Montag, 21. September 2009

Liebe Leser von "Ein-Buch-lesen",


damit Sie überhaupt wissen, wer unter dem Kürzel g.c.r. schreibt, werde ich in diesem ersten Beitrag ein wenig von mir erzählen. Unser Blog steht unter dem Motto "Ein Buch lesen". Das hat zwei Gründe. Der erste Grund ist natürlich, dass wir Autoren sind und selbst Bücher schreiben. Der zweite Grund hängt unmittelbar damit zusammen. Wir möchten, dass das Lesen von Büchern wieder attraktiver wird. Es wird deshalb in unseren Themen nicht nur um unsere Bücher gehen, sondern um Bücher im Allgemeinen und im Besonderen. Was nicht bedeutet, dass es ausschließlich um Bücher gehen wird. Doch zunächst zu mir.

Ich hatte das Glück, bei einem echten Schwarzkünstler aufzuwachsen, einem gestandenen Jünger Gutenbergs. Die Druckerei meiner Eltern war einer meiner Lieblingsspielplätze als Kind. Viele Stunden habe ich dort mit den herrlichen Papierstreifen in der Papierverarbeitung gebastelt, mit den wunderbar duftenden Heidelberger Druckfarben gemalt und geknetet, oder aus den großen hölzernen Buchstaben, aus denen z.B. Plakate, damals noch per Hand gesetzt wurden, ähnlich Dinge gebaut, wie Kinder es heute mit Lego oder Playmobil tun. So manches Mal saß ich in einem der Papierkörbe, die neben der gusseisernen Schneidemaschine standen, und die so groß waren, dass ein kleines Mädchen von etwa sechs Jahren, gänzlich unter den Papierresten verschwinden konnte. Da dies die beste Chance war, Zeit mit meinem Vater zu verbringen, habe ich ihm auf diese Weise oft bei seiner Arbeit Gesellschaft geleistet. Mit ihm konnte man sich herrliche Geschichten ausdenken.

Im Grunde ist das Schreiben für mich reiner Selbstzweck. Nein, nicht was Sie vielleicht denken und was manch Kritiker immer wieder gern unterstellt. Es geht nicht um Geld und es geht nicht um Ruhm. Das Schreiben bereitet mir schlicht Vergnügen. Und da es Menschen gibt, denen das, was ich schreibe gut gefällt, bereitet dieses Hobby doppeltes Vergnügen.
Meine ersten kleinen Gedichte und Geschichten schrieb ich mit 12 Jahren. Eine davon besitze ich noch heute, weil mein Vater sie 1966 auf seiner Adler Schreibmaschine abgetippt und sein ganzes Leben für mich aufbewahrt hat.

Erst zwanzig Jahre später stellte sich der Gedanke ein, einige Gedichte und Geschichten in ein Büchlein zu bannen. Vermutlich wäre es dazu nie gekommen, wenn ich als gelernte Schriftsetzerin, nicht beruflich immer wieder Zeitschriften und Bücher für andere Menschen hergestellt hätte. Irgendwann war der Wunsch plötzlich da und ich habe ihn mit zwei weiteren Autoren umgesetzt. Es entstand die Anthologie "Kein Herbst ist ein Ende".
Einige Jahre später veröffentlichte ich mein Büchlein „Der Wolken silberne Tropfen …“. Dort zeichnete sich ab, dass die Gewichtung: Gedichte / Kurzgeschichten begann, sich zu verschieben. Erst mein drittes Buch „Fluffige Zeiten“ zeigte, dass sich mein Schwerpunkt eindeutig auf das Schreiben von Kurzgeschichten verlagert hatte. Eine Neuauflage mit zusätzlichen Erzählungen und Gedichten erschien 2008 unter dem Namen „Fluffige und andere Zeiten“. Heitere Kurzgeschichten und Fabeln.

Das Leben ist ständig in Bewegung und in Veränderung, so entstand 2008 ein weiteres Buch: „Bestatten, mein Name ist Tod!“ Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen.
In eine Rahmengeschichte, deren Protagonisten zwei Bestatter sind, habe ich diverse Kurzgeschichten von extremen oder ungewöhnlichen Todesfällen eingebettet. Da ich bis dahin eher dem heiteren Genre zugetan war, war ich selbst erstaunt, dass ich mit diesem Buch ein ganz neues Feld für mich persönlich betreten hatte. Leser des Buches sind allerdings der Meinung, dass selbst bei diesem wenig fröhlichen Thema, das Schmunzeln, neben dem Entsetzen, seinen Platz gefunden hat. Auf meiner Internetseite http://www.wortschmiede-roth.de/.de können Sie auch schon mal reinlesen in die Leseproben oder wenn Sie Zeit und Lust haben ein Video mit einer Lesung ansehen.

Ich stelle also fest, dass das Schreiben eine sehr lebendige Angelegenheit ist, die genau wie das Leben und der Mensch selbst, ständig im Wandel und im Werden ist. Vielleicht werde ich eines Tages einen Roman schreiben. Ideen dafür habe ich reichlich. Doch die Zeit, die ein Roman benötigt, um geboren zu werden, fehlt momentan noch. Schließlich müssen Autor/-innen auch von etwas leben und einem Broterwerb nachgehen.Beruflich bin ich der glücklichen Lage, dass meine Hobbys, wie das Gestalten und Schreiben, gleichsam mein Beruf sind. Ein Geschenk des Himmels, das ich sehr wohl zu schätzen weiß! So schreibe ich mit wachsendem Erfolg im Auftrag meiner Kunden, Artikel für verschiedene Internetportale, Blogs, private Biografien und Lebensgeschichten, Firmenchroniken, Hochzeits- und Geburtstagsfestschriften sowie Protokolle aus allen Bereichen nach Audiodateien. Daneben genieße ich es natürlich auch weiterhin, in meinem erlernten Beruf als Mediengestalterin, diverse Druckprodukte wie z. B. Flyer, Broschüren, Geschäftspapiere, Plakate sowie Bücher anderer Autoren etc. herzustellen.

Abschließend zu dieser Vorstellung möchte ich meinen Kollegen und Kolleginnen, Walter-Jörg Langbein, Ursula Prem, Sylvia B. und Rita Hajak danken. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist äußerst kreativ und produktiv, und der Umgang miteinander ist gezeichnet von Toleranz und Herzlichkeit. Ich freue mich sehr, dass wir uns gefunden haben, und auf diesem Blog gemeinsam ein buntes Leseprogramm, für unsere Leser anbieten können!

In diesem Sinne: viel Spaß mit den unterschiedlichen Texten, die sich nach und nach, in lockerer Reihenfolge, auf diesem Blog präsentieren werden. Um die Zeit bis dahin zu überberücken, können sie gern zwischendurch ein Buch lesen! Und falls sie auf der Suche nach interessanten Büchern für Kinder oder Erwachsene sind, schauen Sie einfach immer wieder einmal bei "Ein-Buch-Lesen" vorbei, wir stellen immer wieder neue und alte Bücher vor. Wenn Sie nichts verpassen wollen, melden Sie sich als Leser an. Dann erhalten Sie eine Benachrichtigung per Email, sobald ein neuer Beitrag online ist.

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