter Sprössel: »Kinder der Elbe« - Ein Sittengemälde in Büchern

Über die Menschen,
ihre Generationen
in der Teilung Deutschlands
und
deren Überwindung
seit dem Ende
des Zweiten Weltkrieges
bis in die Gegenwart

Einige Anmerkungen zum Anliegen und zum Inhalt
Vergangenheitsbewältigung hat viele Gesichter und ebenso viele Blickweisen und Blickrichtungen. Es kommt sehr auf den philosophisch-sozialen Standort des Bewältigers einer historischen Vergangenheit an und auf die Weise, wie er bewältigen will.

Ein Angebot ist »Kinder der Elbe«.

»Kinder der Elbe« ist ein Sittengemälde, bestehend aus einzelnen, in sich geschlossenen Romanen, deren Handlungen über die vergangenen fünfzig Jahre in der Entwicklung der ehemaligen DDR reichen, und nachfolgend seit der Wende in den neuen Bundesländern fortgesetzt wird. Es kommt darauf an, die neuen herrschenden gesellschaftlichen Bedingungen und Erscheinungen aus einer möglichst neutralen Sicht aufzuhellen, extremen, zumindest aber bewusst einseitigen Inanspruchnahmen und oft gesetzten Vorurteilen die nötigen Erklärungen abzuverlangen. Diesem Anspruch sieht sich der Autor verpflichtet und ist bemüht, dem zumindest möglichst nahe zu kommen. Die einfachen Lebensprozesse werden an Lebensverläufen von Personen, die für die verschiedenartigsten Entwicklungen beispielhaft stehen, in einer Familiengeschichte so dargestellt, dass sie auch als Vergangenheitsbewältigung aus der Sicht des Alltäglichen gelten. Im Mittelpunkt steht somit das Mikroklima historischer Prozesse, Lebensverhältnisse, Lebensbedingungen, Denkstrukturen und Moralauffassungen, die das Phänomen der »Wende« zu erklären helfen sollen. Wer bietet für ein solches Unterfangen bessere Bedingungen, als der Schicksalsstrom Elbe? Er steht signifikant für die prinzipielle Entwicklung zweier konkurrierender Gesellschaften.

Die Situationen sind aus dem Grunde an den Ufern der Elbe, schwerpunktmäßig zwischen Magdeburg und Hamburg, angesiedelt. Dieser Abschnitt der Elbe ist bezeichnend für die Entwicklung, zuerst im geteilten, dann im wieder vereinten Deutschland der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, wie kaum eine andere Gegend.

Das Romanepos »Kinder der Elbe« beginnt mit der Stunde Null, 1945 und ist zeitlich bis in die Gegenwart angesiedelt. Seine Sprache ist bewusst so gehalten, dass durch sie auch den Nachgeborenen die Bilder vermittelt werden, die sie in die Lage versetzen, ein eigenes Urteil über einen Zeitabschnitt zu formulieren, der an Wirrnissen, Facettenreichtum und Denkanstößen für künftige Zeiten sein Beispiel sucht.

Der Autor.

Kinder der Elbe
Erstes Buch: Hermanns Odyssee
PB, 970 Seiten
ISBN 978-3935648158

Vom Gymnasiasten Hermann,
der das Feuerinferno von Magdeburg überlebte,
und den Amibombern entwischte,
der durch den Kriegshorror in der Altmark herumirrte,
den die Kettenhunde aufhängten und erschossen,
und doch nicht tot bekamen,
den es an die Tarnefitzer Elbe verschlug,
der dort den Skelettmenschen von Isenschnibbe begegnete,
der den Runenhasser Jäger traf,
und mit dem die Runen bestrafte,
der einen Todesmarsch nach Steinthal überstand,
dort in die Rattenflut des Uchtebaches flüchtete,
um zwischen Leichen den Bombenterror zu überstehen,
der vier Frauen schwängerte,
den die Russen in einen Gefängnisturm sperrten,
ihm ein Geständnis abzuquälen,
der erneut dem Horror entkam,
und wieder aufgegriffen wurde,
der ins Zwangslager nach Sibirien sollte,
der seine große Liebe suchte,
sie nicht fand,
dafür anderen Glücksfällen begegnete,
der nach großer Odyssee
und doch endlich nachhause kam.

Zweites Buch: Ende und Anfang
PB, 855 Seiten
ISBN 978-3935648189

Vom Grauen des Krieges,
dem Flüchtlingselend an der Elbe,
einer sinnlos gesprengten Brücke.
Von den Amerikanern und den Schotten als Besatzer.
Von tapferen Jungen, die mit einem Angelkahn
Hunderte Flüchtlinge über die Elbe holten.
Von den Russen,
die Brücken bauten,
und doch nur Besatzer blieben.
Vom Überlebenskampf.
Von einer neuen Administration.
Von den verbrecherischen Umtrieben der Wehrwölfe.
Vom schweren Leben unter den Besatzern.
Vom ersten Kinderweihnachten im Frieden
Von der Erbarmungslosigkeit des ersten Nachkriegswinters
Von den Besatzern und ihren Helfern
Von der Verzweiflung.
Vom schlimmen Tod des Gymnasiasten Reinhold
Von der Rückkehr des Lebens
Von den Ängsten und Hoffnungen der Menschen
Von der tragischen Liebe einer Deutschen
zu einem Offizier der Russen.

Drittes Buch : Schwestern
Pb, 814 Seiten
ISBN 978-3935648172

Von zwei Schwestern,
die die Wirren des Krieges
in ihren Lebensläufen trennte.
Die nach kurzer Gemeinsamkeit
im geteilten Deutschland
einem Ziel nachstreben,
Karriere bis in die Spitze zu machen.
Nach abenteuerlichem Aufstieg gelingt dies
der einen als Konzernchefin
der anderen als Dekan einer Universität.
Sie vollziehen ihre Karrieren
im diametralen gesellschaftlichen Gegensatz
getrennt durch die Todesmauer.
Bevor sie allerdings an ihre Positionen gelangten,
begannen sie ganz unten.

Wiedersehen am Tag der Deutschen Einheit.
Waren sie noch Schwestern?

Klaus – Dieter Sprössel
Biografische Daten:

Geboren 1942 in Magdeburg
Nach der Grundschule
Lehre als Stahlschiffbauer
Abitur, Studium, zwei wissenschaftliche Aspiranturen,
Schriftstellerische Arbeit seit 1982.

Nach der Wende:
Redakteur eines Wochenblatts
Publizist: 16 kommunalpolitische Studien
Zahlreiche Zeitungsartikel, Kurzgeschichten
ab 1999 Romanepos »Kinder der Elbe«.

Zur Website des Autors

Buchvorstellung: ©Klaus-Dieter Sprössel


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