Freitag, 12. März 2010

Abschied der Glühbirne

Es ist längst beschlossene Sache: Die Glühbirne hat ausgedient. Was bedeutet das für uns? Seit über 150 Jahren hat ihr Licht gestrahlt und uns viele dunkle Zeiten erhellt. Über den eigentlichen Erfinder der Glühbirne ist man sich im Unklaren. Viele behaupten es sei der Forscher Thomas Alvar Edison gewesen. Doch nachweislich sollen schon andere die gleiche Idee gehabt haben. Andererseits herrscht die Meinung, ein Uhrmacher aus Deutschland, Heinrich Göbel, der einst in die USA auswanderte, soll der „ursprüngliche“ Erfinder gewesen sein. Beweisen konnte man es nie. Göbel führte sogar 1893 gegen Edison einen Prozess, den er gewann. Doch viel Freude hatte er nicht an seiner Erfindung, da er im selben Jahr verstarb. Wie dem auch sei: Es war eine gute Erfindung, die uns allen großen Nutzen bringt.

Inzwischen hat sich das Blatt längst gewendet. Man weiß, dass die Glühlampen Kohlendioxid ausstoßen. Durch das Verbot der EU-Kommision weiterhin die Glühlampen zubetreiben, kann das klimaschädliche Kohlendioxid erheblich reduziert werden. Wir sollten froh darüber sein, dass die Umwelt dadurch entlastet wird.
Es gibt inzwischen gleichwertige Alternativen: Energiesparlampen. Sie haben schon längst den Markt erobert. Das anfangs ungemütliche Licht dieser Sparlampen ist Vergangenheit. Es gibt bereits verschiedene Lichttöne, die unserem bisherigen Licht entsprechen. Auch die Auswahl der Formen ist vielfältig. Keiner braucht zu befürchten im Dunklen sitzen zu müssen. Auch weiterhin können wir in der gemütlichen Sofaecke ein Buch lesen, erhellt von einer Energiesparlampe. Die Umwelt wird es uns danken.
Nach und nach wird der Verkauf normaler Glühbirnen eingestellt und ab September 2012 ist jeglicher Verkauf verboten. Somit bleibt genügend Zeit, sich mit dem neuen Licht anzufreunden.

Kommentare:

  1. Liebe Rita,
    mir hat ein Handwerker erklärt, dass die Energiesparlampen nur dann Energie sparen, wenn sie längere Zeit (Stunden) brennen. Wer nur kurz Licht braucht, um vielleicht im Keller etwas aus dem Regal zu holen, verbraucht mehr Energie, weil die Lampen sehr viel Startenergie benötigen. Und dass sie eine längere Lebensdauer haben, als die einfache Glühbirne, habe ich ehrlich gesagt noch nicht festgestellt. Im Gegenteil, manch alte Funzel hat länger gehalten und war mit einem geringen finanziellen Betrag zu ersetzen. Die Energieersparnis der neuen Glühbirnen wird, zumindest was den Geldbeutel angeht, locker vom Preis aufgefressen. Und ob das ganze Quecksilber, das durch sie im Müll landen wird, uns nicht irgendwann über das Trinkwasser oder das geerntete Gemüse wieder erreicht, macht mir ehrlich gesagt Sorgen. Es wird übrigens empfohlen immer einen Mindestabstand von wenigstens 1 m zur Energiesparlampe einzuhalten, da sie in ihrem unmittelbaren Umfeld giftige Gase absondert. Also, vielleicht auf den Nachttisch wieder eine Kerze stellen? Aber Vorsicht! Brandgefahr!

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  2. Liebe Grete,
    danke für deinen Kommentar. Ich muss Dir Recht geben, die Energiesparlampen sind tätsächlich nur dann sparsam, wenn sie lange brennen. Aber die Lebensdauer dieser Lampen ist hoch. Bin im Besitz einiger Energielampen, die nun seit vielen Jahren ihr Licht spenden. Leider wird es immer Vor- und Nachteile geben, die wir hinnehmen müssen, soweit es keine Alternative gibt.
    Hoffen wir, dass, auch bei den Energiesparlampen, weiter geforscht wird und irgendwann die Vorteile überwiegen.

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  3. Liebe Rita,
    ein sehr schöner Beitrag. Da trau ich mich kaum zuzugeben, dass ich mich kürzlich noch gezielt mit "normalen" Glühbirnen bevorratet habe, da mir das Quecksilberzeugs auch nicht so geheuer ist. Natürlich ist der niedrige Verbrauch bei langer Brenndauer ein Argument für die Energiesparlampen. Wenn irgendwo eine Lampe im Dauerbetrieb ist, lohnt sich das absolut.

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  4. Liebe Ursula,
    Du bist, wie ich feststellen konnte, nicht die Einzige, die sich bevorratet. Warum auch nicht? Solange es geht, geht es eben. Es ist nur schade, dass die Alternativlösungen auch ihre Macken haben. Aber wir müssen uns auf diese Veränderung einstellen, da es bald keine normalen Glühbirnen mehr geben wird. Ehrlich gesagt: Ich hätte diesen Wechsel nicht gebraucht.
    Danke für Deinen Kommentar!

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  5. Die Herstellung einer einzelnen Energiesparlampen stößt mehr Co2 aus, als eine Glühbirne im ganzen Leben. Energiesparlampen enthalten Quecksilber. Geht mal eine dieser Lampen kaputt, haben Sie Quecksilber in der Wohnung.
    Nicht vergesseen sollte man auch, dass die Firma Osram das Patent auf die Energiesparlampen hat und maßgeblich an der Gestaltung des Verbotes der Glühlampen mitgewirkt hat.
    Davon abgesehen sollte dieses Co2-Märchen doch nun wirklich mal als das entlarvt worden sein, was es ist: Ein Märchen.

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  6. Ich habe mir auch die neuen Energiesparlampen gekauft. Aber ich mag sie gar nicht, das Licht ist mir zu grell und zu kalt. Ich finde es nicht gut, daß man bald keine Glühbirnen mehr kaufen kann.Eine komische Welt ist das gworden, wo man uns sagt, was wir tun sollen. Sind die Lampen überhaupt gesund?

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  7. Hallo Ursula,

    ob die Lampen gesund sind, das wissen nur die Experten, und die werden uns sicherlich nicht die ganze Wahrheit sagen. Aber mehr Schaden als die bisherige Glühbirne wird sie auch nicht anstellen. Sollte sie einmal kaputtgehen, wäre das austretende Quecksilber für uns nicht schädlich, heißt es. Ob es stimmt?
    Das Licht der Sparlampe ist in der Tat nicht so heimelich wie das der Glühbirne. Wir werden uns, wie immer, auch daran gewühnen.

    LG.Rita

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