Mittwoch, 6. Januar 2010

Der Brotkrümmel an der Wand oder Romeo und Julia etwas anders


Es war ein verregneter Tag und der Schwarzbrotkrümel Romeo, der an der Wand der Bäckerei Tütjens klebte, sehnte sich wieder einmal danach, bei der Sonnenblumenkernlady Julia auf dem Tablett zu liegen. Er schaute zu, wie alle seine Freunde nach und nach verkauft wurden. Als es langsam dunkel wurde; dachte er sich: "Bald ist es dunkel, und wenn es dunkel ist, kann ich meine liebste Sonne Julia nicht mehr sehen, also muss ich jetzt zu ihr!"

Und dann versuchte er; sich mit aller Kraft von der Wand abzustoßen aber es half nichts. nach fünf Minuten gab er auch schon wieder auf. Doch was war das? Es waren die dicken Finger der Bäckersfrau Shakespeare, die ihn fast zerdrückten. Plötzlich kam ein Kunde herein, die Bäckerin erschrak und ließ Romeo fallen. Er landete direkt neben seiner liebsten Julia. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals "Na Süße!", schnurrte er verführerisch. „Oh, mein Romeo, endlich bist du da!" Und dann küssten sie sich. Dann sagte Romeo: "Pst... sei mal still!" Sie hörten einen Kunden sagen:"Ich hätte gerne diese Scheibe dort“, und sie sahen, wie er auf die Schnitte mit Romeo und Julia zeigte. "Schnell, halte dich fest Romeo!" flüsterte Julia und schon ging die Reise los. Erst nahm die Bäckerin die Schnitte vom Tablett und ließ sie in eine gelb-organgefarbene Papiertüte fallen, dann drückte sie sie dem Kunden unfreundlich in die Hand und motzte mit patziger Stimme:"10 Cent!" Der Mann bezahlte, und fröhlich die Tüte schwenkend, verließ er den Laden. "Oh mir wird schlecht!" murmelte Julia. So schnell er konnte, riss Romeo ein Loch in die Papiertüte. Julia beugte sich über das Loch ... in dem Moment stolperte der Mann und Julia wurde von der Brotscheibe durch das Loch geschubst. Sie fiel in einen Gulli und verschwand. Romeo fing an zu weinen "Wir wollten doch heiraten!", schluchzte er. Nach einer Weile schlief er ein ...

Als er aufwachte, hatte er tierische ... äääh ... brotische Kopfschmerzen, dann sah er etwas großes, rundes, silbernes auf sich zu kommen, dann spürte er Schmerzen ... als er sich aufrappelte, das Gleiche noch einmal und so ging es dann noch eine Ewigkeit weiter.
Nur damit ihr Bescheid wisst, Romeo war daheim angekommen und dem Kleinkind auf den Teller gelegt worden. Das hämmerte mit dem Löffel auf ihm herum. Nach einigen Minuten spürte er sich nicht mehr, fühlte sich frei und leicht und verstand, dass er im Himmel angekommen war. "Julia, ich bin tot!" Endlich wurden sie glücklich.

Norma


Foto: http://www.pixelio.de/ (Knipseline)

1 Kommentar:

  1. Echt fantasievolle Geschichte! Finde ich toll!
    Daumen hoch!

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+++ Aus aktuellem Anlass +++
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