Montag, 20. September 2010

300. Blogbeitrag und einjähriges Jubiläum von »Ein Buch lesen!«

»Ein Chaos, ein Bruch, Freundschaft, Visionen, Fleiß und Spaß an der gemeinsamen Arbeit, von der sie nicht genug bekommen können.« So könnte die Kurzbeschreibung des ersten Jahres von »Ein Buch lesen« aussehen.

Ein Jahr schon vergangen?

Wie im Flug verliefen die Monate, seit das Schicksal unsere Gemeinschaft zusammenbrachte. Wie so oft im Leben, entstand etwas völlig Neues damals aus einer sich auflösenden Gegenwart – verbunden mit Schmerzen, Enttäuschungen und Ängsten – die fast jede tief greifende Veränderung mit sich bringt.

Doch auch Scherben sind für sich ein Ganzes und mit Fantasie, Freude und Engagement kann man aus ihnen etwas völlig Neues erschaffen. Genau das haben wir Autoren von »Ein Buch lesen« getan. Wir haben nach vorn geschaut, die Ärmel hochgekrempelt und jeder hat sein Können und seine Talente eingebracht, um Teil eines neuen Ganzen zu sein, das wir gemeinschaftlich ins Leben gerufen haben.

Selten habe ich erlebt, dass Menschen mit derart unterschiedlichem Temperament, sich mit soviel Ehrlichkeit und gegenseitigem Respekt begegnen, sich unterstützen, sich fördern und fordern, ohne einander verbiegen zu wollen. Ob Walter, Ursula, Rita, Sylvia oder ich – wir schreiben nicht nur unterschiedlich, wir schöpfen auch aus unterschiedlichen Quellen und jeder geht neben dem gemeinsamen Weg, auch eigene Wege, die wiederum von allen neidlos und nach Kräften unterstützt werden. So schöpfen alle aus dem vollen Korb der Möglichkeiten, die jeder in sich trägt und der nur durch gemeinschaftliches Denken und Handeln, sich wie von Zauberhand immer aufs Neue füllt.

Zahlreiche fruchtbare Kontakte, Blogs und Projekte sind so entstanden, während andere schon wieder in den Startlöchern sitzen und ihrem Beginn entgegenfiebern. Gemeinschaftlich wird entworfen, gestaltet, verworfen und diskutiert und verbessert, bis wieder etwas Neues auf den Weg gebracht ist.

So wurde aus einer scheinbar »zufällig« entstandenen Gemeinschaft von freischaffenden Autoren eine großartige Freundschaft, die weit über das Autorenleben hinausgeht.

Gute Freunde sind mit das Wichtigste, das ein Mensch im Leben … zum Leben braucht. Freundschaft ist das Sprungtuch, das auffängt, wenn man fällt und das wie ein Trampolin wirkt, wenn man sich aufmacht, um wieder neue Wege zu gehen. Und sie trägt und teilt Freude und Begeisterung ebenso unumstößlich wie Zweifel und Ängste.

Ich habe diese tragende Freundschaft in unserer Gemeinschaft »Ein Buch lesen« gefunden und bin stolz und froh dabei zu sein! Ich danke meinen Freunden Walter Jörg Langbein, Ursula Prem, Sylvia B. und Rita Hajak, für ein wundervolles Jahr, das unser aller Leben und Arbeiten nachhaltig bereichert hat. Ich freue mich auf eine weiteres kreatives Jahr mit Euch!

Heute vor einem Jahr wurde unsere Autorengemeinschaft gegründet und dieses Blog »Ein Buch lesen« ins Leben gerufen. Keiner von uns Autoren konnte wissen, wie lange die Idee, Sie, mit immer wieder neuen Beiträgen, Buchideen und vieles mehr, zu unterhalten und zu informieren, Bestand haben würde.

Ich habe in unserer Gemeinschaft in diesem einen Jahr viel gelernt, geschrieben, gelesen und vom gemeinsamen Wissen profitiert. Die Hilfsbereitschaft untereinander schaffte Möglichkeiten, die keiner erwartet hätte. Ich bin froh darüber, dass unsere Autorengemeinschaft, fünf an der Zahl, sich im Web gefunden hat, und wünsche, dass es noch viele Jahre so bleibt.

Meinen herzlichen Dank richte ich an: Ursula Prem, Walter-Jörg Langbein g.c.roth und Sylvia B. sowie an die Gastautoren von »Ein-Buch-lesen«! Nicht vergessen möchte ich außerdem die vielen Leserinnen und Leser, die unsere Seite regelmäßig besuchen!

Seit mehr als dreißig Jahren schreibe ich Bücher. Unzählige Kolleginnen und Kollegen habe ich im Lauf dieser Zeit kennen gelernt ... gute und weniger gute. Doch als wirklich kollegial im eigentlichen Sinn des Wortes haben sich bislang nur die vier wunderbaren Ladies von »Ein Buch lesen« erwiesen! Auf sie ist Verlass! Deshalb fühle ich mich sehr wohl in unserer Runde! Danke!

Seit einem Jahr wächst und gedeiht »Ein Buch lesen«. Aus den vier Kolleginnen sind längst wirklich gute Freunde geworden. Dafür meinen herzlichen Dank! So macht es besonders große Freude, bei »Ein Buch lesen« mitzuwirken.

Gern tauche ich in die Welt meines Fotoarchivs ein und erlebe beim Schreiben noch einmal so manch’ spannendes oder mysteriöses Erlebnis auf meinen Reisen zu den großen Mysterien unseres Planeten. So manches Abenteuer schildere ich erstmals bei »Ein Buch lesen«.

Seit einem Jahr wächst und gedeiht »Ein Buch lesen«: die Zahl der Beiträge steigt, das Spektrum der Themen wird breiter.. und immer mehr Leserinnen und Leser schauen vorbei!

Seit einem Jahr arbeiten wir konstruktiv miteinander... und ich bin sicher, dass das so bleiben wird. Ich freue mich auf die Zukunft! Die Zukunft gehört »Ein Buch lesen«! Davon bin ich überzeugt!

Ein Jahr »Ein Buch lesen«. Wie die Zeit vergeht … Für mich auf sehr angenehme Art und Weise. Mein erster Vorschlag zum Jubiläum war: Machen wir es uns bequem, verdient hätten wir es uns, ich weiß auch schon wo und wie:

Dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Und womit? Mit Recht!

Unser Team hat sich nicht zusammengerauft- wir haben uns zusammengelacht.
Mir macht es jeden Tag aufs Neue einen ganz großen Spaß, mit Euch zusammenzuarbeiten. Wir haben sehr viel geschafft in dieser Zeit: 300 Blogbeiträge wurden geschrieben, Serien initiiert und umgesetzt. Wir haben einen Youtube-Kanal, auf Twitter sind wir präsent. Der Nachrichtenblog erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit uns muss gerechnet werden und das ist auch gut so.

Ohne Euch, lieber Walter, liebe Grete, Rita und Ursula würde ich mich wirklich sehr einsam fühlen, in den Weiten des www.

Und für Sie, Liebe Leserinnen und Leser habe ich einen Blumenstrauß. Bleiben Sie uns weiterhin treu und seien Sie mit uns gespannt auf das nächste Jahr unserer Autorengemeinschaft.

(Die Bilder hat mir Tuna von Blumenstein zur Verfügung gestellt, sie hat es tatsächlich zum Gartentag bei Gärtner Picker geschafft.)

Am Anfang von Frank Schätzings jüngstem Werk »Limit« verliert sich der Astronaut Vic Thorn aufgrund einiger Umstände in den Weiten des Alls. Erbarmungslos wird er von seiner Raumstation fortgerissen und verschwindet in der Unendlichkeit. Eine beklemmende Szene dieses atemberaubenden Buches, die einem lange nicht mehr aus dem Kopf geht.

Das Internet lässt sich, auf menschliches Maß heruntergebrochen, durchaus mit den Weiten des Universums vergleichen: Wer dort alleine unterwegs ist, ohne ihm freundlich gesinnte Raumstationen, der ist heillos verloren, seine Energie verpufft wirkungslos in den endlosen Räumen des WorldWideWeb.

Neulinge im Netz, wie ich vor wenigen Jahren noch einer war, merken das schnell. Sie versuchen, diesem Umstand Abhilfe zu verschaffen, indem sie sich wahllos irgendwelchen Communities anschließen und mal hier, mal dort posten, was meist wenig Wirkung aber viel Ärger nach sich zieht. Denn: Was immer man auch schafft oder schreibt, natürlich finden sich immer auch irgendwelche Hobbypsychopathen, deren Lebensaufgabe darin besteht, zu zerstören, was andere aufbauen.

Wer also mit dem Gedanken spielt, einen Teil seines Arbeitsfeldes ins www zu verlegen, der wird nur dann damit froh, wenn er eine virtuelle »Raumstation« findet, die ihm im Vakuum Luft zum Atmen gibt und ihm täglich die Gewissheit vermittelt, dass es noch MENSCHEN sind, mit denen er zu tun hat und für die er schreibt. Die Gemeinschaft von »Ein Buch lesen!« stellt für ihre Mitglieder solch eine Raumstation dar.

Fünf Cyberastronauten haben sich vor genau einem Jahr in einem besonders lebensfeindlichen Umfeld gefunden und beschlossen, gemeinsam eine neue, für sie tragfähige Raumstation zu bauen: Walter-Jörg Langbein, Sylvia B., g.c. roth, Rita Hajak und ich. Manchmal erscheint mir die Tatsache, dass wir uns noch nie persönlich begegnet sind, aber dennoch einen nicht geringen Teil des Tages gemeinsam verbringen, auf originelle Weise seltsam. Andererseits: Was ist ein persönliches Treffen mit all seinen körperlichen Begrenzungen (»Hattest Du eine gute Fahrt? Wo gehen wir jetzt essen? Wann fährt Dein Zug morgen?«) schon wert angesichts einer geistigen Begegnung solcher Intensität?

Bei allem konstruktiven Schaffen hatte ich noch nie in meinem Leben so zuverlässig und Tag für Tag einen Riesenspaß. Ich hoffe, dass alle anderen, deren Online-Dasein sich nach wie vor in irgendwelchen drögen, zerstörerischen Foren abspielt, ebenfalls irgendwann so ein Glück haben: gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas aufbauen zu können, ohne sich dabei ständig gegenseitig zu behindern. Die Zukunft gehört den kleineren Einheiten, das sehen wir schon an den Trends der allgemeinen Wirtschaft, wo sterbende Giganten erfolgreichen kleineren Unternehmen gegenüber stehen.

In diesem Sinne möchte ich mich bei Walter, Sylvia, Grete und Rita herzlich für das zurückliegende Jahr bedanken, in dem wir gemeinsam viel geschafft und einen guten Grundstein gelegt haben. Jetzt, Ihr Lieben, geht es erst richtig los ...

»Ein Buch lesen« - Profil:

Kommentare:

  1. Ich sag dann mal: Happy Birthday ;O)
    Und bitte nicht nachlassen, ich liebe diesen farbenfrohen Blog und wünsche einen schönen Start in den Montag. LG Tanaj

    AntwortenLöschen
  2. Diesem Happy Birthday schließe ich mich an. Euch allen habe ich viel Beistand in rauhen Zeiten zu verdanken und die Rückenstärkung einen neuen Weg zu gehen. Dafür viele Bussis. Eure Helga

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  3. Liebe Tanja, liebe Helga,

    danke für Eure Komms und Glückwünsche. Nein, wir haben nicht vor, jetzt nachzulassen. Wir fangen jetzt gerade mal richtig an. :-)))

    LG,

    Ursula

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  4. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag an das Team »Ein Buch lesen«.
    Über Twitter werde ich immer auf Ihre Blogbeiträge hingewiesen und lese sie mit Begeisterung. Für die Zukunft alles Gute!

    Herzlichen Gruß aus Aachen

    Franz Foerster

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